Seoane sitzt bei Bayer Leverkusen „fest im Sattel“

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News | Fernando Carro, Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, bekennt sich eindeutig zu Gerardo Seoane. Trotzdem werde intern kritisch analysiert. Die Statistik zeigt: Eines der größten Probleme der Leverkusener ist die Chancenverwertung.

Seoane bleibt: „Wir haben die volle Überzeugung, den gemeinsamen Weg fortzusetzen.“

Gerardo Seoane (43) wird auch nach der Länderspielpause noch Trainer von Bayer Leverkusen sein. „Er sitzt fest im Sattel“, sagte Geschäftsführer Fernando Carro am Rande der SPOBIS in Düsseldorf. „Wir nehmen die aktuelle sportliche Situation sehr ernst und kennen unsere Verantwortung. Deshalb analysieren wir ausführlich, wir diskutieren und wir sind kritisch miteinander. Aber wir haben die volle Überzeugung, den gemeinsamen Weg fortzusetzen.“



Am Wochenende hatte die Vereinsverantwortlichen ein klares Bekenntnis zu Seoane noch vermieden. Einen Tag nach dem 1:1 gegen Werden Bremen sagte der für den Sport verantwortliche Geschäftsführer Simon Rolfes: „Wir sind alle maximal unzufrieden. Wir werden die Situation klar, aber auch in Ruhe analysieren und gemeinsam nach Lösungen suchen, die uns zurück zu Stabilität und Erfolg führen werden.“ Auf eine Nachfrage, ob er sich absolut zu Seoane bekennen würde, antwortete Rolfes: „Das ist unsere Intention.“ Der kleine Interpretationsspielraum, den diese Aussage offen ließ, ist durch die Aussage von Carro nun ausgeräumt.

Trotzdem will Bayer Leverkusen die Länderspielpause dafür nutzen, den Grundstein für eine sportliche Kehrtwende zu legen. Mit nur fünf Punkten nach sieben Spielen liegt die Werkself auf dem 15. Tabellenplatz der Bundesliga und bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Um die Probleme zu erörtern, sind in dieser und nächster Woche zahlreiche Gespräche innerhalb des Vereins geplant. Denn gleich nach der Länderspielpause steht eine Dienstreise nach München an. Bayer Leverkusen trifft am Freitagabend der kommenden Woche auf den FC Bayern München.

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Die Probleme sind vielfältig, ein auffälliges ist jedoch die Chancenverwertung: Leverkusen hat in dieser Saison bereits 97 Mal auf das gegnerische Tor geschossen, nur Bayern, Freiburg, Leipzig und Köln feuerten häufiger auf Tor der Gegner. Trotzdem gibt es acht Mannschaften, die in der bisherigen Saison mehr Tore erzielt haben als Leverkusen – und mit dem BVB und Leipzig zusätzlich zwei Vereine, die genau wie Leverkusen neun Tore erzielt haben. Blickt man zudem auf den „expected Goals“-Wert der Leverkusener, der angibt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Torschuss im Tor landet, fällt auf, dass die Qualität der Leverkusener Chancen laut „Understat“ statistisch zu 11,91 Toren führen würde. Nur der BVB geht in dieser Saison in der Bundesliga schlampiger mit seinen Chancen um.

(Photo by Christof Koepsel/Getty Images)

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