Nach dem 1:1 zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Arsenal war der Elfmeter in der Schlussphase das große Thema. Das sagen die Trainer.
Die Werkself hatte einem der Top-Favoriten auf den Henkelpott über nahezu 90 Minuten Paroli geboten und steuerte dank des Kopfballtores von Robert Andrich – dem Trainer Kasper Hjulmand eine „überragende Leistung“ attestierte – bereits auf einen überraschenden Heimsieg zu. Von Arsenal kam derweil wenig, mal fehlte es den Engländern an Kreativität im letzten Drittel, mal machten technische Fehler dem Team von Mikel Arteta zu schaffen.
Doch in der 87. Minute drang Noni Madueke, der nach seiner Einwechslung dringend benötigten frischen Wind bei den Nordlondonern brachte, von rechts in den Strafraum ein und ging nach einer Grätsche von Malik Tillmann zu Boden. Schiedsrichter Halil Umut Meler entschied auf Elfmeter, dabei war es eher der Engländer, der den Leverkusener traf.
Arsenal-Coach Arteta über Havertz-Tor: „Fußball ist ein witziges Spiel“
Die Entscheidung hielt jedoch auch dem VAR-Check stand. Heimkehrer Kai Havertz nahm sich der Sache an und verwandelte souverän. Bayer 04 reist nicht mit einem Sieg im Rücken nach London, im Rückspiel ist alles offen. Die Szene aus der Schlussphase blieb auch nach Abpfiff das Thema des Tages.
„1:0 wäre natürlich besser als 1:1. Es ist kein Elfmeter. Manchmal muss der Schiedsrichter nicht zuerst pfeifen. Wenn er pfeift, ist es keine glasklare Fehlentscheidung und dann bleibt es dabei“, sagte Hjulmand während der anschließenden Pressekonferenz. Der Blick des Dänen ging jedoch gleich in Richtung Rückspiel in London: „Arsenal hat viel Druck. Wir freuen uns auf das Spiel, aber erstmal liegt der Fokus auf Bayern.“

„Sehr wichtig, logisch“, wusste Arteta um die Bedeutung des Havertz-Tores und sprach lieber über die wechselhafte Leistung seiner Elf als über die umstrittene Entscheidung. „Fußball ist ein witziges Spiel und schreibt tolle Geschichten“, so der Spanier über die erfolgreiche Rückkehr des deutschen Nationalspielers.

