PSG vs. Monaco: Gelingt Niko Kovacs Monegassen das Double über PSG?

Ligue 1

Vorschau | Am Sonntagabend empfängt Paris Saint-Germain die AS Monaco. Beide Mannschaften zeigten sich vor dem Topspiel in Topform und wollen dementsprechend darauf aufbauen.

Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 21:00 Uhr, Live auf DAZN (Registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat).

  • Paris Saint-Germain: Auf dem Sieg in Barcelona aufbauen 
  • AS Monaco: Nach schwierigen Jahren wieder zurück in der Spitze 
  • Pochettino-Debakel beim letzten Aufeinandertreffen mit Kovac

Paris Saint-Germain: Pochettino zufrieden mit Sieg im Camp Nou – und will darauf aufbauen

PSG ist wieder in Topform. Das Hinspiel im Camp Nou hätte kaum besser laufen können. Trotz zwischenzeitlichen 0:1-Rückstands gewann die Mannschaft von Mauricio Pochettino (48) am Ende 4:1 und steht mit anderthalb Beinen im Viertelfinale der Champions League. Besonders, weil sich die Pariser in der Königsklasse bislang notorisch heimstark zeigten. Ihre höchste Niederlage im Prinzenpark ist ein 0:3 gegen Chelsea vom September 2004. Das wäre aus Barcelona-Sicht selbst für die Verlängerung zu wenig.

 

 

Zu wenig lieferte PSG dagegen bislang in der Liga. Mit 54 Punkten sind sie lediglich Dritter. Der Rückstand auf Tabellenführer Lyon beträgt allerdings nur einen Zähler. OL eröffnete den Spieltag mit einem 3:2 in Brest am Freitagabend. Mauricio Pochettino selbst weiß sehr wohl um die Wichtigkeit dieses Spiels. „Sie [Monaco, Anm. d. Red.] sind fünf Punkte hinter uns. Damit wir im Titelrennen bleiben, müssen wir gewinnen.“

Das Spiel in Barcelona habe gezeigt, dass „als Team und mit hoher Intensität spielen, uns ermöglicht, jedes Team zu schlagen.“. Zufrieden ist er deswegen noch nicht. Stattdessen will sich der Argentinier weiter auf die Entwicklung der Mannschaft konzentrieren: „Was klar ist, ist, dass wir der Mannschaft helfen wollen, in allen Bereichen Fortschritte zu machen und uns nicht auf einen Bereich zulasten eines anderen konzentrieren wollen. Wir suchen eine Balance, die es uns ermöglicht, in jedem Spiel unsere beste Performance zu zeigen.“

Verzichten muss PSG am Sonntagabend auf Pablo Sarabia (28/Prellung im rechten Fuß). Ángel di María (33) sowie Neymar (29) absolvieren beide jeweils individuelle Traingsprogramme. „Er wird spielen, wenn er soweit ist, unabhängig von der Form und den Ergebnissen der Mannschaft“, so Pochettino über den Brasilianer. Colin Dagba (22) wird kommende Woche zurück im Training erwartet und Juan Bernat (27) absolviert nach seinem Kreuzbandriss ebenfalls ein individuelles Programm.

AS Monaco: Kovac angriffslustig 

Wenn von Topform die Rede ist, kommt man nicht umhin, neben PSG auch die Monegassen zu erwähnen. Acht Siege in Folge gab es für die Mannschaft von Niko Kovac (49) , bevor der freche Aufsteiger Lorient nach dem Heimsieg gegen PSG (3:2) auch im Fürstentum einen Punkt holte (2:2). In der 93. Minute rettete Wissam Ben Yedder (30) das Unentschieden.

Wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass die AS Monaco unter Niko Kovac große Fortschritte gemacht hat. Noch in den letzten Saisons schlingerte die monegassische Luxuskarosse unter der Leitung von Thierry Henry (43) durch durch die schlammigen Pfade des Abstiegskampfs. Auch Meistertrainer Leonardo Jardim (46) vermochte den Karren nicht mehr auf die Überholspur zu bekommen. Unter Robert Moreno (43) gab es in der abgebrochenen vergangenen Saison immerhin einen stabilen neuten Platz.

Aber das langfristige Ziel des Vereins heißt weiterhin Europa. Dieses erfüllen sie mit dem vierten Platz im Moment vollumfänglich. Der Rückstand auf die Königsklasse beträgt allerdings sechs Punkte. Aufgrund des fünften Platzes in der UEFA-Fünfjahreswertung befähigen nur die ersten beiden Ränge in der Ligue 1 zur Teilnahme an der Champions League.

 

Die Marschroute für Sonntag gab Niko Kovac klar vor: „Wir fahren nicht nach Paris, um unser Glück zu strapazieren. Wir wollen unser Bestes geben.“ Das hat im Hinspiel schon funktioniert. Damals brachte Kylian Mbappé (22) die Mannschaft von Ex-Trainer Thomas Tuchel (47) per Doppelpack zur Pause scheinbar klar auf Kurs, bevor Monaco in der zweiten Hälfte aufdrehte. Zweimal Kevin Volland (28) sowie Cesc Fàbregas (33) vom Punkt besiegelten das 3:2-Comeback. 

Den Erfolg erklärt sich Kovac auch durch den Zusammenhalt im Team: „Wir haben eine gute Atmosphäre im Kader, weil wir im Moment sehr gut performen. Auch außerhalb des Platzes kommt jeder gut miteinander zurecht, was sehr wichtig ist, wenn du gute Ergebnisse erzielen willst. Wir spüren das Verlangen, zusammen hart arbeiten zu wollen und die aktuellen Ergebnisse sind möglich, weil das Team vereint ist. Auch diejenigen, die weniger spielen, sorgen dafür, diese Mentalität aufrechtzuerhalten. Das wird uns erlauben, unsere Ziele am Ende der Saison zu erreichen, wenn es so weitergeht.“

Personell steht dem zumindest nicht viel im Weg. Bis auf Gelson Martins (25/Knie-OP) hat Niko Kovac freie Wahl.

Prognose

Die letzte Begegnung zwischen Mauricio Pochettino und Niko Kovac wird besonders der Ex-Frankfurter und -Münchener noch gut im Gedächtnis haben. Am 1. Oktober 2019 überrollte Kovacs FC Bayern Pochettinos Tottenham dank eines Viererpacks von Serge Gnabry (25) 7:2. Mit einem ähnlich klaren Ergebnis ist diesmal nicht zu rechnen, dafür mit einem hochklassigen Spiel. Bei optimaler spielerischer Großwetterlage könnte es sogar ein Spektakel werden. Einfach zurücklehnen und genießen. 

 

 

Mögliche Aufstellungen:

Paris Saint-Germain: Navas – Florenzi, Marquinhos, Kimpembe, Kurzawa – I. Gueye, Paredes, Verratti – Kean, Icardi, Mbappé

AS Monaco: Lecomte – Sidibé, Maripan, B. Badiashile, Caio Henrique – Diatta, Fofana, Tchouameni, S. Diop – Volland, Ben Yedder

(Photo by VALERY HACHE/AFP via Getty Images)

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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