Porto: Behörden ermitteln wegen illegaler Transferprovisionen

Porto
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News | Der Fußball zeigt sich einmal mehr von seiner schmutzigen Seite. Die portugiesischen Behörden ermitteln gegen den FC Porto. Grund sollen illegale Transferprovisionen sein.

Militão-Transfer Gegenstand der Ermittlungen gegen Porto

Die portugiesischen Behörden ermitteln wegen der Zahlung von Provisionen in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro im Zusammenhang mit Spielertransfers. Dem Guardian zufolge wurden am Montag im Rahmen der „Operation Rote Karte“ der Sitz des FC Porto und seines Präsidenten Jorge Nuno Pinto da Costa durchsucht. Beamte der Staatsanwaltschaft führten mehr als 30 Durchsuchungen an verschiedenen Adressen in Porto und Lissabon durch, darunter die Büros des Vereins, ein Bankinstitut und mehrere Wohnungen.

Es wird davon ausgegangen, dass rund neun Millionen Euro, die 2019 im Rahmen des Transfers von Éder Militão (23) zu Real Madrid Madrid an zwei Agenten gezahlt wurden, zu den Geschäften gehören.

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In einer Erklärung gab die Behörde zu Protokoll, dass sich die Ermittlungen auf Transfers „mit einer starken internationalen Dimension“ konzentrieren, „die Provisionszahlungen von mehr als 20 Millionen Euro beinhalten“ und die „mutmaßliche Praxis von Straftaten wie Steuerbetrug, Betrug, Vertrauensmissbrauch und Geldwäsche im Zusammenhang mit Fußballspielertransfers“ beinhalten. Porto zeigte sich seinerseits in einem Statement kooperativ und an der Aufklärung durch die Behörde interessiert.

Erst im Juli wurde der Präsident von Benfica, Luis Filipe Vieira, sowie sein Sohn und der bekannte Agent Bruno Macedo im Rahmen der „Cartão Vermelho“-Ermittlungen verhaftet. Vieira trat später zurück, nachdem er die Vorwürfe bestritten hatte, seit 2014 ein Steuerbetrug begangen zu haben.

Gegen Agent Macedo wird auch wegen der Provisionen ermittelt, die Porto an ihn und seinen Partner Giuliano Bertolucci bei der Transaktion von Militão gezahlt haben soll. Militão wurde für 50 Millionen Euro verkauft, Porto gab in seinem Jahresbericht allerdings an, der Verein habe nur 28,4 Millionen Euro an seinem Abgang verdient. Die verbleibenden 21,6 Millionen Euro gingen demnach an externe Parteien, die nun ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen sind.

Photo by Getty

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