Real Madrid entscheidet El Clasico für sich

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News | Nachdem die Champions League Auftritte beider Mannschaften unter der Woche nicht so verliefen wir erhofft, standen sich Real Madrid und der FC Barcelona heute zum El Clasico gegenüber. Nach einer intensiven ersten und weitestgehend überschaubaren zweiten Halbzeit konnte diesmal Real Madrid als Sieger hervorgehen – die Partie endete 3:1 (2:0).

Benzema eröffnet El Clasico, Valverde baut aus

Die Partie begann direkt sehr schwungvoll. Beide Mannschaften hatten sich offenbar einiges vorgenommen und wollten von Beginn an dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Die ersten Abschlüsse der Partie von Raphinha (5. Minute) und Vinicius (8. Minute) waren noch zu unplatziert, doch der erste Treffer des Tages lies nicht lange auf sich warten. In der 12. Minute tankte sich Toni Kroos auf Höhe der Mittellinie stark durch und konnte im Fallen Vinicius auf die Reise schicken. Der Flügelstürmer scheiterte noch aus gut elf Metern am herausragend reagierenden ter Stegen, doch im Nachschuss konnte der heraneilende Karim Benzema mit etwas Glück – da abgefälscht – zur Führung einschieben. Und die heimischen Fans brachen in Jubelstürme aus.

Barcelona zeigte sich anschließend zwar nicht geschockt von dem frühen Rückstand, eine konkrete Reaktion darauf blieb aber dennoch aus. Das Spielgeschehen flachte in Folge dessen etwas ab und das Spielgerät sah für einige Minuten nur die Mitte des Spielfeldes. In der 25. Minute lag den mitgereisten Fans aus Barcelona jedoch plötzlich der Jubelschrei auf der Zunge. Eine Hereingabe vom umtriebigen Raphinha verpasste zunächst de Jong, ehe Lewandowski die Kugel aus kürzester Distanz und spitzem Winkel über das Tor beförderte – ob das Tor am Ende jedoch auch gezählt hätte, steht auf einem anderen Blatt, der Pole befand sich wohl im Abseits. Doch diese Großchance nahmen die Katalanen zum Anlass, wieder einen Gang hochzuschalten. Die Königlichen wurden in dieser Phase deutlich aggressiver angelaufen, der Ball schneller auf die Außen verteilt und insgesamt deutlich zielstrebiger agiert. Was zur Folge hatte, dass das gesamte Geschehen hektischer wurde, ohne aber an Qualität zu verlieren.

Aus dem Nichts folgte dann das 2:0 für Real Madrid. Nachdem sich der amtierende Meister lange nicht mehr vor dem Gehäuse Barcelonas zeigten, schlug er gnadenlos zu. Der bereits am Mittwoch sehr unglücklich agierende Eric Garcia verlängerte überraschend wie überflüssig einen ungenauen Ball per Kopf. Nach einer kurzen und übersichtlich gespielten Passstafette kam der Ball zu Fede Valverde, welcher sich nicht zweimal bitten ließ und den Ball aus gut 18 Metern platziert im Tor unterbringen konnte. In der Phase überraschend, dennoch ein Beweis dafür, welch herausragenden Fußball die Madrilenen spielen können. Und Barca sah sich vor einem noch größeren Problem, denn mit der nicht unverdienten Führung Madrids ging es kurze Zeit später in die Kabinen.

(Photo by David Ramos/Getty Images)

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Reaktion Barcas kommt zu spät

Sieben Minuten nach Wiederanpfiff schien der FC Barcelona endgültig K.O. zu gehen. Ein einfacher Seitenwechsel auf Benzema führte zum vermeintlichen 3:0. Vermeintlich, da der Franzose im Abseits stand, Ballannahme und Abschluss – begünstigt durch bemerkenswert passiv verteidigende Katalanen – passten perfekt, der Jubel verstummte aber wieder schnell. Es folgten anschließend sehr überschaubare Minuten. Der FC Barcelona schaffte es nicht die Madrilenen unter Druck zu setzen, viel mehr waren es die Gastgeber die vereinzelnd Chancen verbuchen konnten. Diese waren jedoch bei weitem nicht von der Qualität der ersten Hälfte.

In der 74. Minute gab es dann einen großen Aufreger. Robert Lewandowski drang in den Strafraum der Madrilenen ein und wurde nach einem klaren Kontakt von Carvajal zu Boden gebracht. Der fällige Pfiff blieb aber zur Verwunderung vieler aus, einen Eingriff des VAR gab es ebenso wenig. Eine merkwürdige Entscheidung des insgesamt sehr sehr großzügig pfeifenden Schiedsrichters Sanchez Martinez. Doch mit gehöriger Wut im Bauch entschied sich der FC Barcelona dazu eine kleine Schlussoffensive zu zünden. Der eingewechselte Ansu Fati verpasste den Anschlusstreffer per Distanzschuss nur knapp.

Doch plötzlich wurde es wieder spannend. Eine flache Hereingabe von Ansu Fati kam auf den zweiten Pfosten, wo der Ball an Robert Lewandowski vorbei zum ebenfalls eingewechselten Ferran Torres kam, der kaum Mühe hatte diesen aus kürzester Distanz zu verwandeln – und den Startschuss für eine spannende Schlussphase zu setzen. Keine drei Minuten später zeigte sich Barcelona abermals spielerisch sehr stark. Eine Halbfeldflanke von de Jong landete  auf dem Kopf von Roberto, dessen Abschluss geblockt wurde. Der Nachschuss ging anschließend knapp am Tor vorbei. Den Schlusspunkt setzte aber Real Madrid. Nach einem Konter patzte abermals Eric Garcia – der Innenverteidiger agierte im eigenen Strafraum sehr stumpf und trat dem eingewechselten Rodrygo plump auf den Fuß. Nachdem es zunächst weiterlief, griff nun der VAR (zurecht) ein und Sanchez Martinez entschied auf Elfmeter. Diesen wiederum verwandelte der gefoulte selbst und ließ keine weiteren Zweifel am verdienten Heimsieg Real Madrids. Die zweite Halbzeit war bei weitem nicht so intensiv wie die erste Hälfte, Madrid konnte das Geschehen aber über weite Strecken kontrollieren und musste zwischenzeitlich nur kurz zittern.

(Photo by PIERRE-PHILIPPE MARCOU/AFP via Getty Images)

Steffen Gronwald

Steffen verfolgt primär den Vereinsfußball, fühlt sich im deutschen Ober- und Unterhaus zu Hause - verfolgt zugleich aber auch La Liga und die Premier League intensiv. Ob Offensivspektakel oder "park the Bus", fesseln tut ihn beides, zudem steht bei ihm auch der Schiedsrichter im Fokus. Seit 2016 bei 90PLUS.

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