„Deutschland weltweit nur noch zweite Reihe“ – Pressestimmen zu EM-Aus gegen England

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News | Deutschland ist im EM-Achtelfinale gegen England ausgeschieden. Einmal mehr konnte die DFB-Elf spielerisch kaum überzeugen, es bleibt ein fahler Nachgeschmack nach dieser Turnierleistung. Hier die Pressestimmen zum Spiel und dem Ende der Ära Löw.

Nach EM-Aus: Löw „hinterlässt eine Nationalmannschaft voller Baustellen“

Deutschland:

Zeit: „Raus ohne Applaus. Vier Spiele hatte die deutsche Elf, viermal geriet sie in Rückstand, nur einmal spielte sie wirklich gut, beim 4:1 gegen Portugal. Eine Entwicklung, spielerisch oder atmosphärisch, war bei der so viel beschworenen Turniermannschaft nicht zu erkennen.“

Merkur: „Joachim Löw erlebt ein trauriges Ende als Bundestrainer. Dafür ist er selbst verantwortlich. Er hinterlässt eine Nationalmannschaft voller Baustellen.“

Welt: „Vieles wird sich nun ändern bei der Nationalmannschaft. Muss sich ändern. Nach zwei frühen Ausscheiden bei großen Turnieren in Folge ist deutlich geworden: Deutschland ist weltweit nur noch in der zweiten Reihe, gehört derzeit nicht zur Elite.“

Spiegel: „Dieses Team hat Spieler von hohem Niveau, viele sind Leistungsträger in internationalen Topklubs. Aber als Elf hat die Nationalmannschaft schon lange nicht mehr funktioniert, und das muss sich auch der Bundestrainer ankreiden lassen.“

Stern: „In seinen 15 Jahren als Bundestrainer hat Joachim Löw den Deutschen das schöne Spiel beigebracht. Das ist sein Vermächtnis. Am Ende seiner Amtszeit jedoch fehlten ihm die Ideen für einen Neuanfang. Löw geht als Mangelverwalter.“

Eurosport: „So bleibt in der Rückschau auf dieses Turnier eine Art Potpourri dieses Trainers, der mit seiner Mannschaft zu besten Zeiten mit Offensivfußball wie gegen Portugal eine ganze Nation begeistern konnte, aber sich in der Summe mit seinem übertriebenen Respekt vor angeblich überlegenen Gegnern zu oft selbst im Weg stand – und damit noch größeren Erfolgen.“

„England verbannt einige alte Gespenster, bezwingt Deutschland verdient“

England:

Mirror: „Der Sieg für England hatte das perfekte Timing für eine Nation, die 16 Monate unter der Corona-Krise gelitten hat. Für eine Nation, die Hoffnung, Freude und einen guten Grund dafür gebraucht hat, alle Beschränkungen zu vergessen und zu feiern.“

Times: „England verbannt einige alte Gespenster, bezwingt Deutschland verdient.“

Sun: „In einem rockenden Wembley zeigte Gareth Southgates Team ein unenglisches Gespür für Verstand, als sie die Deutschen zu Tode langweilen auf ihrem Weg zum vierten Spiel in Serie ohne Gegentor.“

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International:

L’Équipe: „Die Todesgruppe ist… tot. Es hat kein Wunder gegeben im Fußballtempel. Zeit für die Hansi-Flick-Ära.“

Corriere dello Sport: „Sterling und Kane bringen Southgate ins Viertelfinale nach Rom. Die Engländer gewinnen eine schöne und ausgeglichene Partie. Die Mannschaft von Löw ist zu ungenau im Angriff und wird von Müller ans Messer geliefert. Sterling und Kane schreiben Geschichte im Wembley.“

AS: „Wembley tobt. Löw verabschiedet sich auf die denkbar schlechteste Weise.“

Foto: IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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