Das Chaos um die Nationalmannschaft Gabuns geht weiter. Der neue Sportminister hat die Stars um Pierre-Emerick Aubameyang begnadigt.
Nach dem Aus beim Afrika-Cup hatte Simplice-Désiré Mamboula die gesamte Mannschaft um Superstar Aubameyang suspendiert. Gabun hatte zuvor bei dem traditionsreichen Turnier keinen einzigen Punkt eingefahren und sich dementsprechend schon nach der Gruppenphase aus Marokko verabschiedet.
Nun hat der neue Sportminister Paul Ulrich Kessany die Maßnahmen seines Vorgängers wieder rückgängig gemacht und damit auch den Routiniers um Aubameyang und Innenverteidiger Bruno Ecuele Manga wieder die Tür geöffnet. Die beiden erfahrenen Spieler sollten eigentlich auch nach der Suspendierung nicht mehr im Nationaltrikot auflaufen. Mamboula verkündete nach dem Aus „den Trainerstab zu entlassen, die Nationalmannschaft bis auf Weiteres zu suspendieren und die Spieler Bruno Ecuele Manga und Pierre-Emerick Aubameyang aus dem Kader zu nehmen.“
Gabun braucht Aubameyang doch: Qualifikation steht vor der Tür
In Marokko trat die Auswahl gegen Kamerun, Mosambik und die Elfenbeinküste an. Während mit den knappen Pleite gegen Kamerun (0:1) und die Ivorer (2:3) noch zu rechnen war, sorgte vor allem die Niederlage gegen Mosambik (2:3) für großen Ärger beim gabunischen Fußballverband.

Der frühere BVB-Stürmer, der mittlerweile in Marseille aufläuft, hatte den Rauswurf in den sozialen Medien trocken mit „Ich denke, die Probleme des Teams sind viel tiefgreifender als meine Person“ kommentiert. Nach der Rolle rückwärts kann der Bundesliga-Torschützenkönig von 2017 seinen 83 Länderspielen (40 Tore) doch noch weitere hinzufügen.
Kessany begründete die schnelle Kehrtwende mit der „Dringlichkeit der bevorstehenden Termine“. Schon im März startet schließlich die Qualifikation für den Afrika-Cup 2027, der in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden wird.

