UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti hat die VAR-Technik verteidigt, zugleich aber vor einer Detektivmentalität gewarnt. „Wir können nicht in diese Richtung mikroskopischer VAR-Eingriffe gehen. Wenn man eine Situation in Superzeitlupe betrachtet, findet man vieles. Wir müssen vorsichtig sein“, sagte der frühere Top-Referee in Brüssel. Er kündigte Gespräche über diese Thematik für das Ende der Saison an.
Grundsätzlich hob der Italiener die Vorteile des Video-Assistenten (VAR) für die UEFA-Wettbewerbe sowie die nationalen Ligen hervor – trotz der teils hitzig geführten Diskussionen in einigen europäischen Ländern. „Der VAR ist ein fantastisches Projekt. Wir dürfen nicht vergessen, warum es den VAR gibt“, sagte der 58-Jährige: „Wenn wir einen klaren Fehler korrigieren können, geht es um Gerechtigkeit. Das ist gut für alle, auch für die Fans.“
VAR-Eingriffe: Eine Begrenzung ist notwendig
Laut Rosetti funktioniert die Technologie „bei sachlichen und objektiven Entscheidungen hervorragend“. Er gab jedoch zu, dass es „schwieriger“ sei „bei Interpretationen und subjektiven Bewertungen“. Beim VAR gehe es um „klare, offensichtliche“ Fehler, ergänzte der Ex-Referee: „Wir können uns verbessern, indem wir sprechen, uns treffen und es lösen.“
Rosetti kündigte zudem Gespräche über die Handspielregel vor der kommenden Saison an. Ob europäischer Wettbewerb oder nationale Liga – in Europa müsse man eine einheitliche „technische Sprache“ sprechen. Es brauche „nur eine konsistente Interpretation. Wir arbeiten daran“, sagte Rosetti. Gerade in diesem Jahr geht es mit der Weltmeisterschaft im Sommer auch ordentlich zur Sache. Hier sind Klarheit und eine klare Linie sehr wichtig

