Raphinha und der FC Bayern: Viel Wind um sehr sehr wenig

Raphinha zum FC Bayern?
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Bereits gestern wurde der FC Bayern München mit Raphinha, einem Offensivspieler von Leeds United in Verbindung gebracht. Ein Transfer nach München soll sogar schon im Winter stattfinden, hieß es. Doch was ist überhaupt an diesem Gerücht dran?

Raphinha im Visier des FC Bayern?

Am gestrigen Freitag berichtete TNT Sports aus Brasilien exklusiv, dass der FC Bayern Raphinha (25) von Leeds United verpflichten will und das schon im Winter. Satte 50 Millionen Euro soll der Rekordmeister für den Offensivspieler, der auf der Außenbahn zuhause ist, investieren. Diese Meldung kam aus dem Nichts, heute legte der italienische Journalist Rudy Galetti noch einmal nach und bestätigt diese Informationen.



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Die Gerüchte schlugen hohe Wellen, doch wie ist die Lage einzuordnen? Zunächst einmal ist Raphinha ein guter Fußballer, der bei Leeds United eine sehr gute Entwicklung durchlaufen hat. Der Klub befindet sich allerdings im Abstiegskampf, ist nicht sofort auf Einnahmen angewiesen und wird einen der besten Spieler sicher nicht einfach so abgeben. Dringend Bedarf hat der Rekordmeister auch noch, schon gar nicht im Winter. Erst bei einem Abgang von Kingsley Coman (25), dessen Vertrag bis 2023 läuft, wäre ein neuer Offensivtransfer für die Außenbahnen sinnvoll.

Gerade bei eben jenem Coman sind die Gespräche über eine Vertragsverlängerung aber wieder aufgenommen worden und scheinen positiver als zuletzt zu verlaufen. Es ist also durchaus realistisch, dass der Franzose dem FC Bayern erhalten bleibt. Gerade dann wäre die Konkurrenz für Raphinha sehr groß, der Klub hat zudem andere Baustellen, für die eine solche Summe eher benötigt werden. Hinzu kommt, dass 50 Millionen Euro unter ungewissen Corona-Voraussetzungen der nächsten Monate viel Geld sind.

Zuletzt spielt auch die Quellenlage eine Rolle. Medien aus Südamerika haben nicht selten den Ruf, eher Gerüchte zu streuen und nicht vollends seriös zu sein. Auf TNT Sports trifft das ebenfalls zu. Gleiches gilt für den italienischen Journalisten, der die Meldung bestätigt hat. Auch er ist nicht zu den Topquellen zu zählen, zumal man hinterfragen sollte, warum gerade ein Journalist aus Italien Informationen über einen Wechsel eines Brasilianers aus England nach Deutschland haben sollte. Kein Medium aus Deutschland konnte diese Informationen bestätigen, gleiches gilt für die typischen Medien aus England, die gut informiert sind. Kurzum: Viel Wind um sehr sehr wenig.

 (Photo by Naomi Baker/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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