Nach einem uninspirierten Auftritt muss der SC Freiburg in einer Woche gegen den KRC Genk einen Rückstand drehen. Das Hinspiel in Belgien endete 0:1 aus Sicht des Bundesligisten.
Nachdem der VfB Stuttgart zur frühen Anstoßzeit daheim dem FC Porto mit 1:2 unterlag, war in der Europa League am späten Donnerstagabend auch der SC Freiburg im Einsatz. Die Breisgauer traten im Achtelfinalhinspiel beim KRC Genk in Belgien an. Im Vergleich zum 3:3 gegen Bayer 04 Leverkusen wechselte Trainer Julian Schuster nur einmal, für den gesperrten Maximilian Eggestein begann Patrick Osterhage.
Freiburg im Pech: Frühes Manzambi-Tor zählt nicht
Beide Teams begannen druckvoll, der erste gefährliche Abschluss von KRC-Akteur Zakaria El Ouahdi ging knapp über die Latte (3.). Freiburg traf mit der ersten echten Chance sogar direkt, allerdings stand Johan Manzambi knapp im Abseits, als er einen Abpraller nach einem Matanovic-Kopfball im Netz versenkte (8.). Wenig später war es wieder Manzambi, der nach einem Fehler im Aufbau der Belgier zum Abschluss kam, aber an Verteidiger Josue Kongolo hängen blieb (17.).
Besser machte es auf der anderen Seite El Ouahdi. Der Marokkaner spielte rechts im Strafraum einen Doppelpass mit Bryan Heynen und löste sich so von Gegenspieler Christian Günter. Aus spitzem Winkel ließ der 24-Jährige Noah Atubolu im Tor der Freiburger mit einer wuchtigen Direktabnahme ins lange Eck keine Abwehrchance (24.). Genk blieb auch nach dem Treffer die aktivere Mannschaft, Konstantinos Karetsas verpasste das 2:o aus der zweiten Reihe nur knapp (27.).

Der Sport-Club ließen Genk zu oft große Räume, die Belgier kamen immer wieder in gefährliche Räume. Zur Pause bilanzierten die Hausherren bereits 14 Torschüsse. Freiburg zog nur dreimal aufs Tor des KRC ab, hatte aber Pech, dass der Versuch von Yuito Suzuki vom Lattenkreuz abprallte (38.).
Schmerzhafte Zweikämpfe: Ginter und Beste müssen einstecken
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie etwas an Tempo, zwischenzeitlich mussten die Freiburger jedoch ordentlich einstecken. Erst erwischte Torhüter Tobias Lawal Matthias Ginter mit dem Arm im Gesicht, dann traf Ibrahima Sory Bangoura im Mittelfeld auch Beste in einem Luftzweikampf. Während Ginter weitermachen konnte, wirkte der frühere Heidenheimer nicht voll auf der Höhe und wurde wenig später ausgewechselt.
Offensiv tat sich Freiburg im zweiten Spielabschnitt weiter schwer, Genk machte nur noch das nötigste und schien mit dem knappen Heimsieg zufrieden. Dabei blieb es nach einer ereignisarmen zweiten Halbzeit aus. Der SC Freiburg muss damit im Rückspiel vor heimischer Kulisse einen knappen Rückstand drehen, um doch noch in die Runde der letzten Acht der Europa League einzuziehen.
Spielschema
KRC Genk: Lawal – El Ouahdi, Kongolo (77. Sadick), Smets, J. Kayembe (77. Medina) – Heynen, Bangoura, Karetsas, Heymans, Adedeji-Sternberg (77. Sor) – Bibout (83. Mirisola)
SC Freiburg: Atubolu – Treu, Ginter, Ogbus, Günter – Osterhage, Manzambi, Beste (63. Irie), Y. Suzuki (71. Höler), Grifo (63. Scherhant) – Matanovic
Tore: 1:0 El Ouahdi (24.)

