Transfercheck | Bayern arbeitet an De Ligt-Deal, Cristiano Ronaldo nach einem Jahr wieder weg?

De Ligt Transfer Bayern
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Die Saison 2021/22 steht in den Geschichtsbüchern. Das heißt auch, dass Schwung in den Transfermarkt kommt. Abschiede wurden verkündet, Neuzugänge festgezurrt, Spieler, deren Verträge auslaufen, treffen Entscheidungen. Und die Gerüchteküche brodelt natürlich.

Ab sofort wird 90PLUS an jedem Freitag, immer um 20 Uhr, ein Update zu den Geschehnissen auf dem Transfermarkt liefern. Was ist in den letzten Tagen passiert? Welche Gerüchte kursieren aktuell und welche Transfers wurden offiziell verkündet? Diese Kernfragen sollen in einem wöchentlichen Überblick beantwortet werden. 

FC Bayern: Zweiter Königstransfer – Sticht der Rekordmeister Chelsea im Werben um De Ligt aus?

Seit dem Abgang David Alabas im Sommer 2021 ist der FC Bayern auf der Suche nach einem neuen Abwehrchef. Vergangene Saison vermochte sich ein solcher intern nicht herauskristallisieren. Deshalb arbeiten die Verantwortlichen des Rekordmeisters intensiv an einer Verpflichtung von Matthijs De Ligt. Lange Zeit war Chelsea im Rennen um den niederländischen Nationalspieler in der Pole Position, da es für sie die Abgänge von Antonio Rüdiger (Real Madrid) und Andreas Christensen (FC Barcelona) zu kompensieren gilt.

Nun aber scheint sich ein Wechsel De Ligts nach München immer mehr anzudeuten. Wie die deutsche Medienlandschaft um Florian Plettenberg (Sky Sport) sowie Kerry Hau (Sport1) übereinstimmend berichtet, habe sich De Ligt bereits für den FC Bayern entschieden. Spieler und Verein hätten sich demnach bereits mündlich geeinigt. Von einem Fünfjahresvertrag bis 2027 ist die Rede. Laut Plettenberg „liebt“ der Spieler den FC Bayern, der bald ein erstes offizielles Angebot einreichen will. Juventus soll in persona Kalidou Koulibaly (SSC Napoli) bereits an einer Nachfolgelösung arbeiten. Der Name Francesco Acerbi (S.S. Lazio) wurde ebenfalls genannt.

 

 

Auch aus dem Ausland bekommen die Töne einen zunehmend rot-weißeren Anstrich. So berichtet der für Juventus-News äußerst zuverlässige Romeo Agresti, dass der FC Bayern und Juventus auf einer Basis von 75 Millionen Euro, plus 10-15 Millionen an Boni verhandeln. De Ligt selbst wolle Juventus, „zu 100 Prozent“ verlassen. Der FC Bayern sei zuversichtlich, den Deal finalisieren zu können, da Sportvorstand Hasan Salihamidžić als Ex-Spieler der Bianconeri „exzellente Beziehungen“ nach Turin habe, berichtet Kerry Hau.

 

 

De Ligt soll allerdings noch immer nicht der letzte Transfer des FC Bayern in diesem Sommer sein. Wie Hau weiter berichtet, arbeitet man an einer Verpflichtung von Rennes-Toptalent Mathys Tel. Analog zu De Ligt soll auch Tel Salihamidžić bereits sein Wort zu einem Transfer gegeben und auch die Vereinsverantwortlichen sowie Trainer Bruno Génésio über seine Wechselabsichten informiert haben.

Intern soll Génésio mehrmals behauptet haben, Tel sei Frankreichs talentiertester Stürmer seit Karim Benzema. Daher sei er in München – trotz seiner erst 17 Jahre – fest für die erste Mannschaft eingeplant. Tel kann offensiv vielseitig eingesetzt werden. Seine Lieblingsposition ist aber das Sturmzentrum. Der Plan des Rekordmeisters ist somit klar: Langfristig einen Nachfolger für Robert Lewandowski aufzubauen.

„Kein Bestreben ihn abzugeben“ – Gladbach und Farke planen fest mit Thuram

Infolge der enttäuschenden Saison, die Borussia Mönchengladbach zuletzt hinlegte, wurden zahlreiche Akteure mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Einer davon ist Marcus Thuram. Kommendes Jahr läuft sein Vertrag aus. Der aktuelle Transfersommer wäre also die letzte Gelegenheit, den Franzosen gewinnbringend zu veräußern. Daran denkt man von Vereinsseite allerdings nicht.

„Ich erlebe Marcus im Moment total aufgeräumt. Es gibt kein Anzeichen, dass Marcus über andere Dinge auch nur nachdenkt. Und wir haben von unserer Seite auch kein Bestreben, ihn abzugeben, weil er ein außergewöhnlicher Spieler ist“, so Neu-Trainer Daniel Farke im Kicker.

CR7 nicht bei der Sommertour dabei – und nach einem Jahr wieder weg?

Erst zu Beginn der vergangenen Saison holte Manchester United Cristiano Ronaldo zurück ins Old Trafford. Die Saison, die darauf folgte, dürfte aber wohl weder Spieler noch Verein sonderlich zufriedengestellt haben. Zwar wurde Ronaldo mit 17 Premier-League-Treffern – erwartetermaßen – Toptorschütze seines Teams. Dieses belegte am Saisonende allerdings lediglich einen enttäuschenden 5. Platz.

Damit ist United kommende Saison in der Champions League nicht dabei – und CR7 wäre das auch nicht. Ein Umstand, den sich Ronaldo als „Mr. Champions League“, nur schwer leisten kann. Noch schwerer eingedenk der Saison, die Karim Benzema zuletzt auf den Rasen legte.

Cristiano Ronaldo Transfer

Photo by PATRICIA DE MELO MOREIRA/AFP via Getty Images

Nun berichten englische Medien, dass Ronaldo „aus familiären Gründen“ nicht an der Klubreise nach Bangkok teilnehmen wird. Ob er bei der anschließenden Tour nach Australien dabei sein werde, blieb offen. Natürlich ruft das Wechselspekulationen auf den Plan. Wie Sky Sports berichtet, habe Manchester United einen vorzeitigen Abschied des fünfmaligen Weltfußballers ausgeschlossen, soll intern aber offen für Angebote sein. CR7 selbst missfalle am meisten, dass Manchester United kommende Saison nicht in der Champions League dabei sein wird. Seine Berateragentur Gestifute, angeführt von Jorge Mendes, soll daher schon mit Vertretern des Chelsea FC, FC Barcelona sowie FC Bayern gesprochen haben.

Letzterer schob dem Wechsel allerdings mehrmals öffentlich einen Riegel vor. Zuletzt sagte Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn im Kicker: „So sehr ich Cristiano Ronaldo als einen der Größten schätze: Ein Transfer würde nicht in unsere Philosophie passen“.

Das könnte in Kürze auf dem Transfermarkt passieren

Starauflauf in Turin! Während der Abgang von Matthijs De Ligt wohl kurz bevorsteht, landete Ángel Di Maria am gestrigen Donnerstagabend im Piemont. Gut 24 Stunden später folgte ihm Paul Pogba. Beide Transfers sind ablösefrei. Di Maria verließ Paris Saint-Germain nach sieben Jahren. Pogba beginnt seine zweite Amtszeit beim italienischen Rekordmeister.

Juventus ablösefrei verlassen wird Paulo Dybala. Laut Berichten von Fabrizio Romano soll Inter großes Interesse an einem Transfer haben, müsste dafür aber zuerst Spieler wie Edin Džeko, Joaquín Correa oder Alexis Sánchez veräußern. Erst danach werde man entscheiden, ob man an dem Deal weiterhin dranbleibe. Auch bei Manchester United soll der Name Dybala lose diskutiert worden sein.

 

 

Wesentlich konkreter sieht es zwischen Manchester City und dem Chelsea FC für Raheem Sterling. Mit der Spielerseite sollen sich die Blues bereits einig sein, so Fabrizio Romano. Erste Gespräche soll es kurz nach dem Champions-League-Finale gegeben haben. Thomas Tuchel soll bei dem Transfer eine große Rolle gespielt und sich vehement für den Spieler eingesetzt haben. Rund 45 Millionen Pfund soll Sterling kosten. Es gelte lediglich, die Vertragsdetails zu finalisieren, bevor der Wechsel offiziell gemacht werden kann.

Eine ähnliche Summe will City auch für Nathan Aké haben. Auch mit ihrem Eigengewächs sei sich Chelsea bereits einig. Ein offizielles Angebot gäbe es allerdings noch nicht, so Romano.

Auswahl zuletzt vermeldeter Transfers

  • Sébastien Haller (AFC Ajax) -> Borussia Dortmund
  • Steven Bergwijn (Tottenham Hotspur) -> AFC Ajax
  • Axel Witsel (Borussia Dortmund) -> Atlético de Madrid
  • Ko Itakura (Manchester City) -> Borussia Mönchengladbach
  • Lee Buchanan (Derby County) -> SV Werder Bremen
  • Ritsu Doan (PSV Eindhoven) -> SC Freiburg
  • Sargis Adamyan (Club Brügge) -> 1. FC Köln
  • Maya Yoshida (Sampdoria) -> FC Schalke 04
  • Cédric Brunner (vereinslos) -> FC Schalke 04
  • Michael Gregoritsch (FC Augsburg) -> SC Freiburg
  • Ermedin Demirović (SC Freiburg) -> FC Augsburg
  • Kalvin Phillips (Leeds United) -> Manchester City
  • Tyler Adams (RB Leipzig) -> Leeds United
  • Luis Sinisterra (Feyenoord) -> Leeds United
  • Moussa Niakhaté (Mainz 05) -> Nottingham Forest
  • Franck Kessié (AC Milan) -> FC Barcelona
  • Andreas Christensen (Chelsea FC) -> FC Barcelona
  • Luuk De Jong (Sevilla FC) -> PSV Eindhoven
  • Divock Origi (Liverpool FC) -> AC Milan
  • Christophe Galtier (OGC Nice) -> Paris Saint-Germain

Photo by FILIPPO MONTEFORTE/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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