EM | Hummels: „Jogi hat Feuer!“ – Sieht Mannschaft auf gutem Weg

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Gruppe F

News | Mit dem 4:2-Sieg gegen Portugal hat die DFB-Elf ein erstes Ausrufezeichen bei dieser EM gesetzt. Routinier Mats Hummels merkt, dass der Funken so langsam überspringen könnte. Das begründet Hummels auch mit dem ehrgeizigen Auftreten von Bundestrainer Joachim Löw.

Hummels über Löw: Will „noch einmal maximal erfolgreich sein“

Während die 0:1-Niederlage der DFB-Elf gegen Frankreich höchstens noch als passable Leistung bewertet wurde, konnte Deutschland beim 4:2 über Portugal absolut überzeugen. Ein fulminanter Sieg, der als erstes echtes Ausrufezeichen der Deutschen Nationalmannschaft seit langer Zeit gewertet werden kann. „Die Mannschaft“ scheint bei dieser Europameisterschaft angekommen. Für Innenverteidiger Mats Hummels (32) hängt das sehr mit der Arbeit von Bundestrainer Joachim Löw (61) zusammen. „Jogi hat Feuer! Das verkörpert er jeden Tag“, bestätigt Hummels der Sport Bild. „Er hat Bock, ist energisch und will zum Abschluss seiner großen Karriere als Bundestrainer noch einmal maximal erfolgreich sein. Das spürt hier jeder von uns.“

Auch deshalb hielt Löw nach der EM-Auftaktniederlage an dem 3-4-3-System fest – und wird sich nach dem Portugal-Spiel bestätigt gesehen haben. „Gegen Frankreich war die Dreierkette gar nicht rein dem Gegner geschuldet“, so Hummels. „Wenn wir mit zwei offensiv ausgerichteten Außenverteidigern agieren, dann verspricht dieses System Angriffswucht.“ Er halte es zudem für vollkommen richtig, sich taktisch ein Stück am Gegner zu orientieren – auch als Deutschland. „Es ist wichtig, einer starken Mannschaft wie Frankreich nicht das zu geben, was sie wollen. Auf Top-Niveau ist es unvermeidlich, sich dem Gegner anzupassen.“ Das mache nicht nur Löw so, Jürgen Klopp und Thomas Tuchel hätten beim BVB ähnlich gearbeitet.

EM: „Können die Menschen wieder schnell hinter uns bringen“

Mit dem Sieg über Portugal hofft Hummels, dass die DFB-Elf die Menschen wieder begeistert. „Ich habe das Gefühl, dass wieder näher dran sind als vor ein paar Monaten.“ Die Menschen würden laut dem 32-Jährigen merken, dass die Spieler stolz sind, Deutschland repräsentieren zu dürfen. „Wir müssen uns in der Chancenverwertung steigern. Aber wenn wir das hinbekommen und dabei die gleich Einstellung wie zuletzt zeigen, können wir die Menschen wieder schnell hinter uns bringen.“

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Bezüglich seiner eigenen Zukunft beim DFB hält sich Hummels alle Türen offen. Der BVB-Profi könne sich grundsätzlich vorstellen, auch noch die Turniere 2022 und 2024 zu bestreiten. „Dafür muss allerdings vieles passen: meine Leistungen, meine Fitness, die Pläne des neuen Bundestrainers Hansi Flick„, erklärte der 74-fache Nationalspieler.

Foto: IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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