Transfercheck | De Jong-Transfer als Schlüssel für Lewandowski, Salah-Verlängerung ungewiss

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Die Saison 2021/22 steht in den Geschichtsbüchern. Das heißt auch, dass Schwung in den Transfermarkt kommt. Abschiede wurden verkündet, Neuzugänge festgezurrt, Spieler, deren Verträge auslaufen, treffen Entscheidungen. Und die Gerüchteküche brodelt natürlich. 

Ab sofort wird 90PLUS an jedem Freitag, immer um 20 Uhr, ein Update zu den Geschehnissen auf dem Transfermarkt liefern. Was ist in den letzten Tagen passiert? Welche Gerüchte kursieren aktuell und welche Transfers wurden offiziell verkündet? Diese Kernfragen sollen in einem wöchentlichen Überblick beantwortet werden. 

FC Bayern: Geht Gnabry? Kommt Mané? Personeller Umbruch in München

Der personelle Umbruch beim FC Bayern läuft weiterhin auf Hochtouren. Neben dem wohl bereits feststehenden Abgang von Robert Lewandowski, wenngleich die befragten Verantwortlichen weiterhin auf Vertragserfüllung pochen, ist auch die Zukunft von Serge Gnabry ungeklärt. Wie bei Lewandowski läuft auch sein Vertrag 2023 aus. Eine Verlängerung ist nicht in Sicht. Vereinsseitig soll es zuletzt ein Angebot in Höhe von 19 Millionen Euro pro Jahr gegeben haben. Dieses, so berichtet die Bild nun, habe Gnabry abgelehnt. Weitere Gespräche seien nicht geplant. Will der FC Bayern den nächsten ablösefreien Abgang vermeiden, ist ein Transfer diesen Sommer Pflicht. Gerüchteweise wird Gnabry mit Ex-Klub Arsenal und Real Madrid in Verbindung gebracht. Auf der jüngsten Pressekonferenz der Nationalmannschaft wollte er sich nicht zu seiner Zukunft äußern.

 



 

Dafür scheint der Transfer von Sadio Mané immer konkretere Züge anzunehmen. Wie das Portal Relevo, um die beiden Transferjournalisten Matteo Moretto und Toni Juanmartí, berichtet, habe Mané klargemacht, dass er nur zum FC Bayern wechseln wolle. Jetzt liege es an den Klubs auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Sport1 um Kerry Hau fügte hinzu, dass Sportvorstand Hasan Salihamidžić dabei eine wichtige Rolle gespielt und einen guten Eindruck auf den Spieler selbst sowie Berater Björn Bezemer hinterlassen habe. Salihamidžić habe der Mané-Seite versprochen, dass er der neue Topstar in München werde. Etwas, das ihm andere interessierte Klubs, darunter Paris Saint-Germain, nicht garantieren konnten. Mit einem Gehalt von rund 20 Millionen Euro pro Jahr wäre Mané, so der Transfer zustandekommt, einer von Bayerns Topverdienern. Weiterhin, so der Bericht, steht der Mané-Transfer nicht im Zusammenhang mit dem von Serge Gnabry. Julian Nagelsmann, der mit Mané persönlich gesprochen hat, würde gerne zur neuen Saison beide Spieler im Kader haben.

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FC Barcelona: „Müssen das Dreifache seines Gehalts umsetzen“ – opfert der Klub Frenkie De Jong für Lewandowski?

Im Kader haben möchte der FC Barcelona Robert Lewandowski, was inzwischen bekanntermaßen auf Gegenseitigkeit beruht. Allein, finanziell können sie den Transfer bislang nicht stemmen. Wie die Bild berichtet, besteht der FC Bayern auf mindestens 40 Millionen Euro Ablöse. Im Radiosender RAC1 sagte Finanzvizepräsident Eduard Romeu: „Um Lewandowski zu verpflichten, müsste man zunächst das Dreifache seines Gehalts (momentan rund 23 Millionen Euro pro Jahr, Anm. d. Red.) und die Kosten seines Transfers umsetzen. Unsere Gehaltskosten sind mit 560 Millionen Euro doppelt so hoch wie die der Bayern.“ Auch Erzivale Real Madrid unterböte die Katalanen mit 400 Millionen Euro deutlich.

Heißt im Klartext: Allein mit der Veräußerung von Kaderspielern wird Barcelona finanziell auf keinen grünen Zweig kommen. Sie müssen ans Tafelsilber gehen. Wie wohl sich Frenkie De Jong beim FC Barcelona fühlt, ist bekannt. Um Liquidität herzustellen bleibt ihm aber wohl nichts anderes übrig, als zu wechseln. Laut Fabrizio Romano ist Manchester United interessiert, da es Paul Pogba zurück zu Juventus zieht. Dazu allerdings später mehr. Die beiden Klubs hätten bereits Kontakt hergestellt. Ein offizielles Angebot liege aber noch nicht vor. Barcelona verlange rund 85 Millionen Euro. Das wären zehn Millionen mehr, als die Katalanen im Sommer 2019 an Ajax gezahlt haben.

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Photo by Jason McCawley/Getty Images

Eine Hürde gilt es allerdings noch zu nehmen: De Jong selbst ist noch nicht vom Transfer überzeugt. Nicht nur, weil er sich in Barcelona wohlfühlt. Sondern, so Romano, weil er dort Champions League spielen würde. Das kann ihm das sechstplatzierte Manchester United nicht bieten. Neu-Trainer Erik ten Hag sei ein großer Fan des Wechsels und würde darin ein Statement sehen, dass der Klub nach schweren Jahren infolge des Abgangs von Sir Alex Ferguson wieder nach oben strebt.

In diesem Fall könnte Barcelona weiter an den Deals für Lewandowski und Leeds Uniteds Raphinha arbeiten, sowie den Vertragsverlängerungen von Gavi und Ousmane Dembélé. Bei Sergi Roberto bestehe bereits seit zwei Wochen Einigkeit. Allein, anmelden können sie die Verlängerung aufgrund der finanziellen Probleme noch nicht.

Juventus: Zweiter ablösefreier Deal für Pogba?

Manchester United ist nicht zuletzt an Frenkie De Jong interessiert, weil Paul Pogba den Verein diesen Sommer mit Ablauf seines Vertrags verlassen wird. 2016 kam er als damaliger Weltrekordtransfer für 105 Millionen Euro.

 

 

Nun will ihn der italienische Rekordmeister zum zweiten Mal ablösefrei verpflichten und bietet, so Fabrizio Romano, ein Gehalt von rund 8 Millionen Euro plus Boni. Eine Antwort des Weltmeisters steht noch aus.

Liverpool FC: Geht nach Mané auch Salah?

Es sind schwere Tage für jeden, der es momentan mit den Reds hält. Knapp geschlagen im Meisterrennen, Niederlage im Champions-League-Finale gegen Liverpool, Sadio Mané so gut wie weg – und die Zukunft von Toptorjäger Mohamed Salah ist noch immer ungeklärt. Sein Vertrag läuft 2023 aus.

 

 

Laut The Athletic könnte er sich eine Verlängerung um zwei Jahre vorstellen. Allerdings nur, zu den richtigen Konditionen und deutlich verbesserten Bezügen. Der 29-Jährige sei davon überzeugt, dass er auch mit Mitte 30 noch auf höchstem Niveau abliefern könne. Sollte es zu keiner Einigung kommen, plane er, den Verein ablösefrei zu verlassen. Salah selbst möchte allerdings in der Premier League bleiben. Nach seinem Wechsel aus Basel 2012 war er bereits bis 2016 bei Chelsea unter Vertrag, mit Leihstationen bei der Fiorentina und der Roma, die ihn schließlich für 15 Millionen Euro fest verpflichtete.

Das könnte in Kürze auf dem Transfermarkt passieren

Newcastle United steht kurz vor der Verpflichtung von Hugo Ekitike. Wie Fabrizio Romano berichtet, hat der Stürmer von Stade de Reims bereits einem Fünfjahresvertrag zugestimmt. Nun ginge es nur noch um finale Details, bevor der Deal durchgeht. Auch Borussia Dortmund war an Ekitike interessiert. Der Tabellendritte der abgelaufenen Premier-League-Rückrunde arbeitete in diesem Fall schon länger an einem Transfer.

Dafür könnte der BVB einen anderen, hochtalentierten Stürmer im Verein halten: Youssoufa Moukoko. Schlüssel dafür sei, so Klubboss Hans-Joachim Watzke im Kicker Trainer Edin Terzic: „Youssoufa und Edin haben einen sehr engen Draht.“ Daher erhoffe er sich eine „ordentliche Chance“. Moukoko tat sich vergangene Saison unter Marco Rose extrem schwer, kam auf lediglich 16 Einsätze, davon einen in der Startelf. Im Durchschnitt spielte er lediglich 15 Minuten pro Partie. Die Entscheidung über eine Verlängerung liege beim Spieler selbst. Falle sie negativ aus, sei auch ein Abgang in diesem Sommer denkbar.

Bei der anderen Borussia, der aus Mönchengladbach, ist die Zukunft von Jonas Hofmann weiter offen. Dass Lucien Favre den Trainerposten abgelehnt habe, sei ein Faktor, so der Kicker. Hofmann selbst bestätigte das auf der Pressekonferenz der Nationalmannschaft: „Ich kann nur hoffen, dass diese Thematik schnell geklärt ist, damit jeder in die Planungen gehen kann“, meinte er am Donnerstag. Eine Antwort würde die Lage „für den Verein, die Spieler, das ganze Drumherum vereinfachen“. Zuletzt habe es Telefonate mit Sportdirektor Roland Virkus gegeben. Das sei aber „nicht meine Art“, so Hofmann. „Mir ist es wichtig, dass ich, wenn ich Gespräche führe, meinem Gegenüber in die Augen gucke, und das ist gerade nicht so gut möglich.“ Weitere Gespräche sollen daher nach der Nations League und seinem Urlaub folgen. Hofmann war in der verganenen Saison mit 12 Treffern Toptorschütze der Gladbacher. Seine fünf Assists sind der zweitbeste Wert nach Alassane Pléa (sechs). Die 17 Scorerpunkte sind ebenfalls Mannschaftsspitze.

Paulo Dybala wird Juventus diesen Sommer ablösefrei verlassen. In einem Interview sagte er ESPN: „Ich bin ziemlich ruhig. Die Leute, mit denen ich arbeite, kümmern sich gut. Ich fühle mich in Italien sehr wohl. Natürlich würde ich gerne auch noch andere Ligen, wie die Premier League oder La Liga kennenlernen. Aber ich bin glücklich in Italien.“ Worte, die von Inter äußerst wohlwollend aufgenommen wurden. Der Tabellenzweite der abgelaufenen Serie-A-Saison habe den Spieler in persona Vizepräsident Javier Zanetti bereits vor und nach der Finalissima gegen Italien (3:0) kontaktiert, berichtet Fabrizio Romano. Inters Vorstandsvorsitzender Guiseppe Marotta sagte vor einigen Tagen: „Wir hoffen, dass er zu uns kommen wird.“

Wesentlich weiter ist man, laut Berichten von Fabrizio Romano, bei Ex-Dortmunder Henrikh Mkhitaryan. Ein Angebot der Roma zur Vertragsverlängerung lehnte der Armenier ab.

 

 

Bei Inter wird Mkhitaryan einen Zweijahresvertrag unterschreiben. Ausschlaggebend dafür sei gewesen, dass Inter ihm die Champions League anbieten kann, während sich die Roma als Tabellensechster lediglich für die Europa League qualifizierte.

Auch bei Olympique Lyon bleibt es offensiv. Alexandre Lacazette, dessen Vertrag bei Arsenal auslief, steht laut übereinstimmenden französischen Medienberichten vor einer Rückkehr. 2017 wechselte der Franzose für 53 Millionen Euro nach London. Auch eine Rückkehr des Noch-Müncheners Corentin Tolisso sei ein Thema.

Der Valencia Club de Fútbol wechselt – mal wieder – den Trainer. Erst zu Beginn der Vorsaison kam José Bordalás von Getafe. Nach Platz 9 in der Liga sowie der Niederlage im Copa-Finale gegen Betis (5:6 n.E.) ist seine Amtszeit schon wieder zu Ende.

 

 

Wie Fabrizio Romano berichtet, hat Bordalás Nachfolger bereits einen Vertrag bis 2024 unterschrieben. Handeln soll es sich dabei um Weltmeister Gennaro Gattuso. Nach Engagements bei Milan, Napoli, wo er bereits die Coppa Italia gewann sowie der Fiorentina ist Valencia für Gattuso die erste Auslandsstation.

Auswahl zuletzt vermeldeter Transfers

  • Ivan Perišić (Inter) -> Tottenham Hotspur
  • Antonio Rüdiger (Chelsea FC) -> Real Madrid
  • Adam Hložek (Sparta Prag) -> Bayer Leverkusen
  • Hrvoje Smolčić (HNK Rijeka) -> Eintracht Frankfurt
  • Aurélio Buta (Royal Antwerp) -> Eintracht Frankfurt
  • Filip Uremović (Sheffield United) -> Hertha BSC
  • Sandro Schwarz (Dynamo Moskau) -> Hertha BSC
  • Dirk Kuyt (Beginn der Trainerkarriere) -> ADO Den Haag

Photo by Joosep Martinson/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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