Der VfB Stuttgart hat den direkten Einzug ins Achtelfinale der Europa League verpasst. Gegen die BSC Young Boys siegte die Mannschaft von Sebastian Hoeneß verdient mit 3:2. Doch die Konkurrenz lieferte nicht die gewünschten Ergebnisse.
Die Schwaben starteten äußerst dominant in die Partie und belohnten sich früh. Nach einem ersten längeren Druckmoment flankte Lorenz Assignon von der rechten Seite, Deniz Undav nahm den Ball sauber an und traf mit dem ersten Kontakt zur Führung (6.). Nur eine Minute später legte der VfB nach. Undav steckte stark auf seinen Sturmpartner Ermedin Demirovic durch, der im Eins-gegen-eins abschloss und trotz Keeperkontakt auf 2:0 erhöhte (7.).
Auch danach bestimmte der Bundesligist das Geschehen. Stuttgart ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und schnürte die Young Boys über längere Phasen in deren Hälfte ein. Innenverteidige Finn Jeltsch sorgte beinahe für das dritte Tor, sein Distanzschuss landete nach einer starken Parade von Marvin Keller am Pfosten (31.).
Trotz deutlicher Überlegenheit kam es in der Schlussphase der ersten Halbzeit zu einem Leistungseinbruch. Nach einem schnellen Angriff setzte Young-Boys-Stürmer Chris Bedia den Ball knapp neben das Tor (36.). Wenig später nutzten die Schweizer einen Aufbaufehler von Fabian Bredlow eiskalt aus. Der Ex-Kieler Armin Gigovic zog aus der Distanz ab und traf sehenswert zum Anschlusstreffer (42.).

Stuttgart gelingt der Lucky Punch
Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff fiel sogar der Ausgleich: Edimilson Fernandes brachte den Ball an die Strafraumkante, Sandro Lauper nahm ihn direkt und traf per Volley unhaltbar in den rechten Winkel zum 2:2 (57.). Der Treffer gab Bern spürbar Auftrieb. Kurz darauf leistete sich Maximilian Mittelstädt einen Fehlpass im eigenen Strafraum, Young Boys schaltete schnell um, doch Alvyn Sanches scheiterte nach Flanke von Saidy Janko mit einem Kopfball an Bredlow (64.).
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einem geblockten Abschluss von Jamie Leweling konterte Bern erneut gefährlich (83.). Stuttgart hatte in der Schlussphase jedoch den längeren Atem. Zunächst vergaben Demirovic und Josha Vagnoman aus kurzer Distanz (89.). Wenig später belohnte sich der VfB: Nach einem schnellen Gegenstoß legte Leweling quer, w0 Chema am zweiten Pfosten zum 3:2-Siegtreffer traf (90.).
Ihr großes Ziel verpassten die Cannstatter jedoch. Da unter anderem die AS Rom punktete, beendete der Bundesligafünfte die Ligaphase auf Platz elf. In den Playoffs könnte Stuttgart nun auf den schottischen Meister Celtic FC oder den bulgarischen Vertreter Ludogorez Rasgrad treffen. Endgültige Gewissheit gibt es nach der morgigen Auslosung.
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VfB Stuttgart – BSC Young Boys 3:2 (2:1)
Stuttgart: Bredlow – Assignon (88. Vagnoman), Jeltsch, Chabot (68. Hendriks), Mittelstädt – Chema, Stiller (68. Karazor), Bouanani, Undav (68. El Khannouss), Führich (68. Leweling) – Demirovic
Young Boys: Keller – Janko, Wüthrich, Lauper, Benito – Gigovic (78. Pech), Fernandes, Fassnacht (78. Males), Sanches, Joel Monteiro (78. Virginius) – Bedia (63. Cordova)
Tore: 1:0 Undav (6.), 2:0 Demirovic (7.), 2:1 Gigovic (42.), 2:2 Lauper (57.), 3:2 Chema (90.)

