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90PLUS » Umverteilung gefordert: UEFA-Prämien spalten die Bundesliga
Bundesliga

Umverteilung gefordert: UEFA-Prämien spalten die Bundesliga

Lukas Hetterich
09.04.26, 11:43
Lukas Hetterich
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Die Verteilung der UEFA-Prämien sorgt innerhalb der Bundesliga für zunehmende Spannungen. Während einige Klubs eine gerechtere Verteilung fordern, stemmen sich vor allem die Topvereine gegen entsprechende Reformideen.

Ausgangspunkt der Debatte ist ein Vorschlag von DFL-Vize Oliver Leki. Der Freiburger fordert, die enormen Einnahmen aus der Champions League künftig stärker auf Europa League und Conference League zu verteilen. Hintergrund ist die wachsende finanzielle Schere innerhalb der Bundesliga, die laut Leki maßgeblich durch internationale Einnahmen bestimmt wird.

Widerstand von Bayern und BVB

Vor allem beim FC Bayern München und bei Borussia Dortmund stößt dieser Vorschlag aber auf deutlichen Widerstand. Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen hält eine Umverteilung für „illusorisch“ und warnt vor negativen Folgen für den internationalen Wettbewerb. Eine Schwächung der deutschen Topklubs könne langfristig wichtige Punkte im UEFA-Koeffizienten kosten und damit sogar Champions-League-Startplätze gefährden.

Auch Dortmunds Geschäftsführer Carsten Cramer sieht keinen Handlungsbedarf. Für ihn steht der Leistungsgedanke im Vordergrund. Wer sich sportlich für die Champions League qualifiziert, müsse auch entsprechend belohnt werden. Eine Umverteilung würde dieses Prinzip untergraben. Zudem verweisen die Gegner darauf, dass bereits jetzt Teile der Champions-League-Einnahmen in andere Wettbewerbe fließen. Die Europa League und Conference League würden somit indirekt schon unterstützt.

Jan-Christian Dreesen verlässt das DFL-Präsidium.
Foto: Getty Images

Auf der anderen Seite wächst der Druck aus dem Mittelfeld der Liga. Vertreter wie Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt), Fernando Carro (Bayer Leverkusen) oder Christian Heidel (Mainz 05) sehen in der aktuellen Verteilung ein strukturelles Problem.

Hellmann betont, dass internationale Einnahmen inzwischen entscheidend für den Wettbewerb in der Bundesliga seien. Der Sprung in die Champions League werde für viele Vereine dadurch nahezu unerreichbar. Heidel argumentiert ähnlich und verweist darauf, dass selbst eine einmalige Teilnahme bereits einen enormen finanziellen Vorteil verschaffe. Als mögliche Lösung bringt Hellmann neben einer Umverteilung auch einen Salary Cap auf UEFA-Ebene ins Spiel, um die finanzielle Ungleichheit zu begrenzen. Die Debatte um die Verteilung der europäischen Gelder wird die Bundesliga wohl weiter begleiten. Eine schnelle Einigung scheint angesichts der gegensätzlichen Interessen jedoch nicht in Sicht zu sein.

THEMENBorussia DortmundBundesligaFC Bayern MünchenOliver LekiUEFA
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