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90PLUS » Celta Vigo vor der Brust: So kann Freiburgs Europareise weitergehen
Europa League

Celta Vigo vor der Brust: So kann Freiburgs Europareise weitergehen

Manuel Behlert
08.04.26, 20:36
Manuel Behlert
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Der SC Freiburg bekommt es in der Europa League im Viertelfinale mit Celta Vigo aus Spanien zu tun. Die Breisgauer sind das einzige Team aus Deutschland, das noch im Wettbewerb zu finden ist. Geht es nach dem SCF, dann soll das auch so bleiben. 

Allerdings sind die Spanier kein Team, das man eben im Vorbeigehen mal besiegt. Die Freiburger müssen zweimal auf dem allerhöchsten Niveau spielen und dabei einen kühlen Kopf bewahren. Wie das gehen kann? Nun, das hat man selbst gerade for wenigen Tagen bei 2:3 zuhause gegen den FC Bayern gezeigt.

Bis auf die Schlussviertelstunde absolvierten die Freiburger nämlich dort ein Spiel nach Maß. Und gaben damit die Marschroute vor.

Stabilität unter Schuster als Schlüssel

Was Freiburg auf jeden Fall auszeichnet ist eine sehr gute Grundstabilität. Unter Julian Schuster hat sich das Team weiterentwickelt und hat es geschafft, die Stringenz im eigenen Spiel zu erhöhen. Dass junge Spieler eingebunden werden, das ist in Freiburg keine Neuigkeit mehr, aber auch Schuster ist es gelungen, einem Johan Manzambi nicht nur zu Einsätzen zu verhelfen, sondern ihn auch noch weiter zu fördern und zu entwickeln. Zudem ist der Fußball von einer absoluten Klarheit geprägt.

Die Breisgauer spielen intensiv, verfolgen den Gegner gerne über das ganze Feld, aber haben auch darüber hinaus die technischen Fertigkeiten, um sich aus Drucksituationen zu befreien. Diese Mischung ist es, die das Team stark macht. Dass mitunter die letzte Konstanz fehlt, um noch erfolgreicher zu sein, ist angesichts der Voraussetzungen eine Tatsache, die man hinnehmen muss. Julian Schuster schafft es schon, zumindest an das Maximum dessen, was möglich ist, heranzukommen.

Julian Schuster
Foto: Getty Images

Vorteilhaft ist, dass es Freiburg bisher in dieser Saison gelungen ist, auf internationalem Parkett in vielen Spielen zu überzeugen. Auch Ergebnisse wie das Hinspiel in Genk (1:2) im Achtelfinale haben die Freiburger nicht zu sehr beschäftigt. Man spielte im Rückspiel das, was man spielen kann – und gewann deutlich. Das spricht auch für das Vertrauen in die eigene Stärke.

Worauf Freiburg aufpassen muss

Nun aber zum Gegner der Breisgauer. Celta Vigo ist eine Mannschaft, die sich in Spanien in den letzten Monaten auch sehr gut entwickelt hat. Das Budget ist nicht riesengroß, die Mannschaft ist nicht gespickt mit Stars, aber der Kader ist insgesamt klug zusammengestellt. Schlüsselspieler heißen hier Oscar Mingueza, Fer Lopez oder Borja Iglesias, auf jeder Position hat man Alternativen und Trainer Claudio Giraldez ist ebenso wie Schuster einer der jüngeren Coaches und mit 38 Jahren noch am Anfang seiner Karriere.

Für die Freiburger gibt es einige Gefahren im Duell mit den Spaniern. Celta ist eine Mannschaft, die aus wenig Chancen viel Brauchbares kreieren kann, also sollte man sich auf keinen Fall einlullen lassen. Für Spektakel steht das Team nicht, in 30 Ligaspielen schossen die Spanier 44 Tore und kassierten 37. Daraus ergibt sich auch, dass man keine allzu besondere Anfälligkeit feststellen kann. Die Freiburger sollten in jedem Fall versuchen zu verhindern, dass Iglesias viele Spielanteile bekommt. Wenn er frei im Strafraum auftaucht, dann droht allerhöchste Gefahr.

Ein Muster, das bei Freiburg zudem zuletzt zu erkennen war: Eine mangelnde Absicherung der Räume hinter dem eigenen Strafraum. Am Wochenende wurde das durch zwei Bischof-Tore aufgedeckt, aber auch sonst sind hier einige Lücken, die einfach konsequenter zugelaufen werden müssen. Zusammengefasst darf man den Offensivspielern von Celta nicht zu viel Leine lassen, man muss das Tempo aus Freiburger Sicht immer wieder wechseln und dabei eine gute Grundbalance auf den Platz bringen, um die Voraussetzungen für ein Weiterkommen im Rückspiel zu schaffen.

THEMENCelta VigoSC Freiburg
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