Im siebten Achtelfinale beim Afrika Cup bekam es Algerien mit der Demokratischen Republik Kongo zu tun. Bisher hatten die Algerier ein wirklich gutes Turnier absolviert und sich auf einem sehr ordentlichen Niveau präsentiert. Entsprechend gingen die Nordafrikaner als Favorit in das Duell.
Allerdings hatte dieses Turnier bisher recht eindrucksvoll gezeigt, dass auch die kleineren Nationen immer wieder in der Lage sind, gegen die größeren Teams zu bestehen und zumindest mit guter Kompaktheit dagegenzuhalten.
Das war auch der Plan der DR Kongo. Gegen Algerien, das mit Spielern wie Riyad Mahrez, Ibrahim Maza und co. recht spielstark ist, wollten die Kongolesen von Beginn an sehr clever agieren und versuchen, die Räume eng zu machen.
Afrika-Cup: Die Erlösung fällt spät
Was man vorab erwarten konnte, das zeigte sich auch auf dem Feld. Von Beginn an war der Kongo auf einem guten Niveau unterwegs, was die Defensive anging. Offensiv ging beim Außenseiter natürlich eher weniger, weil man die Bälle eher deutlich klärte statt flach hinten aus der Abwehr zu spielen, aber generell ist es natürlich so, dass bei einer sehr guten Abwehrleistung auch einmal ein Konter oder ein ruhender Ball ausreicht, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Viele Chancen gab es nicht, Algerien hatte zwar mehr Ballbesitz, zumeist im Bereich von 55-60 %, aber das Tempo im letzten Drittel fehlte.
Im Anschluss an eine spielerisch teils recht lockere Gruppenphase war es für die Algerier extrem schwer. Die Teams neutralisierten sich, es gab einige ruhende Bälle, die aber auf beiden Seiten geklärt werden konnten. Mahrez wurde gut isoliert und kam nur selten in offene Räume, auch Maza stand immer wieder ein Gegenspieler auf dem Fuß. In der zweiten Halbzeit gab es zwar mehr Abschlüsse als im ersten Spielabschnitt, aber ein unterhaltsames Spiel war es auch nicht. Die Folge: Verlängerung.
Wer jetzt dort mit der großen Anspannung oder Hektik rechnete, der wurde enttäuscht. Es blieb zäh, es blieb umkämpft, Fehler wurden im Defensivbereich von beiden Mannschaften kaum gemacht. Bis zur 119. Minute, denn dann gab es den einen Knall-Moment, als Adil Boulbina die Algerier mit 1:0 in Führung brachte und somit das Ticket für das Viertelfinale löste.

