La Liga | Benzema und Vinícius führen den Real-Block an – Das Team der Saison 2021/22

Real Madrid Benzema Vinícius
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Spotlight | Die La-Liga-Saison ist in den Geschichtsbüchern! Zeit also, auf ihre Top-Performer zu schauen. Wenig überraschend mit großer Beteiligung des souveränen Meisters Real Madrid.

Elf der Saison: Viel Erfahrung – und einige Newcomer

Tor: Álex Remiro (Real Sociedad): Mit 19 weißen Westen sicherte sich Real Sociedads Keeper die Trofeo Ricardo Zamora. Auch seine 0,9 Gegentore pro Spiel werden lediglich von Thibaut Courtois und Bono überboten (je 0,8). Mit Real Sociedad erreichte er zudem Platz 6 und die Europa League.

Abwehr: Ronald Araújo (FC Barcelona): Eines der Gesichter des Barcelona-Aufschwungs unter Xavi. In einer Saison, die für die Katalanen defensiv alles andere als stabil begann, durchweg einer der solidesten. Auch, als er von Xavi als Rechtsverteidiger eingesetzt wurde. Eine dieser Partien war der Clásico im Santiago Bernabéu, als er seine Leistung sogar mit einem eigenen Treffer krönte.

Abwehr: David Alaba (Real Madrid): Übernahm vor der Saison nicht nur die Position eines gewissen Sergio Ramos, sondern auch seine Nummer 4. Schwer wog das Trikot keineswegs. Alaba wuchs sofort in die Rolle als Real Madrids neuer Abwehrchef und bildete zusammen mit Éder Militão ein äußerst solides Duo. Auch die Tatsache, dass die Königlichen mit der letzten Reihe nicht so extrem hoch spielen, wie es der FC Bayern unter Hansi Flick tat, kommt Alaba sichtlich zugute. Machte sich mit seinem „Stuhl-Jubel“ in der Champions League gegen Paris Saint-Germain sowie seinem Debüttreffer im Camp Nou gleich in der ersten Saison bei den Madridistas beliebt. 31 Gegentore sind zudem der zweitbeste Wert der Liga, knapp hinter dem Sevilla FC (30).

Abwehr: Jules Koundé (FC Sevilla): Vor der Saison gelang es dem Sevilla FC Koundé, trotz Avancen von Europas Elite, im Verein zu halten. Seine 0,7 abgeschlossenen Dribblings pro 90 Minuten gehören zum höchsten Wert Europas, genauso wie die 1,16 schusserzeugenden Aktionen pro 90. Heißt: Besonders mit Ball wusste der Franzose zu überzeugen. Die 30 zugelassenen Gegentreffer sind der beste Wert der Liga.

Abwehr: Jordi Alba (FC Barcelona): Es war klar, dass Barcelona Lionel Messi individuell nicht wird ersetzen können. Daher mussten sie versuchen, es zumindest, was die Führungspersönlichkeit angeht, zu tun. Genau das ist bei Jordi Alba im zarten Alter von 33 Jahren der Fall. Zwei Tore und zehn Assists brachte er in dieser Saison zustande. Ebenfalls sehr stark: Javi Galan (27, Celta Vigo)

Mittelfeld: Dani Parejo: (FC Villarreal) Mit viel Erfahrung und Ballsicherheit ärgerte Parejo in der Champions League Europas Elite. Villarreal verhalf er zum abermaligen siebten Platz. Zwei Treffer und neun Assists stehen für ihn zu Buche. Zudem 88 Prozent Passquote, 92 Prozent in der eigenen Hälfte. Einmal mehr eine erstklassige Saison des Sechsers.

La Liga Villarreal Parejo

Photo by JOSE JORDAN/AFP via Getty Images

Mittelfeld: Carlos Soler (FC Valencia): Es war keine einfache Saison für Valencia. In der zweiten ohne den langjährigen Kapitän Dani Parejo wuchs Carlos Soler immer mehr in seine Rolle hinein, nicht nur spielerisch, sondern auch als Führungspersönlichkeit. Zweiter Kapitän seines Teams hinter José Gayà – und Parejos Nummer 10 hat er sich nach der eher überschaubaren Leihe von Christian Oliva auch geschnappt. Elf Tore und Fünf Vorlagen gelangen ihm in 32 Spielen.

Mittelfeld: Luka Modrić (Real Madrid): Bei seiner Ankunft im Sommer 2012 von der Marca zum Flop-Transfer des Sommers gekürt. Über die Jahre hat er alle Kritiker Lügen gestraft. Auch im Alter von 36 Jahren noch immer absoluter Leistungsträger bei Real Madrid. 90 Prozent Passquote, 93 Prozent in der eigenen Hälfte, dazu acht Assists und – ach ja – der Meistertitel.

Angriff: Iago Aspas (Celta Vigo): Es gibt wenige Spieler in La Liga, die – gerade außerhalb Spaniens – so zuverlässig unter dem Radar fliegen, wie Iago Aspas. Mit Celta de Vigo spielt er mitnichten für einen der größten Namen der Liga, kommt, wenn er nicht gerade in der Nationalmannschaft spielt, nur selten dazu, sich einem großen europäischen Publikum zu präsentieren. Aber gerade wenn Celta mal auf eins der Schwergewichte trifft, kann man sich immer darauf verlassen, dass Aspas große Momente produziert.

Treffer im Ramón Sánchez-Pizjuán, verwandelter Elfmeter zum Ausgleich gegen Atlético, Doppelpack im Benito Villamarín und nicht zu vergessen sein Doppelpack gegen Barcelona nach 0:3-Rückstand mitsamt Ausgleich in Minute 96. 18 Tore und sechs Assists sind für einen 34-Jährigen ein mehr als ordentlicher Wert.

Angriff: Karim Benzema (Real Madrid): Die meisten Tore (27), die zweitmeisten Assists (12). Karim Benzema war bereits vergangene Saison auf einem herausragenden Level. Dieses Jahr setzt er noch einen drauf. Er geht voran, arbeitet enorm viel fürs Team und ist vor allem in den wichtigsten Situationen immer zur Stelle, wie vor gut einem Monat beim 3:2 im Ramón Sánchez-Pizjuán, als er mit einem Treffer in der 92. Minute Real Madrid alle drei Punkte sicherte.

Zog beim 6:0 gegen Levante auf der vereinsinternen Torjägerliste mit Raúl auf Platz 2 gleich. Es soll einige im Klub geben, die ihm zutrauen, sogar die magische 450-Tore-Marke von Cristiano Ronaldo zu knacken. Sollte die Weltmeisterschaft im Winter für Frankreich nicht in einem kompletten Fiasko enden, dürfte er den Ballon d’Or bereits sicher haben.

Angriff: Vinícius Júnior (Real Madrid): Einer der großen Gewinner dieser Saison. Noch in der Vorrunde der vergangenen Spielzeit, beim 2:2 in Mönchengladbach soll Karim Benzema dabei erwischt worden sein, wie er zu Ferland Mendy sagte: „Spiel nicht zu ihm. Beim Leben meiner Mutter, er spielt gegen uns.“ Seitdem hat sich einiges getan. Carlo Ancelotti schenkte Vinícius Júnior sein volles Vertrauen und der zahlte es mit 17 Toren und 10 Assists in 35 La-Liga-Einsätzen zurück.

Am vorletzten Spieltag schickte der Brasilianer Levante mit einem Dreierpack plus Vorlage in die Zweitklassigkeit. Es ist beeindruckend, welche Sicherheit, Selbstverständlichkeit und Geradlinigkeit er seit dieser Saison in seinen Aktionen hat, verglichen mit den Vorjahren. Man merkt ihm an, wieviel Spaß es ihm macht, auf dem Platz zu stehen, aber auch, was es für ihn bedeutet, das weiße Trikot zu tragen. Gerade das ist etwas, was für das Innenleben einer Mannschaft von unschätzbarem Wert ist.

Ersatzbank: Ehemalige und aktuelle Talente machen auf sich aufmerksam

Matías Dituro (Celta Vigo): Es gibt einige Statistiken im Fußball, die nur sehr schwer zu erklären sind. Celta de Vigo hat in dieser Saison 16 Spiele verloren, 43 Gegentore kassiert – aber trotzdem kommt Matías Dituro auf 14 weiße Westen. Mehr haben nur Thibaut Courtois (16) sowie Álex Remiro vorzuweisen. Mit 1,1 kassierten Gegentoren pro Spiel liegt er zudem voll im Ligaschnitt.

Diego Carlos (FC Sevilla): Wie Koundé äußerst spielstark. Um genau zu sein, mit 2130 gespielten Pässen der spielstärkste Innenverteidiger der Liga. Vor ihm stehen nur Toni Kroos (2150), Jordi Alba (2292) sowie Sergio Busquets (2685).

Iker Muniain (Athletic Club): Athletics Kapitän befindet sich momentan mit 29 Jahren im besten Fußballeralter. Eigentlich fällt es schwer zu glauben, dass Muniain erst 29 ist. Gab im August 2009, im Alter von 16 Jahren, 8 Monaten und 11 Tagen sein La Liga-Debüt. In dieser Spielzeit erreichte Muniain mit seinem Athletic Club unter Marcelino Platz 8, nur einen Zähler hinter Villarreal. Zudem knockte er sowohl Real Madrid als auch Barcelona aus der Copa del Rey. Gegen die Katalanen steuerte er zwei Tore bei. In der Liga kommt Muniain auf lediglich deren vier, dafür aber auch zehn Assists.

Eduardo Camavinga (Real Madrid): Leise, still und heimlich machte Real Madrid zu Saisonbeginn den Transfer des Mittelfeldtalents klar. Schon jetzt zeigt sich, dass die 31 Millionen Euro sehr gut investiert sind. Wächst hinter den arrivierten Casemiro, Toni Kroos und Luka Modrić immer mehr zur Alternative heran. Französischer Nationalspieler ist er bereits. Um ihre Zukunft, zumindest im Mittelfeld, muss sich Real Madrid nicht allzu viele Gedanken machen.

La Liga Real Madrid Camavinga

Photo by GABRIEL BOUYS/AFP via Getty Images

Ousmane Dembélé (FC Barcelona): Drehte unter Xavi voll auf. Zwar konnte der Ex-Dortmunder verletzungsbedingt lediglich 20 Partien bestreiten. In diesen gelangen ihm jedoch 13 Vorlagen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Wie es mit ihm weitergeht, ist offen. Dass Xavi ihn bei seinen derzeitigen Leistungen gerne behalten würde, kein Geheimnis. Zeigt sich auf dem Platz so leichtfüßig, wie zuletzt unter Thomas Tuchel in Dortmund. Wie bei Vinícius sieht man ihm die Spielfreude deutlich an.

Raúl de Tomás (RCD Espanyol): Dass Espanyol nur selten in wirkliche Abstiegsgefahr geraten ist, liegt vor allem an „RDT“. 17 Tore erzielte Real Madrids Jugendspieler über 34 Partien. Dabei wusste er auch gegen die Großen zu glänzen. Im Duell mit Barcelona rettete er Espanyol mit Tor und Assist einen Punkt. Seinen Jugendklub schoss er mit dem 1:0 sogar höchstpersönlich ab.

Pierre-Emerick Aubameyang (FC Barcelona): Kam im Winter vom FC Arsenal und brauchte aber mal überhaupt keine Anlaufzeit. Elf Tore in 16 Partien können sich absolut sehen lassen. Noch mehr seine Vorstellung im Clásico, als er beim 4:0 Barcelonas im Santiago Bernabéu mit einem Doppelpack glänzte. Einer der Hauptfaktoren, warum sich Barcelona unter Xavi noch auf Rang 2 vorschob.

Trainer: Manuel Pellegrini (Real Betis): Führte Betis zum zweiten Mal in Folge in die Europa League, nachdem er den Verein auf Platz 15 übernahm. Dazu kommt der Erfolg in der Copa, Betis‘ erster Titel seit 2005. Auf dem Weg dorthin schaltete man unter anderem die Ligakonkurrenten Sevilla FC (2:1), Real Sociedad (4:0) und Rayo Vallecano (2:1, 1:1) aus, bevor sich Betis im Finale gegen Valencia 6:5 n.E. durchsetzte.

Photo by JAVIER SORIANO/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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