Mittlerweile ist es schon mehr als ein halbes Jahr her, seitdem Angel Di Maria sein letztes Spiel für einen europäischen Klub absolviert hat. Es war der 28. Juni 2025, als er letztmals für Benfica Lissabon auflief. Die Mannschaft aus der portugiesischen Hauptstadt traf an diesem Samstagabend in den Vereinigten Staaten auf den FC Chelsea. Reece James brachte die Blues im Achtelfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft nach 64 Minuten in Front. Diese Führung hatte anschließend lange Bestand – doch in der Nachspielzeit verursachte Malo Gusto einen Handelfmeter für Benfica.
Es war Di Maria selbst, der sich der Aufgabe vom Punkt annahm. Der Argentinier verwandelte und sorgte somit dafür, dass die Partie in die Verlängerung ging. Letztlich machte Chelsea allerdings alles klar, indem die Londoner ab der 108. Spielminute noch drei Tore erzielten. Das Spiel endete also mit einer 1:4-Niederlage für die Mannschaft aus Lissabon. Für den Verein war es das letzte Spiel bei der Klub-WM – für Di Maria die letzte Partie seiner beachtlichen Karriere in Europa. Mittlerweile spielt der Weltmeister von 2022 wieder in seiner argentinischen Heimat. Jüngst ließ er seine Laufbahn Revue passieren und sprach auch darüber, wer sein bester Trainer gewesen ist!
Di Maria: „Werde ihm ewig dankbar sein“
Angel Di Maria (37) ist der Meinung, dass Jose Mourinho (63) der beste Trainer seiner Karriere war. Das geht aus einem Interview der AS hervor. Im Gespräch mit der spanischen Sportzeitung erklärt der 37-Jährige: „Mourinho ist die Nummer eins, weit vor allen anderen. Als Mensch und als Trainer. Für das, was er dem Spieler, der Mannschaft und dem Verein gibt.“ Di Maria bekräftigt ferner: „Er hat mir alles gegeben und ich werde ihm ewig dankbar sein.“ Der Argentinier spielte von 2010 bis 2013 bei Real Madrid unter der Leitung von „The Special One“. Er sammelte dabei wettbewerbsübergreifend 137 Pflichtspieleinsätze, in denen er 25 Tore und 59 Assists beisteuerte.

2010 wechselte Di Maria von Benfica Lissabon zu Real Madrid und Mourinho. Der Offensivmann erinnert sich zurück: „Er (Mourinho, Anm. d. Red.) hat sich dafür eingesetzt, dass ich nach einer für mich persönlich nicht guten WM 2010 zu Real Madrid wechseln konnte. Er hat mich darin bestärkt, an seiner Seite zu spielen.“ Für die argentinische Nationalmannschaft war beim Interkontinentalturnier in Südafrika damals im Viertelfinale Schluss. Die Albiceleste unterlagen Deutschland deutlich mit 0:4. Di Maria wurde in allen fünf Partien eingesetzt, konnte dabei aber weder ein Tor schießen noch einen Treffer vorbereiten. Zwölf Jahre später krönte er sich schließlich in Katar zum Weltmeister.
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Im vergangenen Sommer verließ der 37-Jährige Benfica Lissabon gen Rosario Central, wo er 2006 seine Profikarriere begann. Im November wurde er mit seinem Ausbildungsverein Meister in der argentinischen Liga Profesional. Der Vertrag von Di Maria läuft im Sommer aus. Momentan ist unklar, wie es danach weitergehen wird. Nach seiner Profikarriere strebt der Weltmeister von 2022 jedenfalls auch eine Laufbahn als Übungsleiter an. Mourinho möchte er dabei aber nicht imitieren: „Ich werde versuchen, ich selbst zu sein – genau wie als Spieler. […] Ich möchte mich in niemandem wiedererkennen und mein Team soll das tun, was mir natürlich liegt.“

