Donnerstag, Oktober 29, 2020

Bundesliga | Frühe Entlassungen, stolpernde Topteams und Aufsteigerjubel

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Julius Eid
Julius Eid
Redakteur

7 Awards – Bundesliga | Schon nach dem zweiten Spieltag der Bundesligasaison kam es zu zwei Trainerentlassungen und weiteren, faustdicken Überraschungen. Hier sind die sieben Awards zum ereignisreichen Wochenende.

  • Zwei Trainer entlassen
  • Dortmund und Bayern stolpern
  • Aufsteiger feiern Siege

“Müde Meister”-Award: FC Bayern

Wer die letzten Monate des europäischen Fußballs beobachtet hat, dürfte immer wieder zu der Einschätzung gekommen sein, dass Hansi Flicks (55) Bayern unbesiegbar sind. In diesem Kalenderjahr verlor der deutsche Rekordmeister kein einziges Ligaspiel. Neben den nationalen Triumphen folgte der Champions-League-Titel und der Gewinn des europäischen Supercups. Beim maschinenartigen Vorgehen der Münchner schien die Kritik am dünnen Kader fast vergessen.

(Photo by Alexandra Beier/Bongarts/Getty Images)

Doch diese Kritik dürfte nach diesem Wochenende zurückkehren. Denn nach dem Spiel in Budapest unter der Woche, schienen die Bayern so gar nicht in die Partie gegen starke Hoffenheimer zu finden. Am Ende stand eine 4:1-Niederlage und damit das Ende von Flicks Serie. Kurz vor Ende des Transferfensters, mit dem Blick auf eine Saison deren Spielplan brechend voll ist, sollte dieser Spieltag bei Bayerns Funktionären noch einmal für Handlungsbedarf gesorgt haben.

“Das alte Spiel”-Award: BVB

Manchmal scheint Fußball, trotz aller Analysen, unerklärlich. Zu diesen unerklärlichen Teilen des Spiels dürften mittlerweile auch manche Auftritte des BVB zählen. Wie so oft in den letzten Jahren taten sich die Dortmunder gegen ein vermeintlich schwächeres Team, den FC Augsburg, enorm schwer. Bei all der individuellen Klasse und Spielfreude, die Trainer Favre (62) aufbot, war der Auftritt der Borussia schon beinahe erschreckend.

(Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

Der FC Augsburg hingegen sah seine Chance gegen den Favoriten und spielte über 90 Minuten diszipliniert, gewann am Ende verdient. Lucien Favre muss sich nun wieder einmal der schon zur Gewohnheit gewordenen Kritik stellen. Das einzig Positive des zweiten Spieltages dürften für Anhänger des BVB die Ergebnisse der Konkurrenz sein.

“Ausgeglichen”-Award: Leipzig und Bayer Leverkusen

Mit Leipzig und Bayer Leverkusen trafen am zweiten Spieltag zwei Mannschaften aufeinander, denen viele Experten die Chance auf einen Champions League Platz voraussagen. Am Ende trennte man sich mit einem 1:1 und bei beiden Klubs wurde deutlich, dass man die Abgänge des Sommers noch nicht wirklich kompensieren konnte.

Leverkusen dominierte zwar größere Teile des Spiels, konnte schlussendlich aber nicht gefährlich genug werden, um ein gewinnbringendes Tor zu erzielen. Beide Teams werden sich nun weiter entwickeln und verbessern müssen, um wieder oben anzugreifen.

“18 sind genug!”-Award: Schalke 04

Nach einer schallenden Niederlage zum Saisonauftakt gegen Bayern München, hing der Haussegen bei Schalke schon früh in der Saison wieder schief. Doch nicht nur die Niederlage gegen die Münchner machte das Duell gegen Werder Bremen zum Schicksalsspiel für Trainer David Wagner (48). Immerhin konnte der Coach saisonübergreifend 17 Spiele lang keinen Sieg mehr einfahren. Und gegen Bremen folgte eine erneute Niederlage (1:3).

(Photo by Christof Koepsel/Getty Images)

Die Schalker Führungsebene ließ im Anschluss nicht lange auf sich warten und verkündete das Ende der Zusammenarbeit. 18 Spiele ohne Sieg waren dann wohl doch genug. Warum man diese Entscheidung bis in die neue Saison mitschleppte, anstatt nach der katastrophalen Rückrunde Konsequenzen zu ziehen? Das bleibt wohl ein weiteres Mysterium des krisenerprobten Vereines aus Gelsenkirchen.

“Byerlorzer”-Award: Mainz 05

Mainz 05 kann man nur aus einem Grund die früheste Trainerentlassung der Saison nicht anerkennen: Die Schalker waren etwas schneller. Am Montag musste jedenfalls auch Achim Beierlorzer (52) gehen, auch hier gab es schon den gesamten Sommer Gerüchte über Probleme zwischen Coach und Mannschaft. Auch hier steht die Frage im Raum, wie sinnvoll es ist mit einem Trainer in die Saison zu starten, der so angeschlagen ist, dass er nach zwei Partien nicht mehr zu halten ist.

Nachdem das Team in der vergangenen Woche geschlossen den Trainingsbetrieb verweigerte, kam am Ende weder die Entlassung noch die Niederlage gegen den VfB Stuttgart wirklich überraschend. Wer eine Definition von “gegen den Trainer spielen” sucht, sollte sich dringend um eine Aufzeichnung der Partie bemühen.

“Den wollte er so”-Award: Jóan Símun Edmundsson

Arminia Bielefeld dürfte mit den ersten beiden Spieltagen der Saison überaus zufrieden sein. Trotz souveräner Zweitligameisterschaft gilt die Arminia für viele als Abstiegskandidat Nummer ein. Doch aus den ersten sechs möglichen Punkten konnte man nun schon vier sichern.

Dies lag, gegen zahnlose Kölner, auch an Siegtorschütze Jóan Símun Edmundsson (29), der aus spitzem Winkel das einzige Tor der Partie erzielte. So wirklich gewollt schien der Treffer auf diese Art nicht gefallen zu sein, doch Trainer Neuhaus (60) zeigte sich im Nachgang sicher: “Den wollte er genau so!”

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

“Aufsteiger-Ausbeute”-Award: VfB Stuttgart

So wirklich ruhig ist es um den VfB Stuttgart nie. Gerade bestimmen Datenschutzverletzungen des Vereines die Diskussionen rund um die Cannstätter. Doch zur Abwechslung scheint zumindest sportlich vieles zu funktionieren.

Schon zu Saisonbeginn scheiterte man nur knapp gegen den SC aus Freiburg und zeigte eine ordentliche Leistung, nun konnte man gegen Mainz einen hohen Sieg und damit die ersten drei Punkte der Saison sichern. 1:4 gewannen die Stuttgarter am Ende gegen indisponierte Mainzer. Der erste Schritt Richtung Klassenerhalt?

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