Geht der Höhenflug der SGE-Adler auch gegen den BVB weiter? Das Streitgespräch!

SGE gegen BVB: Streitgespräch
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Die Rückrunde in der Bundesliga startet und das erste Topspiel tragen Eintracht Frankfurt (6.) und Borussia Dortmund (2.) aus. Am Samstag um 18:30 Uhr wollen die Hessen den BVB ärgern und haben allen Grund, sich Hoffnungen zu machen. Die letzten Wochen der SGE waren nämlich durchaus gut. 

Frankfurt gegen den BVB: Höhenflug auch im neuen Jahr?

Nachdem der Saisonstart von Eintracht Frankfurt unter dem neuen Trainer Oliver Glasner (47) mehr als nur schwierig war, haben sich die Hessen sukzessive gesteigert. Das „System Glasner“ hat sich etabliert und die Hessen haben Schritt für Schritt mehr Plätze nach oben aufsteigen können. Die Hinrunde beendete die SGE schon auf dem sechsten Platz und nun soll es natürlich mit dieser guten Tendenz weitergehen.

Das Problem: Mit dem BVB kommt der aktuelle Zweitplatzierte in der Tabelle nach Frankfurt. Die Hessen sahen in den letzten Jahren aber gerade zuhause immer mal wieder gut aus gegen diesen Gegner. Das macht Mut, abgesehen von der Form vor der Weihnachtspause. Zudem halten sich trotz einiger Ausfälle die personellen Sorgen in Grenzen. Das gilt für den BVB nicht unbedingt, auch wenn die Lage in dieser Saison schon einmal schlimmer war. Es ist also alles angerichtet für ein unterhaltsames Spiel!

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SGE fliegt weiter durch die Liga – Sieg gegen Dortmund

Nach einem schwierigen Start haben Eintracht Frankfurt und Oliver Glasner endgültig zueinandergefunden. Lediglich eine Niederlage gab es aus den letzten elf Pflichtspielen, das 2:3 in Sinsheim. Mit dieser Serie hat sich die SGE nicht nur den Gruppensieg in der Europa League gesichert, sondern steht in der Bundesliga mittlerweile auf Rang 6, einen Zähler hinter den Champions-League-Plätzen.

Dabei haben die Frankfurter bewiesen, dass sie – anders, als Borussia Dortmund – die gesamte Klaviatur an Siegen beherrschen. Die Erfolge gegen Olympiakos (3:1) sowie Bayer Leverkusen (5:2) fielen weitestgehend souverän aus. Trotzdem haben sie mit den Last-Minute-Siegen in Fürth (2:1) oder gegen Union Berlin (2:1) Resilienz bewiesen. Selbiges gilt auch für das 3:2 in Mönchengladbach, als Frankfurt zuerst einen Rückstand drehte und 68 Sekunden nach dem Ausgleich durch Ramy Bensebaini in Person von Daichi Kamada zurückschlug. Nach dem Platzverweis für Tuta 20 Minuten vor Schluss erwehrten sie sich zudem erfolgreich dem stetig größer werdenden Druck der Borussia. Mit einer ähnlichen Defensivtaktik gewann die Eintracht bereits 2:1 in München.

Anders als damals haben sich die Neuzugänge nun endgültig in ihren Rollen eingefunden. Jesper Lindstrøm und Rafael Santos Borré sind mit vier Treffern Toptorschützen der SGE. Beide waren in den letzten vier Bundesligaspielen an mindestens einem Tor direkt beteiligt. Filip Kostić ist nach wie vor nur sehr schwer am Flanken zu hindern. Diese bringt er meistens mit chirurgischer Präzision und hat mittlerweile ein Copyright auf den Flachschuss aus nahezu unmöglich spitzem Winkel.

Und dann wäre da noch die Frankfurter Heimserie gegen Borussia Dortmund. Seit dem 1. September 2013, also bald einem Jahrzehnt, ist die Eintracht vor eigenem Publikum gegen den BVB ungeschlagen. In dieser Zeit gab es drei Siege sowie vier Unentschieden. Diesem Fakt wird sich auch die Mannschaft bewusst sein. In Tateinheit mit dem sowieso vorhandenen Selbstvertrauen und den fragwürdigen Dortmunder Performances setzt Eintracht Frankfurt den Positivtrend fort und wird Borussia Dortmund im Topspiel des 18. Bundesliga-Spieltags besiegen.

Victor Catalina

BVB startet gut in die Rückrunde und feiert einen Sieg

Ja, zweifelsohne hat Eintracht Frankfurt sehr gute Tendenzen in den letzten Wochen 2021 vorzuweisen. Die Mannschaft weiß, was sie kann und weiß, dass sie einen Trainer hat, der ihr vertraut. Die Abläufe funktionieren, Frankfurt ist gefährlich, für jeden Gegner. Zudem ist die Personalsituation für die aktuellen Umstände relativ entspannt. Aber: Der BVB, der in der Hinrunde immer wieder viele Spieler hatte, die verletzt waren oder gerade aus einer Verletzung kamen, konnte durchschnaufen.

Das könnte der entscheidende Punkt sein. Dortmund holte schon in der Hinrunde einige Punkte, in Spielen, in denen man dies der Mannschaft aufgrund des Zustandes nicht unbedingt zugetraut hätte. Trainer Marco Rose (45) weiß, wie er das Team motiviert und weiß auch, wie er nach den Negativresultaten wie zum Beispiel in Berlin gegensteuern kann und muss.

Die Spielanlage der Gäste ist in jedem Fall ein Faktor, der für den BVB sprechen kann. Das intensive Auftreten der Hessen kann gekontert werden, Dortmund kann dagegen halten. Natürlich besteht in einem offenen Schlagabtausch immer die Gefahr, dass der Gegner mit seiner Wucht einen Vorteil hat und das Spiel für sich entscheidet, aber auch die individuelle Qualität, insbesondere in der Offensive um Erling Haaland (21), spricht trotz der Ausfälle im Abwehrbereich für die Gäste. Deswegen wird der BVB das Spiel gegen die SGE knapp für sich entscheiden.

Manuel Behlert

 

(Photo by Matthias Hangst/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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