Spielerberater stehen derzeit ganz besonders in der Kritik. Matthias Sammer und Uli Hoeneß waren kürzlich nur zwei von mehreren Personen, die heftige Kritik äußerten. Laut Sammer solle man die Berater komplett abschaffen.
Und Hoeneß kündigte an, dass man sich beim FC Bayern nicht immer alles gefallen lassen werde, was an Forderungen und Nachverhandlungen auf den Tisch gelegt wird.
Gerade zuletzt wieder, als der Vertrag von Dayot Upamecano nach langen und zähen Verhandlungen verlängert wurde, haben die Berater Einfluss genommen und auch Druckmittel in der Hand gehabt. Vor allem, weil der Franzose im letzten Vertragsjahr war.
Kahn äußert sich zur Kritik an Spielerberatern
Den Beratern wird vorgeworfen, immer wieder dafür zu sorgen, dass Spieler ins letzte Vertragsjahr zu gehen, damit man auch beim Verein, mit dem man verhandelt, ein hohes Handgeld einfordern kann. Gerade bei ablösefreien Wechseln ist es so, dass Spieler und Berater in der Regel besonders profitieren können. Oliver Kahn, der während seiner Zeit beim FC Bayern selbst natürlich auch einige Einblicke in die Thematik bekam, sprach nun bei Sky über die Beraterkritik und das Geschäft.

„Es gibt eben einen Markt für absolute Top-Spieler und dieser Markt, der ist eben hart umkämpft. Und das wissen natürlich auch die Berater. Es gibt ein paar Klubs, da sprechen wir vielleicht von zehn bis 15 Klubs, die in der Lage sind, wirklich immense Gelder für die Top-Spieler zu zahlen“, so Kahn, der den Beratern deswegen auch keinen allzu großen Vorwurf macht.
Das bekräftigte er auch nochmal: „Da könnten wir uns jetzt theoretisch zurückziehen und sagen, wir setzen wieder auf die Jugend. Das ist immer sehr sympathisch und kommt dann immer überall sehr gut an. Wenn du gewinnst, ist es super, wenn nicht, ist plötzlich nicht so gut. Aber zum Schluss geht es bei einem Top-Top-Klub wie Bayern München, Real Madrid oder wie sie alle heißen, darum, die Top-Top-Spieler auch in ihren Reihen zu haben.“

