CL – Vorschau | Gruppe H: Dortmund, Real Madrid, APOEL, Tottenham

Weitere Ligen

Die neue Champions League-Saison steht vor der Tür: Am 12. September startet der Wettbewerb um die Krone des europäischen Vereinsfußballs. Wir haben einen Blick auf die Teams geworfen.

Im letzten Teil befassen wir uns mit der Gruppe H: Dortmund, Real Madrid, APOEL, Tottenham

Hier geht’s zur Gruppe A – FC Basel, Benfica Lissabon, ZSKA Moskau, Manchester United

Hier geht’s zur Gruppe B – Paris Saint-Germain, FC Bayern München, RSC Anderlecht, Celtic Glasgow

Hier geht´s zur Gruppe C – Atletico Madrid, FC Chelsea, Quarabag Agdam, AS Roma

Hier geht´s zur Gruppe D – Sporting, FC Barcelona, Juventus, Olympiakos

Hier geht´s zur Gruppe E: FC Sevilla, NK Maribor, Spartak Moskau, FC Liverpool

Hier geht´s zur Gruppe F: SSC Neapel, Feyenoord Rotterdam, Manchester City, Shakhtar Donetsk

Hier geht´s zur Gruppe G: Besiktas Istanbul, RB Leipzig, AS Monaco, FC Porto

 

 

Borussia Dortmund

(2016/17 | Europa: Champions League Viertelfinale / Liga: 3.)

(Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images )

Das Jahr nach Tuchel und Dembélé

Der BVB blickt auf eine sehr ereignisreiche letzte Saison mit vielen Höhepunkten, leider aber auch einigen Negativerlebnissen zurück. Tiefpunkt der Saison war sicherlich der Anschlag auf den Mannschaftsbus der Borussia kurz vor dem Hinspiel gegen die AS Monaco im Champions League Viertelfinale. Das Aus gegen die Monegassen sollte daher differenziert betrachtet werden. Denn zuvor zeigte man insbesondere in der Königsklasse ansprechende Leistungen. Die Gruppenphase schlossen die Schwarzgelben ohne Niederlage mit dem Gruppensieg ab und landeten so sogar vor dem späteren Champions League Sieger Real Madrid. Der Umbruch nach den Abgängen von Mats Hummels, Henrikh Mkhitaryan und Ilkay Gündogan gelang schneller als gedacht, obwohl in der Liga bei Weitem nicht alles klappte. Ansprechenden Leistungen wie beispielsweise gegen Bayern im Hinspiel folgten unnötige Punktverluste gegen vermeintlich kleinere Teams. So landete man am Ende in der Liga auf Platz drei, gewann aber auch den DFB-Pokal.

Signifikante Transfers

Zugänge: Andrey Yarmolenko (27; Dynamo Kiew; 25 Millionen Euro), Maximilian Philipp (23; SC Freiburg; 20 Millionen Euro), Mahmoud Dahoud (21; Bor. M’gladbach; 12 Millionen Euro), Ömer Toprak (28; Bayer Leverkusen; 12 Millionen Euro), Jadon Sancho (17; Manchester City U18; 8,73 Millionen Euro), Jeremy Toljan (23; TSG Hoffenheim; 5 Millionen Euro), Dan-Axel Zagadou (18; Paris SG; ablösefrei), Neven Subotic (28; 1.FC Köln; Leih-Ende), Dominik Reimann (20), Jacob Bruun Larsen (18) – beide eigene Jugend
Abgänge: Ousmane Dembélé (20; FC Barcelona; 105 Millionen Euro), Matthias Ginter (23; Bor. M’gladbach; 17 Millionen Euro), Emre Mor (20; Celta Vigo; 13 Millionen Euro), Sven Bender (28; Bayer Leverkusen; 12,5 Millionen Euro), Adrián Ramos (31; CQ Dangdai Lifan; 12 Millionen Euro), Pascal Stenzel (21; SC Freiburg; 4 Millionen Euro), Mikel Merino (21; Newcastle United; Leihgebühr: 3 Millionen Euro), Felix Passlack (19; TSG Hoffenheim; Leihe)

Problemzone Defensive

Bei einer Tordifferenz von 72:40 Toren in der abgelaufenen Spielzeit lagen die Probleme der Borussia ganz klar in der Defensive. 40 Gegentore waren schlichtweg zu viel, sodass man dem FC Bayern in der Rückrunde nie wirklich gefährlich nahe kommen konnte und sogar dem Aufsteiger RB Leipzig den Vortritt lassen musste. In den ersten beiden Ligaspielen der aktuellen Runde blieb der BVB ohne Gegentreffer, die Defensive stand sehr stabil. Dies wird auch in den Gruppenspielen entscheidend sein. Ziel ist ganz klar das Erreichen der K.O.-Phase. Dazu wird man neben den beiden Spielen gegen Nikosia auch den Direktvergleich gegen Tottenham gewinnen müssen. Mit Spielern wie Mahmoud Dahoud, Maximilian Philipp und Andrey Yarmolenko hat sich Dortmund in der Breite sehr gut verstärkt und der lange verletzte Mario Götze zeigt sich ebenso wie Christian Pulisic in Frühform. Die Umsetzung der Spielphilosophie unter dem neuen Trainer Peter Bosz scheint sich schnell zu entwickeln. Ob dies auch gegen die großen Teams wie Real Madrid und Tottenham Hotspur funktionieren wird, bleibt abzuwarten.

Player to Watch – Christian Pulisic

Der 18-jährige gebürtige Amerikaner Christian Pulisic gilt als eines der großen Talente des BVB. In der vergangenen Saison war der Rechtsfuß mit insgesamt 43 Spielen und 13 Toren ein wichtiger Bestandteil des Teams. Auch in der amerikanischen Nationalmannschaft stand er schon in 16 Spielen auf dem Platz und erzielte dabei sieben Treffer. Ebenso wie Thomas Tuchel scheint auch der jetzige BVB-Coach Peter Bosz auf ihn zu bauen – bisher mit Erfolg. Auf eine größtenteils gute Vorbereitung folgten für den dribbelstarken Rechtsaußen bisher zwei überragende Spiele in der Liga. Diese Form und dieses Potenzial gilt es nun in den kommenden Wochen und Monaten zu bestätigen.

90PLUS Prognose: Mit Dortmund ist zu rechnen

Der Abgang von Dembélé hat sich bisher nicht bemerkbar gemacht. Schafft der BVB es, die aktuelle Form zu halten und auch in der Königsklasse abzurufen, sehe ich sie sogar gegen Tottenham leicht im Vorteil. Auch Real Madrid tat sich schon in der Vergangenheit immer sehr schwer gegen die Dortmunder. Noch ist die Saison sehr jung und die Entwicklungen der einzelnen Teams nur schwer absehbar, doch holt man aus den Spielen gegen die Spurs mindestens vier Punkte, wird man in Europas Eliteklasse überwintern. In der K.O.-Phase wird dann vieles davon abhängen, wen man zugelost bekommt und ob die Leistungsträger fit bleiben.

Nico Scheck

 

Real Madrid

(2016/17: Europa: Champions League Sieger / Liga: 1.)

(Photo by OSCAR DEL POZO/AFP/Getty Images)

Geschichte geschrieben

Die „Königlichen“ schafften in der vergangenen Runde etwas historisches: Zum ersten Mal konnte ein Gewinner der Champions League seinen Titel auch verteidigen (die Gewinner aus dem Europapokal der Landesmeister sind hier ausgenommen)! Im Finale setzte sich das Team von Trainer Zinedine Zidane (überraschend) deutlich mit 4:1 gegen Juventus Turin durch. Auch auf nationaler Ebene konnte keine andere Mannschaft Real das Wasser reichen. Der spanische Rekordmeister sicherte sich seine erste Meisterschaft seit dem Jahr 2012. Mit diesem Double feierte man die erfolgreichste Saison seit langem. Die individuellen Lorbeeren folgten im Anschluss: Sergio Ramos (bester Abwehrspieler), Luka Modric (bester Mittelfeldspieler) und Cristiano Ronaldo (bester Angreifer) wurden im Rahmen der Champions League Auslosung geehrt. Der portugiesische Weltstar heimste dabei auch noch den Titel „Europas Fußballer des Jahres“ ein – was für gelungenes Jahr für die Madrilenen.

Signifikante Transfers

Zugänge: Theo Hernández (19; Atletico Madrid; 30 Millionen Euro), Dani Ceballos (20; Betis Sevilla; 16,5 Millionen Euro); Marcos Llorente (22; Deportivo Alaves; Leihende), Borja Mayoral (20; VfL Wolfsburg; Leihende), Jesus Vallejo (20; Eintracht Frankfurt; Leihende), Luca Zidane, Achraf Hakimi (19, 18; eigene Jugend)

Abgänge: Alvaro Morata (24; Chelsea; 62 Millionen Euro), Danilo (26; Manchester City; 30 Millionen Euro), James Rodriguez (26; FC Bayern München; Leihe/Gebühr 13 Millionen Euro), Mariano Diaz (23; Olympique Lyon; 8 Millionen Euro), Diego Llorente (23; Real Sociedad; 7 Millionen Euro), Burgui (23; Deportivo Alaves; 3 Millionen Euro), Pepe (33; Besiktas Istanbul; ablösefrei), Ruben Yanez (23; FC Getafe; ablösefrei), Fabio Coentrao (29; Sporting Lissabon; Leihe)

Erneut eine Klasse für sich?

In dem wohl verrücktesten Transferfenster aller Zeiten, hat sich ausgerechnet der jahrelange Halter von Ablöserekorden zurückgehalten. Der Rekordsieger der Königsklasse erwirtschaftete in seiner Transferbilanz am Ende sogar einen Gewinn von 76,5 Millionen Euro! Die „Königlichen“ haben ihre Titelverteidiger weitestgehend zusammen gehalten. Nur in der Sturmmitte herrscht nach dem Abgang von Morata ein wenig Personalknappheit, ob der junge Mayoral diese schließen kann, sollte eher angezweifelt werden. Grundsätzlich wurde sich vor allem unter dem Gesichtspunkt „Zukunft“ verstärkt: Hernandez und Ceballos (bester Spieler der U21-EM 2017) stellen sinnvolle Alternativen auf ihren jeweiligen Positionen dar, zudem sollen zuvor verliehene Spieler wie Llorente oder Vallejo nach einem überzeugendem Aufenhalt im Ausland jetzt den nächsten Schritt bei Real machen. Der Kader wirkt in diesem Jahr auf den ersten Blick sogar noch homogener und frischer. Der Start in die Liga hat dies nicht unbedingt bestätigt, nach drei Spielen hat man lediglich fünf Punkte. Der aktuell gesperrte Cristiano Ronaldo wird vor dem Tor schmerzlich vermisst. Ansonsten haben die Madrilenen bei den Triumphen im spanischen (gegen den FC Barcelona) und europäischen Supercup (gegen Manchester United) gezeigt, dass im Normalfall auch in diesem Jahr der Titel nur über sie gehen wird.

Player to Watch – Marcos Asensio

Der König von Madrid wird im nächsten Februar 33 Jahre alt, keiner weiß, wie lange Ronaldo noch der dominante Spieler in der Real-Offensive sein wird. Falls die „CR7-Ära“ irgendwann mal enden sollte, steht bereits ein Nachfolger bereit: Marcos Asensio. Der 21-Jährige zeigte in den letzten Monaten derart starke Leistungen, dass er in den spanischen Medien bereits als „Prinz von Madrid“ bezeichnet wird. Im letzten Jahr kam frisch gebackene spanische Nationalspieler noch oftmals von der Bank und traf dabei unter anderem beim „Thriller“ gegen den FC Bayern im Viertelfinale und dann auch später im Endspiel gegen Juventus. Aufgrund der Sperre von Ronaldo darf Asensio zurzeit starten und steht bereits bei vier Pflichtspieltreffern in der Saison 17/18. Dabei stechen vor allem die beiden Traumtore gegen Barca im Supercup hinaus. Derzeit scheint es ziemlich unwahrscheinlich, dass Asensio seinen Platz nach Rückkehr des Platzhirschs wieder räumen muss, da der flexible Offensivspieler auch anderweitig eingesetzt werden kann – zum Leidwesen von Karim Benzema oder Gareth Bale.

90PLUS-Prognose: Titel-Hattrick?

Nach den Auftritten gegen Barcelona und United war jedem Beobachter klar: Auch in diesem Jahr geht der Titel nur über Real Madrid. Die meisten Spieler im Kader sind aktuell auf der qualitativen Spitze ihres Leistungsvermögens, zudem ist der Kern auch schon über Jahre eingespielt. Das Erreichen der KO-Runde sollte keine wirkliche Hürde werden. Nach dem Winter wird sich jede Mannschaft wünschen, den „Königlichen“ aus dem Weg zu gehen. Der Titel-Hattrick ist in dieser Saison durchaus möglich!

Marius Merck

 

APOEL Nikosia

(2016/17: Europa: Europa League Achtelfinale / Liga: 1.)

(Photo by SAKIS SAVVIDES/AFP/Getty Images)

Und jährlich grüßt das Murmeltier…

Nichts neues in Zypern: APOEL war auch in der letzten Saison das Maß aller Dinge – dies war bereits die fünfte Meisterschaft in Folge, seit 2013 ging der Titel kontinuierlich an den Rekordmeister. Auch in Europa präsentierte man sich ordentlich: Nachdem man in der Qualifikation für die Champions League am FC Kopenhagen scheiterte, setzte man sich in der Europa League in einer Gruppe mit Olympiakos Piräus, Young Boys Bern und dem FC Astana durch. In der Zwischenrunde folgte dann der größte Triumph der Vereinsgeschichte: Die Mannschaft schmiss Athletic Bilbao aus dem Wettbewerb (2:3; 2:0). Danach war jedoch gegen den RSC Anderlecht Endstation.

Signifikante Transfers

Zugänge: Roland Salai (20; Puskas AFC; 2 Millionen Euro), Andreas Makris (21; FC Walsall; 200.000 Euro), Ghayas Zahid (22; Valerenga; ablösefrei), Jesus Rueda (30; Beitar Jerusalem; ablösefrei), Tommy Oar (25; Brisbane Roar; ablösefrei), Mickael Poté (32; Demirspor; ablösefrei), Minas Antoniou (23; Aris Limassol; ablösefrei), Praxetelis Vouros (22; Olympiakos Piräus; ablösefrei), Raul Gudino (21; FC Porto; Leihe), Carlao (31; FC Turin; Leihe)

AbgängePieros Sotiriou (24; FC Kopenhagen; 2,5 Millionen Euro), Urko Pardo, Kyriakos Aretas (34, 20; beide Alki Oroklini; ablösefrei), David Barral (34; FC Cadiz; ablösefrei), Inaki Astiz (33; Legia Warschau; ablösefrei), Rafael Romo (27; KFCO Beerschot; Leihe)

Chance in der Hammergruppe?

APOEL gewann die Paarungen gegen F91 Düdelingen, FC Viitorul und Slavia Prag in der Qualifikation für die Königsklasse. Dadurch hat der Rekordmeister Zyperns erst ein Saisonspiel absolviert, dieses gewann man souverän mit 4:1 gegen Nea Salamis. Auch in diesem Jahr ist das Team wieder vor AEL Limassol und Erzrivalen Omonia Nikosia der haushohe Favorit auf die Meisterschaft. Dieses Unterfangen erfolgt allerdings mit einem neuen Trainer: Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Thomas Christiansen (u. a. VfL Bochum) verließ den Verein in Richtung Leeds United, auf ihn folgte Georgios Donis. Der neue Coach setzt auf 4-2-3-1 System, mit den in Europa nicht unbekannten Lorenzo Ebelicio (ehemals Ajax) und Igor de Camargo (ehemals Borussia Mönchengladbach) als Fixpunkte in der Offensive.

Player to Watch – Igor de Camargo

Der ehemalige belgische Nationalspieler ist mittlerweile in Zypern gelandet. Bei APOEL war der 34-Jährige in der letzten Saison mit neun Treffern der zweitbeste Torschütze, in diesem Jahr startete er gleich mit einem Doppelpack gegen Salamis. Nach dem Abgang von Sotiriou ist die gesamte Offensive auf den ehemaligen Gladbacher zugeschnitten. Mit der großen Bühne hat de Camargo übrigens keine Probleme: 2011 rettete er die Borussia aus Gladbach in der Relegation mit einem Treffer in der Nachspielzeit gegen den VfL Bochum.

90PLUS-Prognose: Europa League wäre ein Traum…

… aber selbst dieser dürfte sich in diesem Jahr nicht erfüllen. Die Konkurrenz ist in der Gruppe einfach zu stark. Selbst ein Punktgewinn wäre gegen jedes der anderen Teams eine dicke Überraschung. Wenigstens kann die Truppe ohne Druck ganz locker aufspielen.

Marius Merck

 

Tottenham Hotspur

(2016/17 | Europa: CL-Gruppenphase & Europa League Zwischenrunde / Liga: 2.)

(Photo ADRIAN DENNIS/AFP/Getty Images)

International ausbaufähig

Die vergangene Saison verlief für die Spurs national sehr gut. Mit 86 Punkten schloss man die Premier League als Zweites hinter dem FC Chelsea ab und konnte sich so direkt für die Champions League qualifizieren. International jedoch muss man die Saison 2016/17 als gescheitert abstempeln. Dem Aus nach der Champions League-Gruppenphase mit nur zwei gewonnen Spielen (beide gegen ZSKA Moskau) folgte auch das direkte Aus in der Europa League-Zwischenrunde nach einem 0:1 und 2:2 gegen den belgischen Erstligisten KAA Gent. So möchte das Team unter Trainer Mauricio Pochettino diese Saison besonders international erfolgreicher auftreten. Der Ligastart jedoch verlief mit vier Punkten aus drei Spielen nicht optimal.

Signifikante Transfers

Zugänge: Davinson Sánchez (21; Ajax Amsterdam; 40 Millionen Euro), Serge Aurier (24; Paris SG; 25 Millionen Euro), Fernando Llorente (32; Swansea City; 15,1 Millionen Euro), Juan Foyth (19; Estudiantes; 9 Millionen Euro), Paulo Gazzaniga (25; FC Southampton), Kyle Walker-Peters (20; eigene Jugend)
Abgänge: Kyle Walker (27; Manchester City; 51 Millionen Euro), Kevin Wimmer (24; Stoke City; 19,4 Millionen Euro), Nabil Bentaleb (22; FC Schalke 04; fest verpflichtet; 19 Millionen Euro), Clinton N’Jie (24; Olympique Marseille; fest verpflichtet; 7 Millionen Euro), Federico Fazio (30; AS Rom; fest verpflichtet; 3,2 Millionen Euro)

Kampf um Platz 2

Top-Favorit auf den Gruppensieg ist definitiv der Titelverteidiger Real Madrid. Zum Auftakt der Gruppenphase spielt man direkt daheim gegen Borussia Dortmund. Bereits hier dürften die ersten Weichen für den weiteren internationalen Verlauf gestellt werden. Ziel der Spurs ist und muss die Qualifikation für das Champions League-Achtelfinale sein. Da aber auch der BVB ähnliche Ambitionen hat, wird dies sicherlich ein Zweikampf auf Augenhöhe.
Nach den Abgängen von Kyle Walker und Kevin Wimmer hat man mit den Verpflichtungen von Davinson Sánchez und Serge Aurier mehr als adäquaten Ersatz geholt. Insbesondere der erst 21-jährige Kolumbianer, der mit 40 Millionen Euro der teuerste Neuzugang der Klubgeschichte ist, war international heiß begehrt. So soll auch der FC Barcelona an einer Verpflichtung interessiert gewesen sein. Trotzdem ist der Kader gerade in der Offensive recht dünn besetzt. Zudem wurden weder Vincent Jansson noch Èrik Lamela für den Champions League-Kader berücksichtigt, sodass man für den gesetzten Harry Kane nur den neu verpflichteten Fernando Llorente als Backup hat.

Player to Watch – Eric Dier

Der 23-jährige Rechtsfuß geht nun in seine vierte Saison für Tottenham, seit er 2014 für knapp 5 Millionen Euro von Sporting Lissabon verpflichtet wurde. In der Saison 2015/16 avancierte Dier zum absoluten Stammspieler und kam wettbewerbsübergreifend auf 51 Einsätze. Auch in der abgelaufenen Spielzeit stand der englische Nationalspieler in 48 Spielen auf dem Feld und erzielte dabei zwei Tore. Obwohl seine Hauptposition eher im zentralen defensiven Mittelfeld liegt, wurde er in der vergangenen Saison meist auf der Innenverteidigerposition eingesetzt. Die bisher positive Entwicklung des bis 2021 an Tottenham gebundenen Defensivspezialisten ist auch den Top-Clubs in Europa nicht verborgen geblieben. So soll auch der FC Bayern an einer Verpflichtung interessiert gewesen sein. Diese Saison gilt es für Dier, die bisherige Entwicklung insbesondere international zu bestätigen und den nächsten Schritt zu vollziehen.

90PLUS-Prognose: Zweikampf mit Dortmund

Die Gruppe H ist sicherlich die Hammergruppe der diesjährigen Champions League-Gruppenphase. Real Madrid dürfte sich im Normalfall den Gruppensieg sichern. Dahinter wird es zum Zweikampf zwischen den Spurs und dem BVB kommen. Das Ziel von Tottenham ist ganz klar das Erreichen des Achtelfinals. Dazu müssen die Spiele gegen APOEL Nikosia gewonnen werden und auch gegen Real ist zumindest beim Heimspiel etwas Zählbares möglich. Gegen die Dortmunder wird bereits das erste Spiel im eigenen Stadion vermutlich wegweisend sein. Holt man hier die drei Punkte und stolpert auch nicht gegen Nikosia, ist das Überwintern in der Königsklasse durchaus realistisch.

Nico Scheck

 

 

 

 

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