Der Milliardär Frank McCourt plant einen Verkauf seines französischen Topklubs, von dem er seit 2016 Eigentümer ist.
Frank McCourt (72) hat Olympique Marseille im Jahr 2016 gekauft – für gerade einmal 45 Millionen Euro. Mittlerweile hat sich der Wert des Vereins aus der Provence verzwanzigfacht. Der US-Amerikaner denkt ernsthaft über einen Verkauf von OL nach – und fordert eine Summe von mehr als einer Milliarde Euro.
Bereits seit Jahren häufen sich die Gerüchte um einen neuen Eigentümer für den aktuell Tabellenvierten der Ligue 1. Doch zugleich hieß es noch im Jahr 2024 von McCourt selbst: „Die Frage nach einem Verkauf von OM ist absurd geworden… Ich liebe OM.“ Dennoch scheint ein Eigentümerwechsel in Marseille nur eine Frage der Zeit zu sein. Denn die Anzeichen verdichten sich, dass der 72-Jährige auf der Suche nach Kauf-Interessenten ist.
Eigentümer von Marseille fordert 1,2 Milliarden Euro
Wie die französische Tageszeitung La Provence berichtet, kam es vor kurzem zu einer Kontaktaufnahme mit einem potenziellen Käufer. Dabei soll McCourt einen Preis von 1,2 Milliarden Euro für den OM-Kauf ausgerufen haben. Eine stolze Summe, die in Frankreich einen neuen Rekord bedeuten würde. Schließlich würde das Angebot frühere Transaktionen in der Ligue wie den Verkauf von Konkurrent Olympique Lyon an John Textor (rund 800 Millionen Euro) übertreffen.
Der Besitzerwechsel in Marseille könnte große Änderungen in der Führung des Klubs zur Folge haben. Seit seiner Ankunft 2016 hat McCourt schließlich Hunderte Millionen Euro in den Verein investiert, dabei potenzielle Investoren nur unter der Bedingung willkommen geheißen, wenn diese langfristige Stabilität und einen begrenzten Einfluss auf die Vereinsführung versprechen.
Zugleich ist der Klub in den letzten Jahren durch finanzielles Missmanagement aufgefallen. Aus dem UEFA-Finanzbericht 2024/25 geht etwa hervor, dass Marseille mit einem Vorsteuerverlust von 105 Millionen Euro einen der höchsten in Europa verzeichnete.

Für den neuen Besitzer von OL wird also viel zu tun sein. Zunächst muss aber jemand gefunden werden, der die von McCourt geforderten 1,2 Millionen Euro auf den Tisch legt.

