Bremen vs. Gladbach: Gelingt die Rettungsmission von Schaaf?

Vorschau

Vorschau | Am letzten Spieltag in der Bundesliga fallen noch zahlreiche Entscheidungen. So auch in Bremen, wo Werder gegen Gladbach spielt. Mit neuem Trainer – und neuem Schwung?

Anstoß der Partie ist am Samstag, 15:30 Uhr, Live bei Sky.

  • Werder Bremen: Last-Minute-Klassenerhalt unter Schaaf?
  • Werder muss auch auf die anderen Plätze schauen
  • Verabschiedet Gladbach Rose mit einem Sieg?

Werder Bremen: Mit Schaaf zum Klassenerhalt

Florian Kohfeldt (38) ist nicht länger Trainer von Werder Bremen. Für das letzte Spiel und gegebenenfalls auch die Relegation wurde er durch Thomas Schaaf (60) ersetzt. Die Ikone von Werder soll nun versuchen, die Mannschaft am letzten Spieltag auf Kurs zu bringen. Das wird nicht einfach. Denn Werder ist neun Spiele in der Bundesliga nacheinander ohne Sieg. Zuletzt gab es ein 0:2 in Augsburg, das letztlich zur Trennung von Trainer Kohfeldt führte. 

Das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach ist nun die Chance, die Saison noch irgendwie zu retten. Die Ausgangslage ist aber alles andere als günstig. Werder Bremen steht auf dem Relegationsplatz, ist einen Punkt hinter Arminia Bielefeld, das gegen Stuttgart ran muss. Hinter Werder steht der 1. FC Köln, der aber das vermeintlich leichteste Spiel gegen den bereits abgestiegenen FC Schalke 04 absolvieren darf. Bei einem Sieg wäre für Werder die Relegation sicher, bei einem Remis oder einer Niederlage ist man auf Schützenhilfe angewiesen. 

Schaaf Bremen

Photo by Imago

Die Frage ist, was der erfahrene Thomas Schaaf bewirken kann. Viele taktische Elemente einzuüben ist in dieser kurzen Zeit nicht möglich. Der neue Übungsleiter wird folglich Gespräche führen und versuchen, die Mannschaft zu motivieren. Dass Schaaf für neue Impulse sorgen kann, ist klar. Mit seiner Erfahrung und seiner ganz bestimmten Art kann er nochmal Einfluss nehmen. Doch die Mannschaft muss darüber hinaus eine bessere Leistung zeigen als es zuletzt der Fall war. 

Im Offensivdrittel muss Werder versuchen, sich bessere Chancen herauszuarbeiten und diese auch zu verwerten. Außerdem sollten die individuellen Fehler in der Defensive ausbleiben. Christian Groß (32) wird aufgrund einer Sperre nicht mithelfen können, auch Milos Veljkovic (25) und Nick Woltemade (19) stehen nicht zur Verfügung. 

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Gladbach: Ein letzter Sieg unter Marco Rose?

Auch die Gäste aus Mönchengladbach haben am letzten Spieltag noch etwas vor. In Bremen will sich Gladbach-Trainer Marco Rose (44) noch mit einem positiven Resultat verabschieden. Die letzten Wochen waren allerdings durchaus turbulent. Nach dem feststehenden Abgang des Trainers entwickelten sich die Dinge nicht so, wie man es sich bei der Borussia erhofft hat. Und so gehen die Fohlen auf Rang acht in den letzten Spieltag, können aber noch an Union Berlin vorbeiziehen und die Conference League erreichen. 



 

 

Am vergangenen Wochenende hätte Gladbach die Weichen dafür eigentlich stellen können, doch gegen den VfB Stuttgart verspielten die Fohlen eine 1:0-Führung. Gladbach begann dominant, ließ aber zunächst Chancen aus und später Stuttgart in das Spiel kommen. Die Niederlage am Ende bedeutete auch, dass der VfB selbst noch gute Chancen auf besagte Conference League hat. 

Vier Siege, drei Niederlagen und ein Remis: Die letzten Wochen rund um Borussia Mönchengladbach waren ein Wechselbad der Gefühle. Die Fohlen spielten phasenweise guten Fußball, mitunter aber sehr erschreckend schwach, wie beim 0:6 in München. Konstanz fehlte und gegen Stuttgart merkte man vergangene Woche auch, dass in der Schlussphase auch der nötige Wille nicht mehr vorhanden war, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. 

Das sind natürlich keine guten Voraussetzungen. Immerhin ist die Personallage entspannt. Mamadou Doucoure (23), Torben Müsel (21) und Julio Villalba (22) fehlen, die Stammkräfte stehen dem Trainer aber allesamt zur Verfügung. Oscar Wendt (35), der den Klub im Sommer verlassen wird, dürfte in jedem Fall einen Einsatz erhalten. 

Prognose

Für Werder Bremen geht es in diesem Spiel nahezu um alles. Die Gastgeber brauchen einen Sieg und müssen gleichzeitig noch auf Schützenhilfe hoffen. Die Effekte des Trainerwechsels könnten dafür sorgen, dass Kräfte freigesetzt werden. Verlieren wird Werder dieses Spiel dementsprechend nicht, muss aber auf die Konkurrenz schauen. 

Mögliche Aufstellungen: 

Werder Bremen: Pavlenka – Selassie, Toprak, Moisander, Augustinsson – Eggestein, Möhwald, Bittencourt, Schmid, Rashica – Füllkrug

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini (Wendt) – Kramer, Zakaria, Neuhaus, Hofmann – Stindl, Plea

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Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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