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90PLUS » Zu früher Hype? Die Gründe für die Schwankungen bei El Mala
Bundesliga

Zu früher Hype? Die Gründe für die Schwankungen bei El Mala

Manuel Behlert
08.02.26, 18:52
Manuel Behlert
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Nach seinen ersten Spielen in der Bundesliga war der Hype rund um Said El Mala, den Offensivspieler des 1. FC Köln, recht groß. Kein Wunder, denn der dribbelstarke Spieler zeigte vor allem als Joker sehr gute Leistungen. 

Wenn er gegen müde Abwehrbeine mit seinem großen Tempo andribbeln konnte, dann überrumpelte er die gegnerischen Defensivspieler nicht selten. Er erarbeitete sich und seinem Team Torchancen, er wurde von den Fans gefeiert.

Es reichte für El Mala sogar für eine Nominierung für die DFB-Elf von Julian Nagelsmann. Dort konnte er ein wenig reinschnuppern und ihm wurde bewusst, dass er für die Nationalelf auch in Zukunft ein Kandidat ist, wenn er entsprechend gute Leistungen zeigt.

El Mala muss Formschwankungen erdulden

Nach seinen Blitzstart in die Saison wurden die Rufe nach der Startelf natürlich schnell laut. Und Lukas Kwasniok, der Trainer des 1. FC Köln, setzte ihn auch mehrfach von Beginn an ein. Doch in diesen Spielen hatte der Offensivakteur nicht den gleichen Einfluss wie als Joker kommend. Er musste sich umstellen, sein Spiel ein wenig besser dosieren, was ihm zu Beginn nicht allzu leicht fiel. Deswegen pendelte El Mala in der Saison oftmals zwischen der Startelf und der Bank. Einerseits, um ihn an den Rhythmus zu gewöhnen, andererseits, um seine Stärken von der Bank immer wieder ausspielen zu können.

Said El Mala
Foto: Getty Images

Mittlerweile ist die Rückrunde nicht nur angebrochen, hier sind schon vier Spieltage absolviert. Und El Mala stand bisher 21-mal in der Bundesliga auf dem Platz, kommt auf sieben Tore und drei Vorlagen. Zehn Scorerpunkte in knapp 1100 Minuten: Das liest sich absolut hervorragend. Und für die erste Bundesliga-Saison sind das auch absolut vorzeigbare Statistiken. Dass diese von seinem großen Einfluss als Joker etwas beschönigt werden, ist dabei gar nicht das Thema. Auch wenn es interessant ist, dass er nur drei seiner zehn Scorerpunkte in den Spielen erreichte, in denen er mehr als 45 Minuten spielte.

Zweifellos war El Mala in den letzten Wochen, auch im Spiel am Sonntag gegen Leipzig (1:2), nicht am absoluten Leistungsmaximum angekommen. Gute Ansätze gab es, aber es fehlte die letzte Präzision, mal die Überzeugung, dann wieder die richtige Entscheidungsfindung. Ist das Meckerei auf einem hohen Niveau? Wahrscheinlich schon. Aber gemessen am Hype zu Saisonbeginn sollte man auch eine hohe Erwartungshaltung haben dürfen.

Warum es El Mala derzeit schwer hat

Doch warum läuft es momentan nicht so gut? Das hat mit mehreren Komponenten zu tun. Einerseits kann El Mala in der ersten Saison auf diesem hohen Niveau noch gar nicht Woche für Woche funktionieren. Vielleicht besser als aktuell, aber eben nicht perfekt. Hinzu kommt, dass sich die gegnerischen Abwehrreihen nun auf ihn eingestellt haben. Heißt konkret, dass sie wissen, sie sie mit ihm umgehen müssen, wie er sich bewegt, welche Räume er gerne andribbelt. Das ist vor allem deswegen für die Gegner so schnell darstellbar gewesen, weil El Mala für die Kölner ein ganz essenzielles Element in der Offensive ist und man oftmals versucht, ihn einzusetzen.

Hinzu kommt, dass der 1. FC Köln zu Saisonbeginn insgesamt mit mehr Schwung und Struktur gespielt hat als es jetzt der Fall ist. Mit der Euphorie des Aufstiegs im Rücken und dem Gefühl, nichts zu verlieren zu haben, startete der Effzeh in die neue Spielzeit. Doch die Dinge haben sich geädert, im Verlauf der Saison geriet Trainer Kwasniok zunehmend in die Kritik, weil der Spielstil sich alles andere als positiv entwickelte. Außerdem gab es noch Probleme in der Defensive, die personeller Natur waren, wodurch man von den eigenen Aufbaumechanismen ein wenig abweichen musste. Und jeder weiß: Wenn die Defensivstabilität fehlt, wird es für Offensivspieler umso schwerer, Freiräume zu bekommen.

Es sind also viele Faktoren, die dafür sorgen, dass es rund um Said El Mala momentan ein wenig ruhiger geworden ist. Er selbst kämpft darum, in Topform zu kommen. Der 1. FC Köln kämpft darum, wieder flüssiger und strukturierter zu spielen. Das sollte man entsprechend einordnen können. Deswegen sind die Formschwankungen zwar eine Tatsache, aber auch irgendwie kein großes Probleme. Früher Hype hin oder her.

THEMENSaid El Mala
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