Im letzten Viertelfinale des Afrika-Cups stand eine weitere hochklassige Begegnung an. Ägypten bekam es mit der Elfenbeinküste zu tun. Der Sieger dieser Partie trifft am kommenden Mittwoch auf Senegal.
Es dauerte keine fünf Minuten, da war das erste Tor bereits gefallen. Ägypten war in der Vorwärtsbewegung, Emam Ashour setzte Omar Marmoush in Szene, der sich im Zweikampf gegen den ehemaligen Bundesligaspieler Odilon Kossounou durchsetzte und zur Führung einschob (4.).
In der Folge war die Elfenbeinküste die aktivere Mannschaft mit mehr Ballbesitz und einigen Abschlüssen. Auf der anderen Seite kam Hossam Abdelmaguid nach einem Freistoß von Marmoush zum Kopfball (21.). Ansonsten blieb es beim gewohnten Bild. Die Ivorer liefen unermüdlich an und suchten eine Lücke in der ägyptischen Verteidigung. Die Tore fielen jedoch auf der anderen Seite: Mohamed Salah trat eine Ecke von rechts, am zweiten Pfosten stieg Rami Rabia am höchsten und köpfte den Ball perfekt ins lange Eck – 2:0 (32.). Es blieb eine unterhaltsame Partie, und nun war auch die Elfenbeinküste erfolgreich: Leipzigs Shootingstar Yan Diomandé brachte einen Freistoß von links scharf vors Tor, wo Ahmed Abou El Fotouh den Ball unglücklich ins eigene Tor beförderte – 1:2 in der 40. Minute. Mit diesem Ergebnis endete eine intensive erste Halbzeit in Agadir.
Ägypten zittert sich zum Sieg
Ägypten startete wie bereits in Halbzeit eins mit einem frühen Tor. Diesmal war es Salah, der den Treffer erzielte. Ein präziser Pass in die Tiefe landete bei Ashour, der im Strafraum querlegte, sodass der Liverpool-Star den Ball locker am Torwart vorbeischieben konnte (52.). Ägypten war heute Abend äußerst effizient – quasi jeder gefährliche Angriff mündete in einem Tor. Die Elfenbeinküste hingegen wirkte vom erneuten Zwei-Tore-Rückstand angeknockt und fand zunächst keinen Weg zurück in die Partie.

Das änderte sich in der 73. Minute: Nach einer Ecke wurde es im Strafraum unübersichtlich. Am Ende drückte Guéla Doué den Ball aus kürzester Distanz über die Linie – der Anschlusstreffer. Somit war die Begegnung wieder richtig spannend. Die Zweikämpfe wurden noch intensiver und auch auf den Rängen ging es heiß her. Das Spiel hatte nun richtigen K.-o.-Spiel-Charakter. Und die Elfenbeinküste witterte in der Schlussphase natürlich ihre Chance. Es flog Flanke um Flanke in den Strafraum von Ägypten, der Druck wurde merklich erhöht. Die Angriffsbemühungen der Ivorer blieben jedoch ohne Erfolg – am Ende blieb es beim 3:2 für Ägypten, das sich somit das letzte Halbfinal-Ticket sicherte.

