Titel, Abstieg, Champions League: Diese Entscheidungen fallen am Wochenende in Europa

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Meisterschaft, Champions League, Abstieg. Einiges steht in Europas Topligen schon fest, anderes wird erst am letzten Spieltag geklärt. Ein Überblick.

Bundesliga: Alles klar an der Tabellenspitze, Krimi im Keller

Relevante Begegnungen:

  • Dortmund – Leverkusen
  • Wolfsburg – Mainz
  • Union Berlin – RB Leipzig
  • Bremen – M’gladbach
  • Stuttgart – Bielefeld
  • Köln – Schalke
  • Frankfurt – Freiburg
  • Bochum – Sandhausen
  • Kiel – Darmstadt
  • Fürth – Düsseldorf

An der Tabellenspitze sind die gröbsten Fragen bereits geklärt. Der FC Bayern steht seit dem 32. Spieltag, als RB Leipzig 2:3 in Dortmund verlor und sie selbst das Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach 6:0 gewannen, als Meister fest und wird sich zusammen mit Leipzig, Dortmund und Wolfsburg für die Champions League qualifizieren. Lediglich die Frage nach dem 3. Platz muss noch geklärt werden. Sowohl der BVB, als auch der VfL stehen bei 61 Punkten.

 

 

Auch die beiden Tickets für die Europa League sind bereits an Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen vergeben. Allerdings gibt es noch ein Rennen um die neu kreierte Europa Conference League. Das führt Union Berlin (47) an, gefolgt von Borussia Mönchengladbach (46), Stuttgart (45) und dem SC Freiburg (45).

Bundesliga: Hoffnung trifft auf Abstiegsangst – Bochum, Kiel und Fürth im Aufstiegsduell

Unschwer zu erkennen, kollidiert hier zweimal Europa-Hoffnung mit Abstiegsangst. Schalke hat dahingehend schon Gewissheit. Nach einem 0:1 Bielefeld am 30. Spieltag stand der erste Abstieg seit 30 Jahren auch rechnerisch fest. Die Frage ist nun, wer ihnen folgt – und wer noch eine allerletzte Chance bekommt, sich in der Relegation zu retten. Bielefeld hat momentan den Platz inne, den auch Bremen und der 1. FC Köln haben wollen. Allerdings ist Letzterer auf Schützenhilfe angewiesen – ausgerechnet auf den Rivalen vom Niederrhein gilt es zu hoffen. Natürlich steht davor aber erstmal ein eigener Sieg gegen Schalke.

Auch in der 2. Bundesliga gibt es noch ein Rennen um die ersten drei Plätze, allerdings ein internes. Der VfL Bochum (64 Punkte), Holstein Kiel (62) und Greuther Fürth (61) machen den direkten Aufstieg sowie den Relegationsplatz am letzten Spieltag unter sich aus. Fortuna Düsseldorf mag zwar Vierter sein, höher wird es angesichts von fünf Zählern Rückstand auf das Kleeblatt aber nicht gehen.

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Premier League: Verspielt Leicester wieder die Champions League?

Relevante Begegnungen:

  • Aston Villa – Chelsea
  • Liverpool – Crystal Palace
  • Leicester – Tottenham
  • West Ham – Southampton
  • Man City – Everton
  • Arsenal – Brighton
  • Leeds – West Brom

Manchester dominiert mal wieder die Premier League. Der Titel geht in den hellblauen Teil der Stadt, United hat sich erstmals unter Ole Gunnar Solskjær (48) die Vizemeisterschaft gesichert und kann am 26. Mai in Danzig gegen Villarreal noch die Europa League gewinnen.

Hinter den beiden tobt aber noch ein enges Rennen um die Champions League. Chelsea und Thomas Tuchel (47) haben mit dem 2:1 gegen Leicester drei eminent wichtige Punkte gesammelt und starten daher von Platz 3. Liverpool ist seit dem Champions-League-Aus gegen Real Madrid (1:3, 0:0) ungeschlagen, gewann zuletzt viermal in Folge und hat sich nach dem 3:0 in Burnley Platz 4 gesichert.

Copyright: Glyn Kirk

Verabschieden könnte sich wahrscheinlich auch Leicester City, nämlich von der Champions League. 36 Spieltage lang standen sie in den Top 4, nun droht ihnen die Nummer ähnlich zu entgleiten, wie schon letzte Saison. Im Heimspiel gegen Tottenham stehen sie unter Siegzwang und müssen hoffen, dass sich entweder Chelsea oder Liverpool in den Parallelspielen noch verschlucken.

Egal wie das Rennen ausgeht, einer der drei muss auf den ungeliebten 5. Platz und damit in die Europa League. Der zweite Kandidat ist das diese Saison überraschend starke West Ham (62), Auch Tottenham wittert noch seine Chance, hat zudem die wesentlich bessere Tordifferenz vorzuweisen. Das Spiel zwischen ihnen und Leicester ist daher gleich doppelt interessant. Everton (59), Arsenal (58) und Leeds (56) verfolgen die Situation gespannt mit und lauern auf Aussetzer.

Premier League: Absteiger stehen sicher fest, Norwich und Watford kehren zurück

Weniger spannend ist es im Abstiegskampf. Der entfällt nämlich am 38. Spieltag. Sowohl Fulham, als auch West Brom und Sheffield United können für nächste Saison sicher mit der Championship planen.

Damit steigen zwei Aufsteiger direkt wieder ab – und zwei Absteiger der Vorsaison direkt wieder auf. Daniel Farke (44) holt zum zweiten Mal die Zweitligameisterschaft mit Norwich, auch Watford kehrt unter Neu-Trainer Xisco Muñoz (40) wieder in die Premier League zurück.

Der dritte Absteiger 2019/20 war Bournemouth. Die stehen momentan in den Playoffs, haben das Halbfinal-Hinspiel gegen Vorjahresfinalist Brentford 1:0 gewonnen. Ebenfalls 1:0 gewann Swansea in Barnsley. Aufgrund der nicht vorhandenen Auswärtstorregel können aber noch alle vier Mannschaften das letzte Premier-League-Ticket lösen.

La Liga: Showdown zwischen Atlético und Real Madrid, drei Klubs kämpfen gegen den Abstieg

Relevante Begegnungen:

  • Valladolid – Atlético Madrid
  • Real Madrid – Villarreal
  • Osasuna – Real Sociedad
  • Celta Vigo – Betis
  • Huesca – Valencia
  • Elche – Bilbao

Das Einfachste zuerst: Atlético Madrid, Real Madrid, Barcelona und Sevilla haben sich bereits sicher für die Champions League qualifiziert. Die beiden letztgenannten machen am 38. Spieltag den 3. Platz unter sich aus.

Wesentlich dramatischer geht es an der Tabellenspitze zu. Atlético tat sich vergangene Woche lange schwer mit Osasuna, bevor Ex-Paulianer Ante Budimir (29) eine Viertelstunde vor Schluss mit seinem Treffer für versteinerte Mienen beim Tabellenführer sorgte. Aber Renan Lodi (23) sowie Luis Suárez (34) sorgten mit ihren Treffern in den Schlussminuten doch noch für die gewünschte Ausgangslage. Damit haben die Colchoneros ihre erste Meisterschaft seit 2014 weiterhin in der eigenen Hand, müssen aber bei Valladolid gewinnen, da sie – im Falle von Punktgleichheit – den direkten Vergleich mit Real Madrid verloren haben (0:2, 1:1). Die Königlichen treten nach ihrem 1:0-Sieg in Bilbao zuhause gegen Villarreal an.

Copyright: Jose Breton

Die stehen momentan auf Platz 7, müssen also selbst gewinnen und auf einen Ausrutscher von Real Sociedad (59), oder Betis (58) hoffen. Der Verlierer dieses Rennens darf sich in der Conference League probieren.

Nach sieben Jahren La Liga muss derweil Eibar ins Unterhaus. Letzte Woche unterlagen sie im Mestalla 1:4 und hatten dadurch Gewissheit. Hoffnung besteht noch für Huesca (33), die es nun selbst mit Valencia zu tun bekommen, Elche (33) sowie Valladolid (31). Die haben allerdings die schwerste Aufgabe.

Auch in La Liga kehren zwei Absteiger der Vorsaison direkt wieder zurück, nämlich Espanyol und Mallorca. Zwei Spieltage vor Saisonende duellieren sich Leganés (67 Punkte), Almería (67 Punkte), Girona (67 Punkte), Sporting Gijón (64 Punkte) und Rayo Vallecano (64 Punkte) noch um die Playoffs.

Serie A: Atalanta und Milan im Champions-League-Duell

Relevante Begegnungen:

  • Atalanta – Milan
  • Napoli  – Hellas Verona
  • Bologna – Juventus
  • La Spezia – Roma
  • Sassuolo – Lazio

Inter steht schon als Meister fest. Das letzte Spiel gegen Udinese, die den Klassenerhalt bereits sicher haben, ist daher für beide von überschaubarer Bedeutung. Etwas anders sieht das bei dem aus, was sich hinter Platz 1 tut. Mit Atalanta (78), Milan (76), Napoli (76) und Juventus (75) kämpfen vier Mannschaften um drei Champions-League-Tickets. Vor allem für den entthronten Serien- und Rekordmeister wäre eine Teilnahme an der Europa League der absolute Worst Case.

Mit der – und Platz 6 – muss sich Lazio zufriedengeben. Weder nach unten, noch nach oben geht noch was. Für sie hat das Spiel in Sassuolo (61) eher freundschaftlichen Charakter. Aber nicht für die Gastgeber. Die duellieren sich mit der Roma (59) noch um den verbleibenden Platz in der Europa League. Beide haben aus mehreren Gründen gesteigertes Interesse, es noch zu schaffen: Sassuolo zum hundertjährigen Jubiläum – und die Roma für den Einstand von José Mourinho (58).

Wie in der Premier League stehen auch in der Serie A sämtliche Absteiger bereits fest. Benevento, Crotone und Parma müssen den Gang in die Serie B antreten. Auf der anderen Seite darf man Empoli und Salernitana zum Aufstieg gratulieren. Am 27. Mai machen Cittadella und der FC Venedig das dritte Ticket unter sich aus.

Ligue 1: Macht Lille seine Fabelsaison perfekt? – Monaco im Kampf um die Champions League

Relevante Begegnungen:

  • Stade Brest – Paris Saint-Germain
  • Angers – Lille OSC
  • Lens – Monaco
  • Lyon – Nizza
  • Metz – Marseille
  • Nîmes Olympique – Stade Rennes
  • Reims – Bordeaux
  • Straßburg – Lorient
  • Nantes – Montpellier

Wie auch in La Liga steht die Meisterfrage auch in der Ligue 1 noch aus. Tabellenführer Lille (80) kam am vergangenen Wochenende nicht über ein 0:0 gegen AS Saint-Étienne hinaus, PSG (79) besiegte Reims souverän 4:0, dadurch trennt beide Mannschaften vor dem Saisonfinale lediglich ein Zähler. Unter Siegzwang stehen beide, Lille in Angers und PSG in Brest. Niko Kovac (49) und die AS Monaco (77) haben noch Außenseiterchancen auf den Titel. Dazu müssen sie beim Überraschungssechsten Lens aber hoch gewinnen, um das Defizit in der Tordifferenz wettzumachen – und hoffen, dass sowohl Lille, als auch PSG ihre Spiele verlieren.

Wahrscheinlicher ist, dass Monaco es – erstmals seit der Saison 2018/19 – wieder in die Champions League schafft – beziehungsweise zuerst in die Qualifikation. Auch dazu ist ein Sieg in Lens Pflicht, um sich Lyon (76) vom Leib zu halten. Marseille (59), Lens (56) und Stade Rennes (55) machen Europa League und Europa Conference League unter sich aus.

Für Nîmes, wie für Dijon, geht es nicht mehr um viel. Beide sind sicher abgestiegen. Davor kämpft aber ein Pulk an Mannschaften darum, die Relegation zu vermeiden. Reims (42), Bordeaux (42), Straßburg (41), Brest (41), Lorient (41) sowie Nantes (40) können rechnerisch noch auf Platz 18 fallen.

Troyes und Clermont haben den Aufstieg aus der Ligue 2 perfekt gemacht, Tolouse und Grenoble duellieren sich um das letzte Ticket.

Bildquelle: imago

Victor Catalina

 

 

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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