La-Liga-Präsident Tebas kritisiert restlichen Super-League-Klubs scharf

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Super League

News | Die Super League wird in der kommenden Spielzeit nicht an den Start gehen. Doch ganz vom Tisch ist sie noch nicht, weshalb La-Liga-Präsident Javier Tebas deutliche Worte an die Initiatoren richtete.

Tebas über Super-League-Vereine: „Jede Strafe für sie würde ich respektieren“

Vor rund fünf Wochen zerfiel die Super League nur rund 48 Stunden nach ihrer Vorstellung in fast alle Einzelteile. Weiterhin an ihr fest halten Juventus Turin, Real Madrid und der FC Barcelona. Daher ist das Thema für den La-Liga-Präsidenten Javier Tebas (58) auch noch nicht beendet. Gegenüber PA Media (via Sky Sports) betonte er: Ich würde gerne sagen, dass die Super League tot ist, dass sie zu einem Ende gekommen ist. Für mich ist die Super League aber immer noch lebendig. Die Super League ist nicht nur ein Wettbewerbsformat. Die Super League ist eine Ideologie, die vor 20 Jahren begann.“

 

Tebas legte nach und bezichtigte das Trio, die anderen Ligen und Vereine wie dumme und naive Marionetten“ behandelt zu haben. Deshalb würde er jegliche Strafe respektieren.“ Ihr Boot ist halb gesunken, aber sie wollen uns Lektionen darüber erteilen, wie man den Fußball modernisiert“, sagte er. „Wollen sie uns Lektionen darüber erteilen, wie man den Fußball modernisiert, diese drei Klubs? Oder sollte ich sagen, diese drei Hauptverantwortlichen dieser Klubs?“, fügte der La-Liga-Vorsitzende an. Weiter sagte Tebas: Denken sie, dass sie klüger sind als wir? Die Tatsache, dass sie eine Menge Titel gewonnen haben, bedeutet nicht, dass sie schlauer sind als viele Ligen und viele Vereine in Europa.“

Auch Infantino gerät in den Fokus von Tebas

Ebenfalls alles andere als lobende Worte bekam FIFA-Präsident Gianni Infantino (51) zu hören: Wenn ihm ein Format einer Super League gezeigt wird – und zwar einer geschlossenen Super League – hätte er, sobald er das Treffen mit diesen Klubs beendet hatte, als erstes den Präsidenten der UEFA anrufen sollen, und alle Ligen, die davon betroffen gewesen wären.“ Aus Sicht von Tebas hätte Infantino die Unterhaltung keineswegs geheimgehalten dürfen, da die Loyalität gegenüber den Fußball-Institutionen an erster Stelle stehen müsse.

Infantino erklärte in der vergangenen Woche auf dem Kongress des Weltverbandes, dass es zu seiner Verantwortung gehöre, mit den Interessenvertretern des Fußballs zu diskutieren – „und zwar mit allen: den großen, mittleren und kleinen.“ Er stellte zudem klar: Einigen Klubs zuzuhören und mit einigen Klubs zu sprechen, bedeutet in keiner Weise, dass die FIFA hinter irgendeinem Super-League-Projekt steckt, konspiriert oder ein Komplott geschmiedet hat.“ Während des Theaters rund um die Eliteliga hatte sich der umstrittene Präsident direkt auf die Seite der UEFA gestellt und damit wohl einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung geleistet.

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(Photo: Imago/Oscar J. Barroso)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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