Am Samstagabend empfing Real Madrid das zuletzt sehr gut aufgelegte Real Sociedad
Seit dem Trainerwechsel von Xabi Alonso hin zu Álvaro Arbeloa trat nur wenig Besserung bei Real Madrid. Immerhin erledigte es die jüngsten Pflichtaufgaben gegen Rayo Vallecano (2:1) und Valencia (2:0) – wenn auch mit Mühe. Daher betrug der Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona vor dem Anpfiff nur einen Zähler. Mit dem seit der Ankunft von Pellegrino Matarazzo in neun Pflichtspielen immer noch ungeschlagenen Real Sociedad wartete eine schwierige Aufgabe.
Real Madrid nutzt baskische Fehler eiskalt aus
Die ohne Kylian Mbappé beginnenden Königlichen erwischten einen perfekten Start. Eine Hereingabe von Trent Alexander-Arnold aus dem Halbfeld verlängerte der einlaufende Gonzalo García ins lange Eck – 1:0 (5.). In der Folge gab Real Madrid weiter den Ton an, ohne gefährlich in Erscheinung zu treten. Auf der Gegenseite steckte Carlos Soler für Yangel Herrera durch, der von Dean Huijsen gelegt wurde. Den fälligen Elfmeter drosch Mikel Oyarzabal in die Mitte – 1:1 (21.).
Allzu lange hatte das Unentschieden jedoch kein Bestand. Denn Schiedsrichter Francisco Hernández Maeso sprach in der 24. Minute auch dem spanischen Rekordmeister einen Elfmeter zu. Jon Aramburu ließ gegen Vinícius Júnior das Bein stehen, sodass ihm gar keine andere Wahl blieb. Der Gefoulte übernahm selbst die Verantwortung und verlud Alex Remiro gekonnt zur neuerlichen Führung – 2:1.
Es kam noch besser für die Hausherren. Nur sechs Zeigerumdrehungen später besaß Kapitän Fede Valverde unheimlich viel Freiraum am Sechszehner und wusste diesen zu nutzen, indem er die Kugel mit der Innenseite zum 3:1 ins rechte obere Eck beförderte. Abgesehen von den Toren tat sich nicht viel in den Strafräumen. Erst in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts ergab sich eine weitere Großchance. Valverde vergab nach Zuspiel von Alexander-Arnold, der ähnliche präzise wie beim 1:0 vorlegte. Dennoch nahm Real Madrid einen Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Pause.
Nächster Strafstoß: Vinícius Júnior macht früh alles klar
Nur 36 Sekunden nach dem Seitenwechsel gab es schon wieder Elfmeter. Erneut foulte Aramburu den schon leicht vorher abhebenden Vinícius Júnior, der diesmal per Flachschuss in linke Eck souverän verwandelte – 4:1. Damit war die Begegnung frühzeitig entschieden. Die Madrilenen blieb aber weiter aktiv und suchten den Weg nach vorne. Dazu gab sich Real Sociedad, das unter der Woche beim baskischen Erzrivalen Athletic Club das Halbfinalhinspiel der Copa del Rey mit 1:0 gewann, nicht auf.
So bekamen die 74.176 Zuschauenden im Santiago Bernabéu weiter eine unterhaltsame Partie geboten. Pablo Marín sowie Aihen Munoz, der am stark reagierenden Thibaut Courtois scheiterte, verpassten jeweils den Anschlusstreffer. Wenig später hätte García die Führung sogar noch weiter ausbauen können. In der Endphase verwaltete das den möglicherweise bislang stärksten Auftritte unter Árbeloa hinlegende Real Madrid das 4:1 – wohl auch mit Blick auf das schwierige Champions-League-Spiel bei Benfica.

Letztlich änderte sich nichts mehr am Resultat, sodass die Königlichen für mindestens 48 Stunden an die Tabellenspitze springen. Der FC Barcelona ist erst am Montag im katalanischen Duell bei Girona im Einsatz und kann dann wieder vorbeiziehen. Real Sociedad liegt derweil weiter auf Rang acht.
Real Madrid – Real Sociedad 4:1 (3:1)
Madrid: Courtois,-Alexander-Arnold (60. Carvajal), Rüdiger (60. Alaba), Huijsen, Carreras,-Tchouaméni (79. Cestero),-Valverde (73. Díaz), Camavinga (73. Ceballos),-Güler,-García, Vinícius Júnior
Sociedad: Remiro,-Aramburu, Martín, Zubeldia, Munoz,-Herrera (60. Turrientes), Gorrotxategi,-Marín (73. Díaz), Soler, Gassova (46. Guedes),-Oyarzabal (60. Oskarsson)

