Beim 1:2 gegen den FC Bayern sah Real Madrid gerade defensiv nicht immer gut aus. Ein Neuzugang steht weiter in der Kritik.
Während Trent Alexander-Arnold in der Offensive ein belebendes Element war und den wichtigen Anschlusstreffer durch Kylian Mbappe mustergültig vorbereitete, offenbarte der Rechtsverteidiger einmal mehr seine Schwächen gegen den Ball. Beim Führungstor durch Luis Diaz ließ der Neuzugang den Kolumbianer in seinem Rücken entwischen und schaffte es nicht, die Gasse für den Steckpass von Serge Gnabry zu schließen.
Gerade auf der Insel, wo Alexander-Arnold schon länger einen schweren Stand hat, wurde erneut Kritik am langjährigen Liverpool-Star laut. „Hört mal, ich habe es satt. Immer dasselbe in jedem wichtigen Spiel. Alle reden davon, wie gut die Pässe sind, aber was ist mit den Grundlagen? Der Verteidigung. Auf diesem Niveau, in der Champions League kann man nicht einfach so abschalten“, wurde ManUnited-Legende Roy Keane gegenüber CBS (via Mundo Deportivo) deutlich.
Keane findet Abwehrverhalten von Real-Neuzugang „lächerlich“
„Das ist ein kindischer Fehler. Sich von Luis Díaz so übertrumpfen zu lassen, als wäre man gar nicht da? Lächerlich“, ließ der Ire kein gutes Haar am Abwehrverhalten des 27-Jährigen: „Er verteidigt weiter, als hätte er noch nie in seinem Leben Rechtsverteidiger gespielt. Wichtige Spiele erfordern großartige Verteidiger, und im Moment ist er weit davon entfernt, einer zu sein.“ Schon in der Vergangenheit wurde Alexander-Arnold vom früheren beinharten Abräumer Keane mehrmals hart kritisiert.

Obwohl er spielerisch zu den besten Außenverteidigern der Welt gehört, spielt der Real-Star wegen seiner Defizite im Rückwärtsgang auch in der englischen Nationalmannschaft derzeit keine Rolle. Nationaltrainer Thomas Tuchel berief für die März-Länderspiele zwar gleich 35 Spieler für die Three Lions, Alexander-Arnold fehlte jedoch im Aufgebot. Selbst als Jarell Quansah verletzt absagen musste, griff der deutsche Coach nicht auf den Neu-Madrilenen zurück, sondern holte Arsenal-Verteidiger Ben White nach über drei Jahren zurück in die Nationalmannschaft.

