Studie: Corona-Infizierung auf dem Fußballfeld höchst unwahrscheinlich

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News | Wissenschaftler*innen der Universität Saarbrücken haben untersucht, wie hoch das Risiko für Fußballer*innen ist, sich auf dem Feld mit dem Corona-Virus zu infizieren. Dabei kommen sie zu einem recht eindeutigen Ergebnis.

Studie untersuchte Zeitraum zwischen August 2020 und März 2021

Nach wie vor stecken sich auch im Fußball Menschen mit dem Corona-Virus an. Oftmals trugen Spieler*innen das Virus bereits in sich, als sie noch am Trainings- und Spielbetrieb teilnahmen. Die Sorge, dass sie dadurch Mit- und Gegenspieler infizieren, ist stets sehr groß. Wissenschaftler*innen der Universität Saarbrücken haben nun untersucht, wie hoch das Risiko für Fußballer*innen ist, sich auf dem Feld mit dem Corona-Virus zu infizieren.

Zwischen August 2020 und März 2021 wurden Fußballspieler*innen, die positiv auf Corona getestet wurden und während des Zeitraums der potenziellen Ansteckungsgefahr an Spielen oder Training teilnahmen, über eine Medienrecherche (Profiebene) und ein bundesweites Register in Deutschland (Amateur- und Jugendebene) identifiziert, um Symptome, Infektionsquelle und ergriffene Hygienemaßnahmen zu ermitteln. Übertragungsrelevante Kontakte auf dem Spielfeld wurden durch eine zweifach überprüfte Videoanalyse bewertet.

Ergebnis: Kontakt auf dem Feld reicht nicht für Infizierung aus

Von 1247 identifizierten Fußballspielen und Trainingseinheiten (1071 im Amateur- und Jugendbereich, 176 im Profibereich) wurden 104 Fälle (38 Trainingseinheiten, 66 Spiele) mit 165 potenziell infektiösen Spieler*innen festgestellt. Nachfolgende PCR-Tests auf Profiebene (44 Fälle) ergaben keine Übertragung.

Auf Amateur- und Jugendebene wurden durch die Kombination von partiellen PCR-Tests (31 von 60 Fällen) und der Überwachung der Symptome innerhalb von 14 Tagen nach der Exposition (46 von 60 Fällen) 2 von 60 Spielen identifiziert, in denen Folgeinfektionen auftraten, die auf nicht fußballerische Aktivitäten zurückgeführt wurden. Dies steht im Einklang mit der Videoanalyse von 21 Spielen, die zeigt, dass die Frontalkontakte <1 pro Spielerstunde (88 %, 30 von 34 Spielern) waren und jeweils nicht länger als 3 Sekunden dauerten.

Die Schlussfolgerung der Studie: Das Risiko einer Übertragung von Corona auf dem Spielfeld ist beim Fußball sehr gering. Die Infektionsquellen bei Fußballspieler*innen stehen höchstwahrscheinlich nicht im Zusammenhang mit den Aktivitäten auf dem Spielfeld.

(Photo by Lars Baron/Getty Images)

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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