Paris Saint-Germain hat den FC Toulouse am 28. Spieltag in der Ligue 1 mit 3:1 geschlagen und damit den nächsten wichtigen Schritt im Meisterrennen gemacht. Mann des Abends war Ousmane Dembélé, der zwei Treffer erzielte.
PSG hat seine Pflichtaufgabe erfüllt, sich gegen den FC Toulouse jedoch lange Zeit gelassen, die Partie endgültig zu entscheiden. Beim 3:1-Erfolg im Parc des Princes war es vor allem Ousmane Dembélé, der mit einem Doppelpack den Unterschied machte, während hinter ihm nicht alles stabil wirkte.
Dembélé als Unterschiedsspieler in einer kontrollierten ersten Hälfte
Dabei begann die Partie zunächst etwas holprig für den Favoriten. PSG leistete sich in den ersten Minuten ungewohnte Ballverluste im Zentrum, fing sich aber schnell und übernahm zunehmend die Kontrolle. Das aggressive Gegenpressing griff früh, Toulouse kam kaum aus der eigenen Hälfte.
Trotz klarer Feldvorteile tat sich Paris im letzten Drittel aber lange schwer. Die Gäste verteidigten tief und kompakt, ließen wenig Raum zwischen den Linien und zwangen PSG immer wieder zu unpräzisen Lösungen. Es brauchte daher einen Moment individueller Klasse, um das Spiel zu öffnen. Dieser kam in der 23. Minute, und wie. Nach einer abgewehrten Hereingabe nahm Dembélé den Ball aus rund 17 Metern direkt und jagte ihn unhaltbar in den Winkel.

Die Führung hielt aber nicht lange. Toulouse nutzte eine der wenigen Situationen, in denen PSG nicht sauber verteidigte. Nach einer Ecke zeigte Safonov Unsicherheiten, bekam den Ball nicht kontrolliert, sodass Nicolaisen per Kopf zum 1:1 ausgleichen konnte (27.). Es war ein Treffer, der ins Bild passte: Toulouse blieb offensiv harmlos, wurde aber nach Standards gefährlich.
PSG reagierte schnell und stellte die Weichen noch vor der Pause wieder auf Sieg. Erneut war es eine Standardsituation, die zum Erfolg führte. Nach einer Ecke verlängerte Kvaratskhelia per Kopf, Dembélé stand am zweiten Pfosten völlig frei und schob aus kürzester Distanz zum 2:1 ein (33.).
PSG souverän, Toulouse bleibt ungefährlich
Auch nach der Pause änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. PSG hatte alles im Griff, ließ den Ball laufen und bestimmte das Tempo. Ein vermeintliches 3:1 durch Dembélé wurde aufgrund einer klaren Abseitsposition schnell einkassiert, es wäre die Vorentscheidung gewesen. Stattdessen blieb das Spiel unnötig offen. Paris verzichtete zunehmend darauf, den dritten Treffer mit letzter Konsequenz zu erzwingen, und überließ Toulouse phasenweise den Ball. Die Gäste konnten mit dieser Situation jedoch wenig anfangen und entwickelten aus dem Spiel heraus weiterhin kaum Gefahr.
Gefährlich wurde es nur dann, wenn PSG selbst nachhalf. Vor allem Safonov brachte mit einigen unsauberen Aktionen immer wieder Unruhe ins eigene Spiel. Ein Fehlpass im Aufbau landete direkt bei Dönnum, der die große Chance auf den Ausgleich jedoch ungenutzt ließ.
In der Schlussphase erzielte der eingewechselte Goncalo Ramos das verdiente 3:1 für PSG und machte es letztlich doch deutlich. Toulouse blieb viel zu harmlos. Die Gastgeber kontrollierten das Geschehen, und entschieden es dann per Abschlussstärke. Am Ende steht ein verdienter, aber keineswegs glanzvoller Sieg für den amtierenden Champions-League-Sieger, der damit jetzt vier Punkte Vorsprung auf Rang zwei hat in der Tabelle der Ligue 1 hat.
Mit Blick auf das anstehende Champions-League-Duell gegen Liverpool dürfte dieser Auftritt nur bedingt als beruhigende Generalprobe durchgehen. Im Meisterrennen zählt der Sieg dennoch.

