Manipulation bei Sportwetten: Über 900 Spiele 2021 als verdächtig eingestuft

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News | Vielerorts gefährden Sportwetten nach wie vor den fairen Wettbewerb. Gerade die unterklassigen Ligen sind anfällig für Spielmanipulationen. Ein Bericht liefert aktuelle Zahlen zu der Thematik.

Sportwetten: Fußball der Übeltäter in Sachen Spielmanipulation

Im vergangenen Jahr wurden in der Welt des Sports mehr als 900 Spiele als verdächtig eingestuft, was die Gefahr einer Manipulation durch Sportwetten betrifft – rekordverdächtig. Jene Spiele sollen den beteiligten Manipulatoren bis zu 165 Millionen Euro eingebracht haben. Laut einem Bericht (via The Athletic) soll der Fußball dabei am stärksten betroffen sein.

„Mit der Entwicklung des Marktes hat sich auch die Bedrohung durch Spielmanipulationen verändert“, sagte Andreas Krannich, Geschäftsführer von Sportradar Integrity Services. „Jetzt gehen die potenziellen Korrumpierer immer direkter an Spielmanipulationen und Wettbetrug heran, indem sie Sportler direkt über Social-Media-Plattformen anschreiben.“



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Sportsradar, das den Bericht herausgegeben hat, ist ein Unternehmen, das potenzielle Spielmanipulationen mithilfe einer Reihe von Technologien überwacht, die verdächtige Wettmuster identifizieren. Spielmanipulation im Fußball kann bedeuten, dass das Gesamtergebnis oder der Spielstand manipuliert wird. Aber auch „Spot-Fixing“ ist möglich, konkret: die Manipulation eines bestimmten Ereignisses, auf das gewettet werden kann, wie die Anzahl der Gelben Karten oder Ecken.

Im Jahr 2021 überwachte das Unternehmen 500.000 Spiele aus zehn verschiedenen Sportarten und stellte fest, dass der Fußball mit einem verdächtigen Spiel von 201 der größte Übeltäter ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um Spiele in unterklassigen oder exotischen Ligen handelt, in denen die Löhne niedrig sind, ist deutlich höher.

„Es gibt keine einfache kurzfristige Lösung für das Problem der Spielmanipulationen, und wir werden 2022 wahrscheinlich eine ähnliche Anzahl verdächtiger Spiele sehen, wenn nicht sogar mehr“, so Krannich.

Im europäischen Spitzenfußball wurden derweil zwar kaum verdächtige Spiele registriert, die Vergangenheit hat jedoch bereits des Öfteren gezeigt, dass auch hier Spielmanipulationen nicht ausgeschlossen sind. Der jüngste Verdacht: Anfang dieses Jahres berichtete The Athletic, dass die FA einen Vorfall untersucht, bei dem ein Arsenal-Spieler eine Gelbe Karte erhalten hatte. Grund für die Untersuchungen war ein verdächtiges Wettmuster. Der Verdacht soll sich allerdings nicht erhärtet haben

Photo by Getty Images

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