Transfercheck | United macht Casemiro-Deal fix – folgt ihm Aubameyang nach England?

Casemiro Transfer Real Madrid Manchester United
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Der Transfermarkt ist längst auf seinem Höhepunkt angekommen. Abschiede wurden verkündet, Neuzugänge festgezurrt, Spieler, deren Verträge auslaufen, treffen Entscheidungen. Und die Gerüchteküche brodelt natürlich.

Ab sofort wird 90PLUS an jedem Freitag, immer um 20 Uhr, ein Update zu den Geschehnissen auf dem Transfermarkt liefern. Was ist in den letzten Tagen passiert? Welche Gerüchte kursieren aktuell und welche Transfers wurden offiziell verkündet? Diese Kernfragen sollen in einem wöchentlichen Überblick beantwortet werden. 

Manchester United macht Casemiro-Transfer fix – Ancelotti bestätigt Wechsel

Lange Zeit hat sich Manchester United vergeblich um einen Mittelfeldspieler aus La Liga bemüht, in Frenkie De Jong. Bei Casemiro ist man nicht nur weiter. Über die vergangenen beiden Tage wurde der Deal fix gemacht. Mohamed Bouhafsi vermeldete als erstes den Durchbruch, inzwischen gab auch Fabrizio Romano mit seinem Here we go! grünes Licht. Laut Informationen Romanos war Manchester Uniteds Sportdirektor John Murtough diese Woche zu Verhandlungen in Madrid, die von viel Optimismus geprägt waren.

 

 

Für garantierte 60 Millionen Euro plus zehn weiteren an Boni soll der Brasilianer zum englischen Rekordmeister wechseln und dort einen Vierjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr unterschreiben. Anfängliche Gerüchte, wonach Casemiro bei Manchester United doppelt so viel verdienen soll wie bei den Königlichen, verwies Romano ins Reich der Fabeln. Eine Steigerung sei nichtsdestotrotz vorhanden.

Auf der Pressekonferenz vor Real Madrids Auswärtsspiel in Vigo bestätigte Carlo Ancelotti den Transfer: „Ich habe mit Casemiro gesprochen. Er will eine neue Herausforderung. Wir verstehen seine Entscheidung. Die Verhandlungen laufen noch, aber er hat beschlossen, Real Madrid zu verlassen. Wir lieben ihn und respektieren seinen Plan. Gestern ist mir klar geworden, dass der Wechsel eine ernsthafte Option ist.“

Casemiro Real Madrid Manchester United

Photo by Alex Grimm/Getty Images

Trotz des Abgangs ist Ancelotti mit dem Kader zufrieden: „Meine Pläne ändern sich mit dem Abgang von Casemiro nicht. Wir haben Modrić, Kroos, Tchouaméni, Ceballos, Fede Valverde, Camavinga,…
Sechs Mittelfeldspieler sind genug für diese Saison. Sie sind sehr, sehr gut.“

Zwar berichtete Romano auch von einem Interesse der Königlichen an Newcastles Mittelfeldspieler Bruno Guimarães. Über das reine Interesse soll es aber nicht hinausgehen. Zudem sähen die Magpies momentan keine Notwendigkeit, ihn abzugeben.

 

 

Der Transfer von Casemiro hingegen wurde „binnen 48 Stunden“ fix gemacht, so Romano. Freitag, spätestens Samstag fände der Medizincheck statt, anschließend das Unterzeichnen der Vertragspapiere. Den Teamkollegen in Madrid habe er bereits seine Wechselabsichten mitgeteilt und sich von ihnen verabschiedet.

Bei aller Eile ist er für Uniteds Heimspiel gegen Liverpool am Montagabend allerdings noch keine Option. Casemiro verlässt Real Madrid mit drei La-Liga-Titeln, einer Copa Del Rey, fünf Champions-League-Titeln, je drei Siegen in der Supercopa und dem UEFA Supercup sowie vier Klub-WM-Titeln.

Borussia Dortmund: Watzke dementiert Ronaldo-Wechsel

Am Donnerstagnachmittag setzte die Bild eine Schlagzeile in die Welt, von der man kaum gedacht hätte, sie jemals zu lesen: Cristiano Ronaldo will unbedingt zu Borussia Dortmund.

 

Diesen Freitag nahm Dortmunds Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Watzke auf der Bilanz-Pressekonferenz jeglichen Spekulationen den Wind aus den Segeln: „Ich liebe diesen Spieler, das ist sicherlich eine charmante Idee, Cristiano Ronaldo im Signal Iduna Park spielen zu sehen. Er ist einer der größten Spieler, die die Welt hervorgebracht hat. Aber es gibt überhaupt keinen Kontakt zwischen den Beteiligten. Von daher sollte man aufhören, darüber zu sprechen.“

Nicht nur würde eine Verpflichtung Ronaldos das Dortmunder Gehaltsgefüge sprengen. Sie haben es erst kürzlich um den Namen Anthony Modeste erweitert. Dazu ist das Vertrauen in Youssoufa Moukoko weiterhin groß.

Da für CR7 auch ein Wechsel zu seinem Jugendklub Sporting CP keine Option ist, wird er wohl oder übel mit Manchester United in die Europa League gehen müssen.

Chelsea: Wiedervereinigung zwischen Tuchel und Aubameyang?

Erst im Winter wechselte Pierre-Emerick Aubameyang von Arsenal zum FC Barcelona. Gut ein halbes Jahr später könnte er wieder in London aufschlagen, allerdings bei Chelsea. Infolge der Verpflichtung von Robert Lewandowski ist der Gabuner nicht mehr im Sturmzentrum gesetzt und könnte sich nach einer neuen Herausforderung umschauen.

 

 

Laut Informationen von Fabrizio Romano will Barcelona 30 Millionen Euro Ablöse für Aubameyang haben. Eine Summe, die von den Blues bislang noch als zu hoch angesehen wird. Ein Treffern zwischen der Spielerseite und Chelsea habe es dennoch bereits gegeben, das „sehr positiv“ verlaufen sei. Dahingehend ist man schon auf einem gemeinsamen Nenner. Eine Einigung mit Barcelona zu finden, dürfte sich allerdings schwieriger gestalten. Die Katalanen brauchen das Geld, um den Vorgaben von La Liga gerecht zu werden und Jules Koundé als Neuzugang registrieren lassen zu können sowie für die Transfers von Marcos Alonso und einem neuen Rechtsverteidiger – dazu später mehr. Aus selbigem Grund befindet man sich auch in guten Gesprächen mit Juventus über einen Wechsel von Memphis Depay.

Bei Aubameyang ist Chelsea, statt der geforderten 30 Millionen Euro bereit, circa 15 Millionen Pfund (~17,63 Millionen Euro) zu investieren. Sollte man zu keiner Einigung kommen, ist es auch möglich, dass Chelsea den Deal platzen lässt.

In den beiden Bundesliga-Saisons 2015/16 (25 Tore) und 2016/17 (31 Tore) unter Thomas Tuchel kam Aubameyang auf insgesamt 56 Treffer, holte 2017 die Torjägerkanone und durchbrach die Hegemonie Robert Lewandowskis.

Das könnte in Kürze auf dem Transfermarkt passieren

In den beiden Begegnungen mit dem FC Bayern hatte Juan Foyth die Offensive rund um Robert Lewandowski bestens im Griff. Der FC Barcelona will nun dafür sorgen, dass beide zukünftig in derselben Mannschaft spielen. Wie die Sport berichtet, soll zwischen Foyth und den Katalanen alles klar sein. Auch Villarreal habe sich mit dem Abgang seines Rechtsverteidigers bereits abgefunden. Neben Foyth zählen auch Héctor Bellerín und Dortmunds Thomas Meunier zum engeren Kandidatenkreis. Auf der Pressekonferenz wollte sich Edin Terzic nicht weiter zu den Spekulationen äußern.

Wesley Fofana hofft weiterhin auf einen Wechsel zu Chelsea. Laut Fabrizio Romano sollen sich die Blues mit der Spielerseite bereits einig sein. Fofana habe Brendan Rodgers bereits gebeten, aus dem Spieltagskader für die Partie gegen Southampton gelassen zu werden. Verhandlungen mit Leicester City könnten sich allerdings hartnäckig gestalten, da Fofana erst dieses Jahr seinen Vertrag bis 2027 verlängerte und die Foxes daher beruhigt pokern können.

 

 

Eintracht Frankfurt steht, laut Infos von RMC Sport kurz vor dem Transfer von Eric Junior Dina Ebimbe. Der 21-jährige Mittelfeldspieler soll für rund 6,5 Millionen Euro von Paris Saint-Germain kommen. Vergangene Saison konnte Dina Ebimbe zehn Einsätze in der Ligue 1 verzeichnen, vier davon in der Startelf.

Nachdem sich der Wechsel von Darko Churlinov zum Burnley FC anfänglich noch aufgrund bürokratischer Hürden verzögerte, konnte diesen Freitagnachmittag Vollzug vermeldet werden. Den Medizincheck hat Churlinov inzwischen bestanden und seinen Vertrag beim Team von Vincent Kompany unterschrieben. Gesicherte 3,5 Millionen Euro, die mit Boni auf fünf Millionen anwachsen können, gehen im Gegenzug nach Stuttgart.

Der FC Augsburg sucht weiterhin nach einem Stürmer. Dieser wird, laut Informationen des Kicker aber nicht Joshua Zirkzee heißen. Auch von einem Interesse an Úmaro Embaló, der als 16-Jähriger kurz vor einem Wechsel nach Leipzig stand, war die Rede. Seinerzeit platzte der Deal aufgrund von Forderungen der Spielerseite. Bei Benfica hat der inzwischen 21-jährige Embaló den Durchbruch verpasst. Da er nicht dem gesuchten Profil des Knipsers entspricht, dürfte ein Wechsel ebenfalls vom Tisch sein.

Das war lange Zeit auch der Status quo zwischen Omar Alderete und Getafe. Inzwischen verständigte sich Hertha BSC mit den Madrilenen über eine Leihe mit Kaufoption. 2020 war der paraguayische Innenverteidiger vom FC Basel nach Berlin gekommen und verbrachte die vergangene Saison leihweise beim Valencia CF, mit denen er Platz 9 sowie das Copa-Finale (5:6 n.E. gegen Real Betis) erreichte.

Auswahl zuletzt vermeldeter Transfers

  • Tanguy Nianzou (FC Bayern München) -> Sevilla FC
  • Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) -> West Ham United
  • Matheus Nunes (Sporting CP) -> Wolverhampton Wanderers
  • Morgan Gibbs-White (Wolverhampton Wanderers) -> Nottingham Forest
  • Cesare Casadei (Inter) -> Chelsea FC
  • Sergio Gómez (RSC Anderlecht) -> Manchester City
  • Giovani Lo Celso (Tottenham Hotspur) -> Villarreal CF (Leihe)
  • Tanguy Ndombélé (Tottenham Hotspur) -> SSC Napoli (Leihe + Kaufoption)
  • Destiny Udogie (Udinese Calcio) -> Tottenham Hotspur
  • Julian Baumgartlinger (vereinslos) -> FC Augsburg
  • Lys Mousset (vereinslos) -> VfL Bochum
  • Jens Petter Hauge (Eintracht Frankfurt) -> KAA Gent (Leihe)
  • Luca Pellegrini (Juventus) -> Eintracht Frankfurt
  • Merlin Röhl (FC Ingolstadt 04) -> SC Freiburg

Photo by Alex Grimm/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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