In der Copa del Rey hatte es Real Madrid am Abend mit Albacete zu tun. Es war das erste Spiel nach der Trennung von Xabi Alonso und somit auch das erste Spiel nach der Niederlage im Endspiel der Supercopa.
Die Königlichen hatten gegen Albacete natürlich einen klaren Auftrag. Man wollte der eigenen Favoritenrolle gerecht werden und den Gegner so gar nicht ins Spiel kommen lassen. Der neue Coach, Ex-Real-Profi Alvaro Arbeloa, wollte natürlich auch gleich mit einem guten Ergebnis starten.
Albacete ist ein Team aus Spaniens zweiter Liga, steht dort auf dem 17. Tabellenplatz. Wirkliche Stars oder viele bekannte Namen sind nicht im Kader des Gastgebers zu finden, abgesehen von Jesus Vallejo, der lange bei Real Madrid unter Vertrag stand. Er war natürlich besonders motiviert.
Sensation: Albacete wirft Real Madrid raus
Die Königlichen begannen dominant und wollten von Beginn an keinen Zweifel am Sieger des Spiels aufkommen lassen. Federico Valverde hatte früh die erste gute Chance für Real Madrid, auch Albacete meldete sich in der Anfangsphase mal mit einem Abschluss im Spiel an. Insgesamt hatte der Favorit Vorteile, aber man merkte auch, dass sich die Gäste ein wenig schwer taten.
Wenn Albacete mal schnell umschalten konnte wurde es auch gleich gefährlich. Nach einer halben Stunde rauschte ein Schuss am Tor vorbei. Kurz vor der Pause kam es dann zum Paukenschlag! Javi Villar brachte die Hausherren in Führung. Diese hielt aber nicht lange, denn Franco Mastantuono brachte die Königlichen wieder ins Spiel zurück. Vom Trainerwechsel war insgesamt wenig zu sehen, das 1:1 war der Pausenstand.

Nach der Pause machte Real Madrid erst einmal Druck und arbeitete intensiv an der Führung. Die Königlichen hatten gleich einige Möglichkeiten, aber die letzte Konsequenz fehlte. Trotzdem war es eine Steigerung zu einigen Phasen in der ersten Halbzeit. Nach rund 15 Minuten war der Schwung aber ein wenig raus, das Spiel verflachte wieder. Die Ungenauigkeiten bei Real nahmen sogar noch zu. Auf beiden Seiten war die Fehlerquote insgesamt zu hoch, was aber deutlich eher Real anzukreiden war.
Knapp zehn Minuten vor dem Ende bekam Real Madrid die Quittung für eine schwache zweite Halbzeit. Jefte erzielte das 2:1 für den krassen Außenseiter aus der 2. Liga. Jetzt wackelten die Königlichen aber bedrohlich. Sie warfen aber auch alles nach vorne und wurden belohnt. Gonzalo Garcia traf nach einem Eckball zum 2:2 und rettete Real zunächst einmal vor dem Aus.
Und wer dachte, dass es das schon war, der hatte die Rechnung nicht mit dem Zweitligisten gemacht. Wieder war es Jefte, der für die Hausherren traf. Albacete kam in der tiefen Nachspielzeit zum 3:2 durch einen herrlichen Treffer. Und damit war der Pokalwahnsinn perfekt!

