Augsburg vs Bremen: Abstiegskampf – mit viel Optimismus auf beiden Seiten

Vorschau

Vorschau | Der Abstiegskampf in der Bundesliga spitzt sich zu! Der FC Augsburg, der unter Markus Weinzierl noch auf die ersten Punkte wartet, empfängt Werder Bremen. Der Klub von der Weser steht im Moment nur aufgrund der Tordifferenz vor dem Relegationsplatz.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 15:30 Uhr, live bei Sky.

  • FC Augsburg: Weinzierl optimistisch – „sehr, sehr gute Ausgangsposition“
  • SV Werder Bremen: Kohfeldt will den Klassenerhalt auch nach Samstag in der eigenen Hand haben
  • Voraussichtlich viel Abstiegskampf: Viele Unterbrechungen, kaum Torszenen

FC Augsburg: Optimist Weinzierl will „den Deckel“ draufmachen 

Platz 14, zwei Zähler vor dem Relegationsplatz, trotzdem sieht Rückkehrer Markus Weinzierl (46) die Lage ausschließlich positiv. Auf der Pressekonferenz sprach er von einer „sehr, sehr guten Ausgangsposition“. Kein Wunder, steckte der FCA bei Weinzierls erstem Engagement 2012 in viel größeren Abstiegssorgen und könnte sich selbiger mit drei Punkten gegen biedere Bremer gänzlich entledigen. Man wolle schon an diesem Wochenende „den Deckel auf den Klassenerhalt machen“.



Und wenn nicht? Bremen habe schließlich „aufsteigende Tendenz gezeigt und wird uns alles abverlangen. Sie haben im Pokal gegen Leipzig gezeigt, dass sie gegen die Großen mithalten können und haben auch jetzt gegen Leverkusen gut gespielt“. Beginnt dann das große Zittern ob eines Endspiels in der Allianz Arena? Geht es nach Weinzierl, mitnichten. „Wenn wir den Matchball gegen Bremen vergeben, müssen wir vielleicht in München punkten oder gewinnen. Aber auch das haben wir schon geschafft.“

Weinzierls abermaliges FCA-Debüt bei seiner bisher letzten Station in der Bundesliga, dem VfB Stuttgart, verlief letzten Spieltag nicht wie geplant. Mangelnde Chancenverwertung, dazu eine löchrige Defensive. Das alles ergab unter dem Strich eine verdiente 1:2-Niederlage. Mittendrin: Reece Oxford (22). Weinzierl nahm den Engländer auf der Pressekonferenz in Schutz, lobte seine Qualitäten. Er habe „einen unheimlich guten Kopfball“, sei „zweikampfstark und schnell“. Eine Einsatzgarantie ist das aber nicht. Weinzierl will prüfen, „was wir brauchen, was der Mannschaft guttut und was zu Bremen passt.“

Felix Uduokhai (23) wird es nicht sein. Er fällt weiterhin mit einer Sehnenverletzung im Sprunggelenk aus. Ansonsten kann Weinzierl personell in die Vollen gehen. Die nächste gute Nachricht, auf die der Optimist Weinzierl aufbauen dürfte.

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Werder Bremen: Kohfeldt will Klassenerhalt nach Samstag in der eigenen Hand haben

Werder Bremen steht die Weser im Moment bis zum Hals. Nachdem es zwischenzeitlich so aussah, als wäre man aller Abstiegssorgen ledig, setzte es eine 1:3-Pleite gegen den FC Bayern – und gleich sechs weitere hinterher. Immerhin konnte dieser Horrorserie mit einem 0:0 gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende gestoppt werden. Trotz des kleinen Erfolgs hängen die Bremer weiter mittendrin im Abstiegskampf, mit 31 Punkten trennt sie lediglich die bessere Tordifferenz von Arminia Bielefeld auf dem Relegationsplatz.

In Augsburg geht es daher schon um alles. Nicht zuletzt, weil auch der 1. FC Köln, der am Wochenende in Berlin spielt, auf Platz 17 nur zwei Zähler entfernt ist. Schlimmstenfalls muss Werder also von einem Abstiegsplatz aus in den letzten Spieltag. Damit will sich Florian Kohfeldt (38) aber nicht befassen: „Wir müssen nicht auf andere Mannschaften schauen, weil wir es aus eigener Kraft schaffen können. Das soll auch nach Samstag noch so sein.“

RHR FOTO DE/imago

„In den letzten beiden Spielen (1:2 n.V. gegen Leipzig im DFB-Pokal-Halbfinale/0:0 gegen Leverkusen, Anm. d. Red.) haben wir eine deutliche Leistungssteigerung gesehen und das gibt der Mannschaft ein gewisses Vertrauen. Das stimmt mich für Samstag optimistisch“, so Kohfeldt. Für dieses Spiel in Augsburg müsse Bremen „den passenden Weg finden.“

 

 

Zumindest personell habe Kohfeldt „nur positive Nachrichten zu überbringen“. Das beinhaltet unter anderem Ömer Toprak (31), Marco Friedl (23) sowie Jean-Manuel Mbom (21).

Prognose

Wer einen fußballerischen Leckerbissen erwartet, der hat mit diesem Spiel zwischen Augsburg und Bremen eher die falsche Ausfahrt genommen. Man darf sich auf viel Kampf, viele Unterbrechungen und wenige Torszenen einstellen. Beide Mannschaften werden – wenig überraschend – kaum Risiko eingehen, sodass ein 0:0 nicht das unwahrscheinlichste aller Ergebnisse ist.

 

 

Mögliche Aufstellungen:

FC Augsburg: Gikiewicz – Gumny, Gouweleeuw, Oxford, Iago – R. Khedira – Caligiuri – M. Richter – Hahn, Vargas – Niederlechner

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Moisander, Friedl, Augustinsson – C. Groß – M. Eggestein, Bittencourt – Sargent – Füllkrug, Selke

Bildquelle: imago

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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