Paris Saint-Germain ging mit Wut im Bauch in das Spiel gegen den OSC Lille. Der Branchenprimus aus Frankreich, der momentan mit dem RC Lens um die Meisterschaft kämpft, hatte sich kürzlich aus dem Pokal verabschiedet. Und das ausgerechnet im Heimspiel gegen den Stadtrivalen, den Paris FC.
Das war natürlich eine große Enttäuschung für PSG. Der Klub wollte versuchen, jetzt die Wiedergutmachung zu schaffen und in diesem Spiel einen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Lille ist allerdings ein Gegner, der an einem guten Tag auch mal einen hochkarätigen Gegner vor Probleme stellen kann. Das wusste man in Paris vorab auch.
Lille ging immerhin als Vierter in den Spieltag und hatte sieben Punkte Rückstand auf den Meister. Diese Lücke wollte man schließen, dabei hoffte man, dass die Pariser wieder etwas anbieten würden.
PSG am Ende souverän gegen Lille
Die Hausherren waren von Beginn an ganz gut im Spiel, hatten mehr Ballbesitz als Lille und versuchten, den Gegner auch gleich unter Druck zu setzen. Aus dem vielen Ballbesitz und der Dominanz konnte aber nicht allzu viel kreiert werden. Bezeichnend war, dass mit dem ersten Torschuss von PSG nach zwölf Minuten auch direkt das 1:0 fiel. Ousmane Dembele erzielte den Treffer für die Gastgeber, der nicht unverdient war, aber sich auch nicht komplett andeutete.
Direkt nach dem Führungstor hatte PSG gar nicht so viele Chancen. Man hätte meinen können, dass Lille jetzt verunsichert gewesen wäre, aber das war nicht der Fall. Die Lillois zogen den eigenen Plan weiter durch, setzten aus wenig Ballbesitz den ein oder anderen Nadelstich. Lille verfolgte eine klare Ausrichtung, aber die großen Chancen fehlten, weil PSG, anders als zuletzt im Pokal gegen den Lokalrivalen Paris FC deutlich aufmerksamer verteidigte.
PSG hatte das Spiel weitgehend im Griff. Trotzdem dauerte es lange, bis in die zweite Halbzeit hinein, ehe es das Tor zum 2:0 zu bejubeln gab. Dembele war erneut der Torschütze, traf diesmal sehenswert und erzielte einen sehr schönen Treffer. Lille hatte seine Momente, aber es reichte nicht, um am Ende dafür zu sorgen, dass die Pariser wirklich große Probleme bekamen.
Erst in der Schlussphase erhöhte Lille dann das Risiko, das war aber zu spät. Die Lillois wurden am Ende sogar noch einmal bestraft, Bradley Barcola erzielte das 3:0 für die Gastgeber. Das war auch der Schlusspunkt. Paris Saint-Germain bleibt also im Titelrennen in einer guten Position

