Später Ausgleich: Atletico und Real trennen sich remis

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News | Am Sonntagnachmittag stieg die mit Spannung erwartete 189.Auflage des Madrider Stadtderbys zwischen Atletico und Real. Die Colchoneros nutzten ihre erste Gelegenheit, stellten die zunächst aktivere Mannschaft, verpassten es aber nachzulegen, sodass die Gäste kurz vor Schluss noch das 1:1 erzielten.

Effizientes Atletico legt vor

Die Partie begann verhalten. Beide Mannschaften versuchten defensive Stabilität zu wahren sowie Sicherheit im eigenen Ballbesitz zu finden. Die erste Möglichkeit besaß das auf eine Viererkette vertrauende Atletico – gleichbedeutend mit dem 1:0. Die Gastgeber überspielten zunächst das hohe Real-Pressing, Marcos Llorente ließ seinen Gegenspieler Nacho stehen und steckte im richtigen Moment auf Luis Suarez durch, der vor Thibaut Courtois die Ruhe behielt und überlegt mit dem Außenrist einschoss (15.). Damit beendete der Torjäger seine fünf Pflichtspiele andauernde Flaute.

Real blieb vom Rückstand unbeeindruckt. Mehr als Halbchancen sprangen jedoch vorerst nicht heraus. Daran beteiligt war stets der aus einer Verletzung zurückgekehrte Karim Benzema. Erstmals gefordert wurde Schlussmann Jan Oblak in Minute 29, infolge einer Direktabnahme von Casemiro, die er zur Seite abwehrte. Ansonsten bissen sich die Königlichen an der gut formierten Defensive des Spitzenreiters die Zähne aus. Auf der anderen Seite befand sich Suarez nach einer Flanke von Llorente erneut in ansprechender Position, sein Versuch war sichere Beute für Courtois (38.).

Rund 120 Sekunden später probierte Felipe eine Ecke mit dem Kopf zu klären, erwischte den Ball allerdings mit dem Arm. Schiedsrichter Alejandro Hernandez Hernandez erhielt einen Hinweis vom VAR, ging in die Review-Area und entschied sich schließlich etwas überraschend gegen einen Elfmeterpfiff. Weitere Aufreger bliebe in den letzten Minuten des ersten Abschnitts aus. Somit nahm Atletico die knappen Vorsprung mit in die Halbzeitpause.

(Photo by Imago)

Real steigert sich und gleicht aus

In die zweite Hälfte startete Real aktiver. Nachos Kopfball fing Oblak gekonnt ab. Im direkten Gegenzug tauchte Suarez nach feinem Doppelpass mit Yannick Ferreira-Carrasco freistehend vor Courtois auf, der seinen Abschluss glänzend parierte (52.). Die nächste Großchance löste ebenfalls das Duo aus. Diesmal tankte sich Ferreira-Carrasco auf der linken Seite durch, lief fast bis zum Fünfmeterraum, ehe er Suarez bediente. Der Stürmer fand seinen Meister jedoch erneut in Courtois. Offensiv betrachtet war es die beste Phase der Colchoneros, wobei Real mit leichten Fehlern dazu beitrug. Eine Stunde war vorüber, als Angel Correa aus sieben Metern freistehend zum Schuss kam, das Spielgerät allerdings nicht ausreichend traf.

Atletico kontrollierte lange das Geschehen. Denn der Tabellenführer ließ die ergebnistechnisch mehr unter Druck stehenden Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Erst in der 71.Minute musste Oblak nach einem Fernschuss des eingewechselten Fede Valverde wieder eingreifen. Der Einzug in den Strafraum – wie in Minute 74, wo Benzema das Gehäuse der Hausherren klar verfehlte  – war aber eine Seltenheit. Wiederum sechs Zeigerumdrehungen darauf brannte es lichterloh vor dem Tor der Colchoneros. Vinicius setzte Benzema in Szene, dessen ersten Versuch Oblak vor die Füße des Franzosen abwehrte, um auch im Nachschuss als Sieger aus dem Duell zu gehen.

Die Schlussoffensive der Königlichen zahlte sich aus – etwa 120 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit. Benzema lief mit Tempo in den Strafraum hinein, fand Casemiro, der kurz klatschen ließ, sodass anschließend Benzema aus kurzer Distanz zum 1:1 einschieben konnte. In der Nachspielzeit schnibbelte Luka Modric einen Freistoß aus aussichtsreicher Position über das Tor. Es war der letzte Höhepunkt einer mitreißenden Endphase, weshalb das Unentschieden auch das Endresultat bildete. Der Abstand zwischen den beiden Rivalen beträgt weiter fünf Punkte, wobei Atletico ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.

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(Photo by Imago)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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