La Liga | Kein Sieger im Kampfspiel zwischen Getafe und Atlético

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In der 91. Minute traf Karim Benzema für Real Madrid zum 2:1 gegen Elche. Nun galt es für Atlético Madrid im Titelrennen nachzulegen. Es ging in den Süden der Stadt, zu Lieblingsgegner Getafe. Am Ende trennten sich beide Mannschaften torlos, 0:0. 

Viel Kampf, kaum Chancen zwischen Getafe und Atlético

Seit 2011 ist Diego Simeone schon bei den Colchoneros im Amt. In diesen 10 Jahren gelang es Getafe nicht, auch nur einen einzigen Treffer gegen seine Mannschaft zu erzielen. Diese Serie setzte sich vorerst fort. Atlético war von Beginn an die dominante Mannschaft, hatte in den ersten 20 Minuten eine Reihe von Halbchancen, die aussichtsreichste davon in Minute 8, als Yannick Carrasco es im Strafraum gegen die Laufrichtung von David Soria probierte. Getafes Schlussmann wusste aber zu parieren.

Copyright: Oscar J. Barroso/imago

Das nächste, was auch nur als kleine Schwester einer Torchance gewertet werden darf, gab es in Minute 39, als die Kugel nach einem Einwurf wieder Carrasco vor die Füße viel. Sein Volley war kein Problem für David Soria.

Großchancen gab es in dieser ersten Halbzeit keine, aber immerhin noch einen kleinen Aufreger. Carles Alena hielt einfach mal auf den Atléti-Kasten drauf, Jan Oblak konnte nur abprallen lassen. So kam die Kugel zu Nemanja Maskimovic. Der verspürte im Angesicht des Slowenen einen plötzlichen Schwächeanfall, ließ sich geradezu grotesk fallen, rappelte sich aber genauso schnell wieder auf, als er feststellte, dass die Nummer bei José Maria Sánchez Martínez nicht zieht. Ansonsten versuchten die in blau gekleideten Gastgeber sich am und um den Strafraum festzusetzen, taten das aber ertraglos. So gab es nur einen logischen Spielstand zur Pause: 0:0.

Platzverweis Nyom, Getafes Abwehrschlacht wird belohnt

Auch die zweite Hälfte änderte sich von der grundsätzlichen Tonalität nicht, Abschlüsse waren weiterhin rar gesät. In der 56. Minute prüfte Marcos Llorente David Soria mit einem Flachschuss von der Strafraumkante. Den parierte Getafes Nummer 13 sicher.

Dann nahm das Spiel plötzlich Fahrt auf. In der 59. Minute kam Getafe mit Marc Cucurella über links, in der Mitte war Carles Alena mitgelaufen. Doch Mario Hermoso wusste das 1:0 per Grätsche zu verhindern. Nur zwei Minuten später hielt Enes Ünal aus spitzem Winkel gegen Oblak drauf, auch hier ohne Erfolg. Und in Minute 63 lag der Ball tatsächlich erstmals im Tor – allerdings in dem von Getafe. Der zur Pause eingewechselte Joao Félix traf nach einer Flanke von Marcos Llorente per Kopf. Der Ball hatte zuvor allerdings die Torauslinie mit vollem Umfang überschritten. Das wusste auch Iglesias Vilanueva aus Madrid zu bestätigen, es blieb beim 0:0.

In der 70. Minute wurde es unschön. Allan-Romeo Nyom stieg Renan Lodi mit offener Sohle auf den Unterschenkel. José Maria Sánchez Martínez schaute sich die Szene kurz auf dem Bildschirm an – und entschied vollkommen zurecht auf Platzverweis. Getafe für die restlichen 20 Minuten in Unterzahl. Aber nicht chancenlos. Nur drei Minuten später prüfte Alena Jan Oblak aus der Distanz. Den Schuss aufs kurze Eck parierte er aber sicher.

In Minute 76 hatte der eingewechselte Moussa Dembélé die bislang beste Chance für Atléti. Seinen Volley parierte David Soria herausragend. Trotzdem wurde die Luft für die zehn Azules dünner und dünner. 83. Minute, Llorente legte rechts raus zu Luis Suárez. Der probierte es – völlig atypisch für dieses Spiel – mit viel Gefühl und schlenzte die Kugel in hohem Bogen an den linken Pfosten. Aus dem Rebound ergab sich nichts mehr. Auch ein Kopfball von Moussa Dembélé in der 90. Minute ging rechts vorbei.

Das war auch die letzte Chance. Getafe wurde für seine Abwehrschlacht belohnt. Das Kampfspiel endete mit genau dem Ergebnis, das es verdient: 0:0. Mit diesem Ergebnis bleibt Atlético an der Tabellenspitze, sechs Punkte vor Real Madrid. Getafe steckt weiterhin auf Platz 15 im erweiterten Abstiegskampf, fünf Zähler vor Alavés auf dem ersten Abstiegsplatz.

Bildquelle: imago

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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