Zum Abschluss der Ligaphase in der Champions League empfing Eintracht Frankfurt die Tottenham Hotspur. Während die Hessen bereits vor dem letzten Spieltag keine Chance mehr auf die K.-o.-Runde hatten, ging es für die Spurs noch um den direkten Einzug ins Achtelfinale. Am Ende setzte sich die Mannschaft von Thomas Frank verdient mit 2:0 durch und ließ der SGE kaum Möglichkeiten, das eigene Aus in der Königsklasse versöhnlich zu gestalten.
VAR rettet Frankfurt früh
Die Partie begann mit einem frühen Schreckmoment für die Gastgeber. Bereits nach zwei Minuten lag der Ball im Frankfurter Tor, doch Schiedsrichter Jesus Gil Manzano nahm den Treffer nach VAR-Überprüfung zu Recht zurück. Destiny Udogie hatte zuvor im Abseits aktiv eingegriffen und seinen Gegenspieler blockiert, ehe Randal Kolo Muani und Xavi Simons die Szene vollendeten. Der Ex-Frankfurter wurde bei seinem ersten Ballkontakt lautstark ausgepfiffen.
Frankfurt agierte in der Anfangsphase passiv, kam kaum in die gegnerische Hälfte und ließ den Spurs viel Raum für Ballbesitz. Die Gäste erhöhten den Druck aber weiter: Nach einer Hereingabe von Kolo Muani verpassten zunächst Udogie und später Wilson Odobert nur knapp (27.). Zwei Minuten später folgte der nächste Nackenschlag für die Eintracht, als Odobert nach Zuspiel von Simons aus der Distanz nur den Pfosten traf (29.). Kurz darauf patzte Santos im Spielaufbau, doch er bügelte seinen Fehler selbst aus und parierte gegen Simons (30.).
Die SGE blieb offensiv harmlos, setzte aber kurz vor der Pause ein Ausrufezeichen: Ellyes Skhiri chipte die Kugel perfekt in den Lauf von Hugo Larsson, dessen Abschluss aber an der Latte landete (45.). Mit einem insgesamt ausgeglichenen, aber chancenarmen 0:0 ging es in die Kabinen.

Kolo Muani trifft, Solanke macht den Deckel drauf
Nach dem Seitenwechsel schlug Tottenham sofort zu. In der 47. Minute nutzten die Spurs eine unsortierte Frankfurter Defensive eiskalt aus. Nach einer langen Flanke von Xavi Simons legte Romero per Kopf in die Mitte ab, wo Kolo Muani völlig frei stand und aus kurzer Distanz einschob. Ausgerechnet der Ex-Frankfurter sorgte für die Führung. Die Eintracht bemühte sich anschließend um mehr Spielanteile, blieb aber ideenlos. Weder Aurelio Buta (53.) noch die eingewechselten Offensivkräfte konnten daraus Kapital schlagen. Tottenham blieb dagegen jederzeit gefährlich: Kolo Muani verfehlte per Kopf knapp (61.), wenig später zwang Pape Sarr Kaua Santos zu einer weiteren Parade (63.).
Die Entscheidung fiel in der 77. Minute. Nach einem missglückten Kopfball von Mahmoud Dahoud schaltete der eingewechselte Dominic Solanke am schnellsten, nahm den Ball auf, legte ihn sich zurecht und schloss aus halbrechter Position flach ins linke Eck ab. Frankfurt hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen, Tottenham spielte die Partie souverän zu Ende.
Mit dem Auswärtssieg sichert sich Tottenham den vierten Platz in der Abschlusstabelle der Ligaphase und damit den direkten Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Die Eintracht beendet die europäische Reise bereits nach der Ligaphase und bleibt mit lediglich vier Punkten weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück.

