Gabun wollte beim Afrika-Cup zumindest das Achtelfinale erreichen. Doch das hat nicht funktioniert, die Gabuner sind nach der Gruppenphase ausgeschieden. Da half auch die „Wunderheilung“ von Pierre-Emerick Aubameyang nicht viel.
Nach drei Niederlagen in drei Gruppenspielen hat Sportminister Dr. Simplice-Desiré Mamboula radikal durchgegriffen: Nationaltrainer Thierry Mouyouma ist entlassen, der gesamte Trainerstab freigestellt. Es ist eine von mehreren kuriosen Meldungen rund um den Afrika-Cup. Doch es geht noch weiter, es gab ein richtiges Beben in Gabun.
Auch Kapitän Pierre-Emerick Aubameyang sowie Vize-Kapitän Bruno Ecuele Manga wurden ihrer Ämter enthoben. Dieser Rundumschlag hat es in sich, denn das war es noch immer nicht.
Sportminister von Gabun greift konsequent durch
Nach dem späten 1:2 gegen die Elfenbeinküste am letzten Spieltag, als Gabun in der Nachspielzeit den K.o.-Treffer kassierte, herrschte beim Verband offenbar keine Lust auf lange Analyse oder Aufarbeitung. Der Minister stellte klar: Die Nationalmannschaft wird auf unbestimmte Zeit suspendiert. Für Aubameyang heißt das, dass die Karriere in der Nationalelf jetzt endgültig vorbei sein dürfte.
Zwischen dem Verband und dem Ex-BVB-Stürmer hatte es schon in der Vergangenheit wiederholt Spannungen gegeben. Nach dem Afrika-Cup 2022 war Aubameyang zurückgetreten, kehrte 2023 jedoch überraschend zurück. Der aktuelle Abgang wirkt nun endgültig und alles andere als versöhnlich.
Ob und wann andere Teile der Nationalmannschaft wieder eingebunden werden ist aktuell noch unklar. Die Frage ist jetzt, ob es eine Überreaktion war und was genau in den kommenden Wochen bei der Analyse nach dem Turnier herumkommt.

