Das zweite Achtelfinale beim diesjährigen Afrika Cup in Marokko stand auf dem Programm und der Gastgeber hatte es am Freitagabend mit Kamerun zu tun. Beide Mannschaften gehören zu den sehr ambitionierten Teams in diesem Turnier und gerade die Marokkaner träumten vorab vom Titel.
Die Euphorie im Land ist vorhanden, die marokkanische Elf hat bisher auch einige gute Momente in diesem Turnier gehabt. Doch dennoch gibt es noch Steigerungspotenzial und eine Steigerung ist auch nicht unwichtig, wenn man das Turnier am Ende gewinnen will.
Vor dem Viertelfinale war klar, dass es die Kameruner den Marokkanern nicht allzu leicht machen werden, hier als Sieger vom Feld zu gehen. Kamerun besticht nämlich grundsätzlich durch eine gute Physis auf dem Feld und kann die Räume eng machen.
Gastgeber Marokko marschiert weiter
Das Spiel begann interessant, gerade Leverkusens Christian Kofane setzte seinen Körper immer wieder gut ein. Kamerun erwischte einen guten Start und zeigte, dass man in diesem Spiel durchaus mithalten kann. Die Marokkaner schafften es aber nach knapp zehn Minuten, selbst mehr Akzente zu setzen und das Spiel zunehmend zu beruhigen. Schritt für Schritt hatte der Turniergastgeber dann auch mehr Spielanteile und legte sich den Gegner zurecht.
Nach einem ruhenden Ball klingelte es dann auch direkt mit der ersten guten Aktion. El Kaabi köpfte einen Eckball gefährlich wieder in den Fünfmeterraum und dort war Brahim Diaz, bisher sicher der Spieler des Turniers, zur Stelle und konnte das 1:0 erzielen. Wenig später bediente Ez Abde Teamkollege El Kaabi, der knapp am Winkel vorbeischoss. Unmittelbar vor der Pause scheiterte El Kaabi erneut und zog knapp am Tor vorbei. Das war es dann auch in Halbzeit eins.
Kamerun passte zum Start der 2. Halbzeit ein wenig an, wurde etwas mutiger. Doch die großen Torchancen fehlten. Auch, weil Marokko sich unter Druck immer wieder klug löste. Nach etwas mehr als einer Stunde kam Kamerun mehr und mehr durch ruhende Bälle in gefährliche Situationen, auch wenn Bono selten getestet wurde. Ein Nkoudou-Kopfball war nicht besonders gefährlich, andere Hereingaben konnten bereinigt werden. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende traf Ismail Saibari zum 2:0 für Marokko, nachdem ein Freistoß zu ihm durchrutschte.
Die Marokkaner spielten es jetzt sehr clever, machten kaum Fehler im eigenen Ballbesitz. Das Spiel plätscherte nun ein wenig vor sich hin, was eher für Marokko sprach. Deswegen brach auch die Nachspielzeit an und die Marokkaner waren so gar nicht gefährdet. Es blieb folglich beim 2:0.

