Klub-Legende Xavi hat mit brisanten Aussagen für Ärger beim FC Barcelona gesorgt. Nun meldete sich auch Hansi Flick zu Wort.
Dessen Vorgänger Xavi hatte den Umgang mit ihm vor seinem Aus bei den Katalanen kürz vor der Präsidiumswahl bei Barca scharf kritisiert und damit wohl auf Präsident Joan Laporta abgezielt. Der Klub brauche eine Veränderung, so der einstige Weltklassespielmacher: „Wir können uns nicht auf unehrliche Menschen verlassen.“
Während er noch im Amt war, haben die Verantwortlichen der Katalanen bereits Gespräche mit Hansi Flick geführt, ist sich Xavi sicher. „Er kam, um sich zu entschuldigen, als ich ihn fragte, ob der Verein tatsächlich mit ihm gesprochen hatte, während ich Trainer war, in den zwei oder drei Wochen, in denen der Verein bereits beschlossen hatte, mich zu entlassen, aber niemand mir das direkt gesagt hatte“, nahm der Ex-Coach seinen Nachfolger in Schutz.
Laporta stichelt zurück: „Mit Xavi hätten wir weiter verloren“
Xavi betonte zudem, bis heute ein gutes Verhältnis zum Deutschen zu pflegen: „Der Verein hatte ihm gesagt, er solle mir nichts sagen, und deshalb kam er zu mir nach Hause, um sich zu entschuldigen. Er ist ein guter Kerl, sehr ehrenhaft, und ich freue mich, dass es ihm gut geht.“
Auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Duell mit Newcastle äußerte sich auch Flick zu dem Thema und gab sich diplomatisch. „Ich kenne die Wahrheit und werde sie für mich behalten. Ich werde sie hier nicht erzählen. Xavi und ich sind berufliche Kollegen und haben ein gutes Verhältnis“, zitiert Goal den ehemaligen Bundestrainer: „Ich habe ihn besucht, wir haben uns gesehen, als ich angekommen bin, aber das ist etwas Privates. Es ist wie wenn ich mit meiner Frau spreche, eine private Angelegenheit. Und darüber spreche ich nicht. Ich äußere mich zu nichts, weil ich die Wahrheit kenne.“

Auch Präsident Laporta ließ den Angriff des ehemaligen Barca-Stars nicht unkommentiert. „Die Fakten haben mir recht gegeben. Mit Xavi hätten wir weiter verloren“, so der Funktionär, der am Sonntag seine Wiederwahl als Präsident des Traditionsvereins anstrebt.

