Borussia Mönchengladbach kämpft momentan gegen die Krise in der Bundesliga. Eugen Polanski, der Trainer der Fohlen, der eine gewisse Euphorie zu Beginn entfachen konnte, hatte sich mit seinem Team viel vorgenommen.
Bei Leverkusen war derweil die Frage offen, welches Gesicht die Mannschaft zeigen wird. In den letzten Wochen hatte die Werkself nämlich mal starke, mal eher schwache Spiele im Repertoire.
Guter Start der Gladbacher
Von Beginn an waren die Fohlen von Borussia Mönchengladbach zumindest recht giftig und gallig, griffen mitunter früh an. Leverkusen konnte sich direkt in den Anfangsminuten auch mal schnell und präzise befreien, aber die ganz großen Chancen gab es in der Anfangsphase nicht. Dafür wurde der erste Konzentrationsfehler in der Defensive gleich bestraft. Die Leverkusener Abwehr vertändelte den Ball, die Fohlen nutzten das sofort für den Abschluss, den Janis Blaswich aber noch parieren konnte. Yannik Engelhardt nutzte den Abpraller dann aber zur Führung.
Die aggressive Gangart der Fohlen, die mitunter aufblitzte, machte Leverkusen das Leben reichlich schwer. Die Werkself konnte das eigene, gewohnte und gewünschte Spiel nicht oder nur zu selten aufziehen. Dass sich dann auch noch technische Fehler von eigentlich technisch starken Spielern wie Aleix Garcia dazugesellten, war alles andere als ideal. Leverkusen tat sich auch weiterhin sehr schwer, die Fohlen hatten rund um die Halbstundenmarke aber auch Probleme, die eigenen Umschaltsituationen gut zu Ende zu spielen.

Kurz vor der Pause kam Leverkusen dann überraschend zum Ausgleich. Ein Garcia-Schuss wurde von Philipp Sander noch ins eigene Tor abgefälscht. Verdient war das nicht. Das 1:1 war dann der Pausenstand.
Leverkusen besser, aber mit wenig Durchschlagskraft
Die Werkself kam gefestigter und mit einer besseren Grundordnung aus der Kabine, spielte auch selbst kontrollierter. Gladbach musste jetzt deutlich mehr verteidigen, es schaffen, Lücken zu schließen. Mehr Sprints waren notwendig, nach vorne ging nicht allzu viel. Nach 58 Minuten ging plötzlich eine Lücke für Jens Castrop auf, doch sein Schuss aus spitzem Winkel konnte von Blaswich pariert werden. Beide Teams wechselten jetzt. unter anderem kam Exequiel Palacios bei Bayer Leverkusen in die Partie.
Kein Team drückte richtig auf die Führung, aber der Plan von Bayer ging in Halbzeit zwei schon klar besser auf als der der Fohlen. Wieder hätte Leverkusen nach 75 Minuten beinahe eine Nachlässigkeit der Fohlen ausgenutzt, quasi im Gegenzug gab es dann eine Engelhardt-Chance.
In der absoluten Schlussphase kam Gladbach kaum mehr aus der eigenen Hälfte. Trotzdem: Es passierte nichts mehr direkt vor den Toren.

