Am Wochenende zog der 1. FC Köln die Reißleine und trennte sich von Trainer Lukas Kwasniok. Nach nur zwei Siegen aus den letzten 18 Spielen war das eine nachvollziehbare Maßnahme, die am Ende niemanden überraschte.
Noch am Samstag, nach dem 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach, hielt Kwasniok einen flammenden Appell für seine eigene Zukunft, aber am Ende war die Negativserie ausschlaggebend für die Trennung und das ist am Ende wohl auch richtig so.
Dennoch: Nicht jeder Experte ist der Meinung, dass Kwasniok wirklich auch schwache Arbeit geleistet hat. Ganz im Gegenteil, Lothar Matthäus stellte dem mittlerweile ehemaligen Trainer der Kölner ein ordentliches Zeugnis aus.
Matthäus spricht über Kwasniok-Aus
„Der Trainer ist meistens der Verantwortliche. Und die Punkteausbeute ist nicht erreicht worden. Man hat ihm ein Ultimatum gestellt: vier Punkte aus den letzten drei Spielen – es sind zwei geworden. Man muss aber sagen: zwei Punkte nach Rückstand. Gegen Mönchengladbach lagen sie zurück, in Hamburg lagen sie zurück. Ich glaube, dass die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft bis zum letzten Moment intakt war“, so der Rekordnationalspieler bei Sky.

Und weiter: „Aber anscheinend sind viele Dinge für den Verein nicht so gelaufen, wie sich das die Verantwortlichen vorgestellt haben. Ich gehe davon aus, dass der Verein sich schon ein bisschen umgeschaut hat, weil das Thema nicht neu ist. Ich wünsche Köln, dass sie da das richtige Näschen haben, einen Nachfolger zu finden, der diese Punkte holt, die Kwasniok nicht geholt hat.“ Der bisherige Co-Trainer Rene Wagner soll zunächst einmal die Geschicke in Köln leiten. Gerüchte gab es zuletzt auch einige rund um Friedhelm Funkel, den Altmeister.
Am Ende ist für Matthäus klar: „Er war in Interviews sehr offen, sehr ehrlich und auch unterhaltsam. Er hat aus seiner Mannschaft sehr viel herausgeholt. Aber zum Schluss, ich glaube, in den letzten 15 oder 16 Spielen holte er nicht mehr das, was er gebraucht hätte, um seinen Job zu retten.“

