PSG empfängt Saint-Etienne: Meisterschaft noch nicht abgeschrieben

Kylian Mbappe (PSG) im Zweikampf mit Saint-Etienne-Verteidiger
Ligue 1

Vorschau | Am 33. Spieltag der Ligue 1 hat PSG den Tabellendreizehnten AS Saint-Etienne zu Gast im Prinzenpark. Nach dem Weiterkommen in der Champions League ist PSG darum bemüht, den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten.

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 13 Uhr, live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • PSG: Duo-Infernale
  • Trotz PSG-Niederlage gegen Lille: Meisterschaft noch spannend
  • Saint-Etienne: Stolperstein für PSG?

PSG: Duo Infernale Neymar und Mbappé

Paris Saint-Germain steht zum zweiten Mal nacheinander im Halbfinale der UEFA Champions League. Diese Tatsache darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass PSG vor allem in der Liga alles andere als konstant spielt. Durch die Niederlage gegen Tabellenführer OSC Lille vor zwei Wochen (0:1) hat man die große Chance vertan, die Tabellenführung zurückzuerobern. Zuvor leistete man sich bereits Patzer gegen den FC Nantes (1:2) oder die AS Monaco (0:2). Die Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino (49) hat in der Liga ein vergleichsweise einfaches Restprogramm und bekommt es bis auf zwei Ausnahmen ausschließlich mit Teams aus der unteren Tabellenhälfte zu tun. Aufsteiger und Überraschungsmannschaft RC Lens (aktuell Tabellenfünfter) und Stade Rennes dürften auf dem Papier die gefährlichsten Gegner für PSG sein.  

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Die anhaltenden Gerüchte rund um Neymar (29) und Kylian Mbappé (22), ob sie nun wechseln oder doch verlängern, stellen einen lästigen Nebenschauplatz dar. Allerdings deuten zumindest bei dem Brasilianer die Zeichen auf einen Verbleib hin, lediglich die Unterschrift soll noch fehlen. Mbappé ist auch in dieser Saison das Nonplusultra der Pariser und der Ligue 1. Mit 43 Torbeteiligungen in 40 Partien spielt der 22-Jährige eine herausragende Saison. In der Liga führt er mit 21 Treffern aus 27 Partien die Torjägerliste deutlich an. Mitspieler Neymar kommt erst im Saisonendspurt so richtig in Fahrt, wurde lange Zeit immer wieder durch Verletzungen und zuletzt auch durch eine Sperre zurückgeworfen. Lediglich 13-mal kam der 29-Jährige bislang in der Liga zum Einsatz und steuerte dabei starke sechs Tore und vier Assists bei. Dass Neymar enorm wichtig für das Pariser Spiel ist, zeigt sich sofort. Allein die Präsenz und Aufmerksamkeit, die er auf sich zieht, schafft Räume für andere Spieler wie Ángel Di María (33) oder Moise Kean (21).

Neymar & Mbappe (PSG) gegen den FC Bayern

Photo: Gao Jing / Imago

Pochettino im Hinspiel mit PSG-Debüt

Im Hinspiel trennte man sich noch 1:1. Es war das erste Spiel von Pochettino als PSG-Coach. Der Argentinier hatte Anfang Januar den Trainerposten von Vorgänger Thomas Tuchel (47) übernommen und gab gegen Saint-Etienne sein Debüt auf der Pariser Bank. Im Rückspiel wird er weiterhin auf Stürmer Mauro Icardi (28) verzichten müssen. Neben dem Argentinier fällt mit Kapitän Marquinhos (26) ebenfalls ein wichtiger Spieler aus. 

Saint-Etienne: Mittelfeld-Tristesse als Erfolg verbuchen?

Ein Blick auf die Torausbeute von Saint-Etienne verrät: Dem Kader fehlt ein echter Knipser. Sowohl Wahbi Khazri (30) als auch Charles Abi (21) lassen echte Knipserqualitäten bislang vermissen. Darum schlug man im Winter beim 1. FC Köln zu, Anthony Modeste (33) wechselte bis zum Ende der laufenden Saison auf Leihbasis zu Saint-Etienne. Aber auch der 33-Jährige konnte in bisher sieben Spielen nicht überzeugen und blieb bislang ohne Treffer. Die Last verteilt sich bei dem Tabellendreizehnten vor allem auf die Schultern der Flügelspieler. Arnaud Nordin (22), Denis Bouanga (26) und Veteran Romain Hamouma (34) sind für Tore und Assists maßgeblich verantwortlich. 

Im Fokus könnte auch Adil Aouchiche (18) stehen. Der talentierte Mittelfeldakteur wechselte vergangenen Sommer ablösefrei (!) von PSG zu Saint-Etienne und gehört dort zum Stammpersonal. In 29 Ligapartien war Aouchiche bislang an sieben Toren direkt beteiligt (zwei Treffer, fünf Assists) und ist Top-Vorlagengeber der Verts. Im Hinspiel durfte das Juwel nur die letzten Minuten mitwirken. Im Rückspiel wird Aouchiche aller Voraussicht nach von Beginn an auf dem Platz stehen. Seinen Marktwert konnte der junge Franzose auf mittlerweile zehn Millionen Euro schrauben. 

Adil Aouchiche (Saint-Etienne) beim Dribbling

Photo by Imago

Momentum der letzten Spiele nutzen

Trainer Claude Puel (59) übernahm den Trainerposten im Herbst 2019, konnte den Absturz des Klubs aber nicht verhindern. Nachdem man lange Jahre regelmäßig in den Top fünf Frankreichs zu finden war, folgte 2019/2020 eine Saison zum Vergessen. Als 17. beendete man die Saison und hoffte auf ein ruhigeres zweites Jahr unter Puel. Das ist nur zu Teilen eingetreten. Der Verein befindet sich nicht (mehr) im Abstiegskampf und peilt einen gesicherten Platz im Tabellenmittelfeld an. Nach der letzten Saison kann man diese Tatsache durchaus als Erfolg verbuchen. Langfristig wird man aber dennoch andere Ambitionen haben. Bei Saint-Etienne setzt man auf junge Spieler, dass dies auch mal eine kleinere Schwächephase nach sich zieht, ist verständlich. Dieser Umstand mag auch der Grund sein, warum man sich noch nicht von Puel getrennt hat. Man möchte der Jugend eine Chance geben. 

Saint-Etienne fährt mit breiter Brust nach Paris. Die letzten beiden Partien gewann die Elf von Puel (2:0 Olympique Nimes; 4:1 Girondins Bordeaux) und bot dabei dominante Vorstellungen. Durch diese zwei Siege konnte man die Abstiegskonkurrenz von sich distanzieren und für etwas mehr Ruhe im Verein sorgen. Gegen PSG würde man das Ergebnis aus dem Hinspiel wohl gerne wiederholen und einen Punktgewinn vor der Partie unterschreiben. Puel wird gegen den scheinbar übermächtigen Gegner aus dem Vollen schöpfen können. Offensivkraft Khazri muss allerdings aufpassen, bei der nächsten gelben Karte muss er eine Gelbsperre absitzen. 

Prognose

Paris kommt trotz der Niederlage gegen Bayern mit Rückenwind aus der Champions League und wird den Anschluss an Lille halten wollen. Saint-Etienne ist gut in Form und möchte diese gegen PSG bestätigen. Letztlich wäre man aber wohl auch zufrieden, wenn man am Ende einen Punkt aus dem Prinzenpark entführen könnte. Die Qualität von PSG wird sich aber am Ende des Tages durchsetzen.

 

 

Mögliche Aufstellungen:

Paris Saint-Germain: Navas – Kehrer, Kimpembe, Diallo, Bakker – Gueye, Paredes – Di María, Draxler, Neymar- Mbappé

AS Saint-Etienne: Moulin – Debuchy, Moukoudi, Cissé, Trauco – Neyou – Hamouma, Camara, Aouchiche, Bouanga – Khazri

Sarom Siebenhaar

Die Oranje-Connection entfachte seine Leidenschaft für den HSV. Durch zahlreiche Tiefen schmecken die vereinzelten Höhen umso süßer. Schätzt attraktiven Offensivfußball genauso wie kämpferische Höchstleistungen. Internationaler Top-Fußball findet sich nicht nur in den Big Five. Seit 2021 bei 90PLUS.

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