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90PLUS » 45-Minuten-Blackout: Warum Dortmunds CL-Abend ein Warnsignal ist
Champions League

45-Minuten-Blackout: Warum Dortmunds CL-Abend ein Warnsignal ist

Lukas Hetterich
21.01.26, 10:53
Lukas Hetterich
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Borussia Dortmund hat sich in der Champions League selbst um eine gute Ausgangslage gebracht. Die Niederlage bei Tottenham Hotspur war weniger eine Frage der Qualität des Gegners als ein Spiegel der eigenen Schwächen, vor allem in einer ersten Halbzeit, die sinnbildlich für einen Abend zum Vergessen stand.

Statt eines mutigen Auftritts zeigte der BVB einen 45-minütigen Blackout, der das Spiel früh entschied und die direkte Achtelfinalqualifikation durch das 0:2 in weite Ferne rücken ließ. Schon nach wenigen Minuten war spürbar, dass Dortmund keinen Zugriff bekam. Tottenham spielte aggressiv, konzentriert und nutzte die Passivität der Gäste gnadenlos aus. Während die Spurs ihre personellen Probleme ausblendeten (es fehlten 13 Profis), wirkte der BVB gehemmt und gedanklich zu langsam.

Nach 45 Minuten standen erschreckende Zahlen: kein eigener Torschuss, nur 36 Prozent gewonnene Zweikämpfe und 38 Prozent Ballbesitz. „Wir haben in der ersten Hälfte nicht gut gespielt. Wenn du so passiv ins Spiel gehst, wird es schwierig“, brachte Trainer Niko Kovac die Leistung auf der Pressekonferenz nach dem der Partie treffend auf den Punkt.

Erste Halbzeit als Sinnbild des BVB-Problems

Das 0:1 durch Cristian Romero nach 14 Minuten war exemplarisch für Dortmunds defensive Nachlässigkeit. Julian Brandt verlor im Strafraum die Orientierung, Tottenham blieb wach und nutzte die zweite Aktion. Auch danach änderte sich wenig. Die Fünferkette um Yan Couto und Daniel Svensson wurde permanent überlaufen, ohne dass aus dem Zentrum Unterstützung kam.

Der Platzverweis gegen Svensson nach VAR-Eingriff (26.) war hart, aber er passte ins Bild eines überforderten Auftritts. In Unterzahl verlor der BVB endgültig die Kontrolle. Dominic Solanke erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 und das Spiel war praktisch entschieden. „Ohne Aggressivität, ohne Zweikampfführung“, kritisierte Kovac später deutlich.

Innenverteidiger Nico Schlotterbeck sprach bei Prime Video von einem kollektiven Versagen: „Die ersten fünf Minuten waren okay. Danach haben wir schlecht verteidigt und sind in einen Trott gekommen, in dem wir jeden Ball verloren haben.“ Besonders ärgerlich aus Dortmunder Sicht: ein kriselndes Tottenham war keineswegs überragend. „Sie waren nicht besser, als wir erwartet haben“, stellte Schlotterbeck klar.

Zu spätes Erwachen nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel reagierte Kovac konsequent. Mit Emre Can und Julian Ryerson kamen zwei Spieler, die Charakter ins Spiel brachten. Trotz Unterzahl wirkte Dortmund plötzlich stabiler und mutiger. Der BVB hatte mehr Ballbesitz, suchte Lösungen und ließ defensiv kaum noch etwas zu.

BVB
Foto: Getty Images

„In der zweiten Halbzeit wollte auf einmal jeder den Ball“, erklärte Schlotterbeck. Tatsächlich war nun zumindest zu erkennen, wie Dortmund dieses Spiel gleich von Beginn hätte angehen müssen. Ein Ryerson-Freistoß und ein später Kopfball von Schlotterbeck sorgten für etwas Gefahr, doch echte Torgefahr blieb aus. Tottenham verwaltete die Führung abgeklärt.

Unterm Strich bleibt eine bittere Erkenntnis: Dortmund hat dieses Spiel nicht wegen der Roten Karte oder wegen individueller Qualität verloren, sondern wegen einer erschreckend schwachen ersten Hälfte. Sportdirektor Sebastian Kehl fand deutliche Worte: „Die Chance, die wir heute hatten, haben wir fahrlässig in der ersten Halbzeit verspielt.“

Genau darin liegt das Warnsignal für den BVB. Die Schwaz-Gelben zeigten erneut, dass sie auf höchstem Niveau zu oft erst reagieren müssen, statt Spiele aktiv zu gestalten. Gegen einen stark geschwächten Gegner fehlten von Beginn an Intensität, Klarheit und Kontrolle. Nun droht dem BVB, der vor den Partien am Mittwoch auf Rang 12 in der Tabelle abgerutscht ist, erneut der Umweg über die Playoffs. Gegen Inter Mailand am letzten Spieltag braucht es zwingend einen Sieg. Klar wurde allerdings, dass die Champions League solche Halbzeiten nicht verzeiht.

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