Borussia Dortmund hatte am Dienstagabend in der UEFA Champions League Atalanta aus Bergamo zu Gast. Die Schwarzgelben wollten sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel verschaffen, wussten aber auch um die Qualitäten der Italiener, die in der Liga zuletzt eine Aufholjagd gestartet haben.
Dortmund kam aus einer guten Phase in der Bundesliga, in der man zwar nicht immer fußballerisch überzeugen konnte, aber die notwendigen Ergebnisse einfahren konnte. Das sorgte für eine breite Brust bei den Schwarzgelben.
Und genau das war der Kovac-Elf auch anzumerken. Schon von Beginn an gab es eine klare Marschroute. Trotz der personellen Sorgen in der Abwehr war eine gute Grundstabilität spürbar und es dauerte nicht lange bis Serhou Guirassy das 1:0 per Kopf erzielte. Übrigens wieder einmal nach Flanke des starken Julian Ryerson.
BVB-Sieg gegen Atalanta sowohl souverän als auch wichtig
Gute Starts hatten die Dortmunder schon häufiger. Nicht selten wurde man dann in der Folge fahrig und verlor den Fokus. Gegen Atalanta spielten die Schwarzgelben aber reifer, ließen nicht allzu viel zu. Nur, wenn Ederson im Mittelfeld mal richtig aufdrehen konnte, hatten die Bergamaschi ihre Durchbrüche. Diese wurden auch gleich zweimal sehr gefährlich. Dass Gregor Kobel aber mal richtig eingreifen musste, das war nicht wirklich der Fall. Das 2:0 für den BVB, erzielt von Maximilian Beier, sorgte dann schon für einen beruhigenden Vorsprung.
Und ja, die Kovac-Elf hätte im Idealfall sicher noch ein drittes Tor nachlegen können, insgesamt steht unter dem Strich aber ein Sieg, der souverän war und der vor allem ohne Gegentor über die Bühne gebracht wurde. Sicher weiter sind die Dortmunder natürlich noch nicht, aber die Ausgangslage ist sehr gut. Das weiß auch der Trainer, Niko Kovac, der trotzdem warnte. Das Duell ums Ticket fürs Achtelfinale „wird sicherlich ein heißer Tanz werden“, betonte der Kroate und hob die gute Unterstützung der Fans in Bergamo noch einmal hervor. Der Grundstein ist aber gelegt.

Was der BVB aus dem Atalanta-Spiel mitnehmen kann
Für den BVB hat der wichtige Sieg gegen die Norditaliener gezeigt, dass der aktuelle Ansatz auch auf dieser Bühne funktioniert. Die Dortmunder spielen recht pragmatisch, was kein Problem ist, solange die Siege dabei eingefahren werden. Jetzt war es aber ein erster Teil eines K.O.-Spiels, also eine ganz andere Ausgangslage und Herausforderung als in der Bundesliga. Und dass der BVB auch hier gewonnen hat, auch hier den eigenen Plan durchzog und das auch recht konstant über die gesamte Spielzeit schaffte, ist ein Fortschritt. Es war eine Reifeprüfung, auch aufgrund der Tatsache, dass ein sehr junger Luca Reggiani, der seine Sache gut machte, auf dem Feld stand.
Und diese hat der BVB bestanden. Das ist vor dem Spiel in Leipzig und den Herausforderungen danach im Rückspiel in Bergamo und zuhause gegen den FC Bayern eine sehr gute Nachricht. Zumal in Kürze auch Spieler wie Nico Schlotterbeck, Niklas Süle und dann bald auch Emre Can wieder zur Verfügung stehen. Einen Schritt muss der BVB aber noch machen, um die Saison erfolgreich zu gestalten: Jetzt geht es um Konstanz auf diesem Niveau. Spiele wie das zähe 3:2 gegen Heidenheim sollten zur absoluten Seltenheit werden. Dann kann viel möglich sein.

