La Liga | Wieder Benzema! Real mit spätem Comeback beim Spitzenspiel in Sevilla

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News | Am Samstagabend des 32. La Liga-Spieltags stand das Spitzenspiel zwischen dem Dritten, FC Sevilla, und Tabellenführer Real Madrid an. Nach 100 Minuten stand ein verdienter 3:2-Sieg für die Königlichen, obwohl sie zur Pause 0:2 zurücklagen.

Doppelschlag! Rakitić und Lamela bringen Sevilla zur Pause auf Kurs

Bienvenido en el Ramón Sánchez Pizjuán! La Liga hatte an Ostersonntag ein Spitzenspiel bereit, der Sevilla FC empfing Real Madrid. Nach einem eher überschaubaren 2:0 gegen Getafe gab es für die Königlichen ein hochdramatisches Viertelfinal-Rückspiel gegen Chelsea. 3:1 gewannen sie an der Stamford Bridge. Diesen Vorsprung verspielten sie binnen 75 Minuten. Rodrygo rettete ihnen die Verlängerung, in der – natürlich – Karim Benzema mit dem 2:3 das Halbfinale besiegelte.

Sevilla schied seinerseits schon in der Gruppenphase aus und musste in die Europa League. Das Endspiel im eigenen Stadion wird es für sie aber nicht geben. Nach einem 1:0 gegen West Ham setzte es ein 0:2 nach Verlängerung im London Stadium, sodass sie sich gänzlich auf La Liga fokussieren können. Vor Wochenfrist gewannen sie spektakulär 4:2 gegen Granada. In der 88. Minute fingen sie sich den 2:2-Ausgleich. Rafa Mir und Papu Gómez machten in den Minuten 93 und 99 alles klar.

 



 

Aufstelllungstechnisch trat Sevilla mit vollem Ornat an. Jules Koundé in der Innenverteidigung, Joan Jordán und Ivan Rakitić sicherten das Mittelfeld ab. Érik Lamela sowie Jesus Corona kamen über die Flügel. Ganz vorne gab es Ice Cold Tony Martial.

Real Madrid hingegen setzte – neben dem bewährten Personal – auf Eduardo Camavinga, der den gesperrten Casemiro vertrat. Zudem spielte Fede Valverde in vorderster Spitze neben Karim Benzema und Vinícius Júnior.

Camavinga im Glück – aber Real vor der zweiten Halbzeit unter Druck

Damit genug des Vorlaufs, hinein ins Geschehen: 9. Minute, Martial durfte sich am Sechzehner drehen und setzte seinen Versuch nur knapp links vorbei.

Ansonsten hatten die Gastgeber den Tabellenführer gut im Griff – und in Minute 21 einen Freistoß aus 17 Metern zentraler Position. Ivan Rakitić stand bereit und zog den Standard aufs linke untere Eck. Éder Militão machte den Schritt aus der Mauer sodass Thibaut Courtois keinen Auftrag hatte.

Was macht man optimalerweise, wenn man den Gegner im Heimspiel am Wickel hat? Direkt nachlegen! 25. Minute, Jesus Corona setzte sich im Laufduell gegen Éder Militão durch und brachte die Flanke in den Rückraum zu Martial, der von Courtois abgeräumt wurde. Guillermo Cuadra Fernández ließ weiterlaufen – und das absolut zurecht. Der Ball kam zu Lamela, welcher nur noch ins leere Tor vollenden musste. 2:0!

Den Königlichen fiel im Anschluss gegen die beste Defensive der Liga nicht viel ein. In Minute 38 hatten sie sogar Glück, dass sie nicht in Unterzahl spielen mussten. Bereits gelb vorverwarnt traf Eduardo Camavinga von hinten Anthony Martial. Cuadra Fernández deutete an, der Franzose hätte den Ball gespielt, was allerdings nicht der Fall war. So ging es mit Elf gegen Elf und einem 2:0 für die Andalusier in die Pause.

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Real drückt – und dreht dank Benzema spät das Spiel

Sowohl Julen Lopetegui als auch Carlo Ancelotti nahmen je einen Wechsel vor: Óliver Torres kam für Papu Gómez und Rodrygo ersetzte den stark platzverweisgefährdeten Eduardo Camavinga.

Tatsächlich wurde Real Madrid nun druckvoller: Luka Modrić bediente im Zentrum Karim Benzema, der frei vor Bono zum Abschluss kam, allerdings am Marokkaner scheiterte. Sehr viel länger sollten die Königlichen nicht brauchen, um auf die Anzeigetafel zu kommen. Minute 50, Vinícius Júnior legte im Strafraum auf Dani Carvajal ab, der an diesem Abend links defensiv spielte. Dessen flache Flanke drückte Rodrygo in der Mitte über die Linie. Anschluss.

Es folgte ein regelrechtes Powerplay der Königlichen. Sie tackerten Sevilla am eigenen Strafraum fest, ließen sie überhaupt nicht mehr zu irgendeiner Art von Entlastung kommen. Überraschend war das nicht: Ligaweit hat Real Madrid die meisten Tore in der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit – deren zwölf. In Minute 63, knapp außerhalb dieser Zeitspanne, legte Rodrygo mit der Hacke für Benzema ab, dessen Flachschuss am linken Pfosten vorbeizischte.

Erst gut 20 Minuten vor Schluss kam Sevilla wieder vereinzelt zu Abschlüssen. Der eingwechselte Ex-Bremer Ludwig Augustinsson bediente von links den ebenfalls eingewechselten Rafa Mir, der seinen Kopfball allerdings nicht mehr richtig gedrückt bekam – drüber.

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Photo by Fran Santiago/Getty Images

In der 74. Minute legte sich Vinícius Júnior den Ball zurecht und vollendete wuchtig unten rechts. Sein Jubel war aber nur von kurzer Dauer: Cuadra Fernández entschied auf Handspiel des Brasilianers. Zusammen mit VAR Ignacio Iglesias Vilanueva schaute er sich die Szene nochmal auf dem Monitor an. Letztendlich blieb er bei seinem ursprünglichen Impuls. Vinícius streichelte sich tatsächlich die Kugel vor seinem Abschluss ein wenig mit dem Oberarm zurecht.

Zehn Minuten vor Schluss wollte Carlo Ancelotti den Ausgleich erzwingen und brachte Nacho für Lucas Vázquez. Seine erste Aktion bekam er von Dani Carvajal – diesmal von rechts – aufgelegt. In aller Ruhe durfte er den Rückraum abscannen. In der Mitte schob Nacho aus gut acht Metern zum mittlerweile überfälligen 2:2 ein. Zweite Torvorlage für Carvajal an diesem Abend, einmal von links, einmal von rechts.

Es gab sieben Minuten Nachspielzeit. In der zweiten ging Rodrygo an die rechte Grundlinie durch. Mit Übersicht bediente er – natürlich – Karim Benzema am kurzen Pfosten. Reals Nummer 9 legte sich die Kugel nochmal kurz zurecht und traf unhaltbar neben den rechten Pfosten. 2:3, Spiel gedreht!

Sevilla wurde für seine Passivität im zweiten Durchgang bestraft, muss am 32. Spieltag seine erste Heimniederlage einstecken und hat nunmehr 15 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Mit einem Sieg gegen Cádiz kann auch Barcelona auf drei Punkte davonziehen.

Kommenden Donnerstag steht für Sevilla ein Trip nach Valencia an, zu Levante, bevor es gegen Cádiz und nach Villarreal geht. Real Madrid hat für kommende Woche einen Trip nach Pamplona gebucht, das Auswärtsspiel bei Osasuna steht an. Zwischen den beiden Champions-League-Halbfinals gegen Manchester City empfangen die Königlichen Espanyol.

Der Endstand aus dem Estadio Ramón Sánchez Pizjuán: Sevilla FC 2, Real Madrid 3.

Photo by CRISTINA QUICLER/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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